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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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Sperrung der A29 in Oldenburg

NWZonline.de Region Friesland Kultur

Literatur gegen das Vergessen

04.09.2019

Varel Bald werden die letzten Zeitzeugen des Holocaust ihre Geschichte nicht mehr persönlich erzählen können. „Deswegen ist es umso wichtiger, den Blick auf die Holocaustliteratur zu lenken und die Aufzeichnungen der Überlebenden publik zu machen“, sagt Pfarrer Tom Oliver Brok. Gemeinsam mit Pfarrer Benno Gliemann lädt er zu einer Veranstaltungsreihe in die Turmloge der Vareler Schlosskirche ein. Der Auftakt der Abendreihe findet am Mittwoch, 11. September, statt. Gast dieser Veranstaltung wird Prof. Dr. Sascha Feuchert sein, der die in dem Themengebiet federführende Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität in Gießen leitet.

Sechs Vorträge und Lesungen in der Turmloge

Mittwoch, 11. September: „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Holocaustliteratur“; Einführungsvortrag mit Prof. Dr. Sascha Feuchert, Arbeitsstelle Holocaustliteratur

Mittwoch, 13. November: Vorstellung ausgewählter Beispiele der Holocaust-Literatur; Einführung und Gespräch mit Pfarrer Benno Gliemann

Montag, 27.Januar: Gedichte aus der Hölle Auschwitz; Einführung und Gespräch mit Pfarrer Tom Oliver Brok

Mittwoch, 19. Februar: Ruth Klüger und Dichtung als Überlebenshilfe; Dr. Gudrun Boch, Literaturredakteurin, Bremen

Mittwoch, 18. März: Eichmanns Tag und Nagars Nacht - Präsentation und Lesung; Achim Engstler, Autor und Philosoph

Mittwoch, 29. April: Polen - ein unmittelbarer und doch so ferner Nachbar; Hartmut Spieker, ehemaliger Militärattaché

Veranstaltungsbeginn: jeweils um 19 Uhr; der Eintritt zu allen Terminen ist kostenlos. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Unter Holocaustliteratur fallen Tagebucheinträge, Aufzeichnungen aus dem Warschauer Ghetto, Texte, Lyrik sowie Lieder. Dass es in einer Zeit voller Schrecken und Grauen überhaupt möglich war, Literatur zu schaffen, mag überraschen und verwundern. „Es gibt unendlich viel an Literatur, zum Beispiel werden immer noch Tagebücher gefunden, die irgendwo vergraben waren“, sagt Pfarrer Benno Gliemann. „Dabei geht es auch um Kunst, zum Teil auch um sehr schöne Kunst.“

Denn gerade durch das Schreiben konnten sich die Menschen ein letztes bisschen Kultur und dadurch auch ihre Menschenwürde erhalten. Bei den sechs Veranstaltungen werden die Autorinnen und Autoren vorgestellt und es wird aus den Werken gelesen.

Die beiden Pfarrer verbindet das Interesse an der Gedenkarbeit. Beide sind Mitglieder im Arbeitskreis „Juden in Varel“ und möchten mit ihrer Veranstaltungsreihe der Holocaustliteratur zu einer größeren Bekanntheit verhelfen. „Ich zitiere während Gedenkveranstaltungen in der Kirche, wie zum Beispiel zum Gedenktag der Novemberpogrome 1938, gerne aus dazugehöriger Lyrik und Literatur. Doch leider sind die Werke kaum bekannt“, sagt Pfarrer Tom Oliver Brok.

Die Veranstalter erhoffen sich, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch zu kommen und wollen einen Raum schaffen, in dem Fragen gestellt werden können.

Zum Abschluss der sechsteiligen Veranstaltungsreihe ist für Interessierte eine Reise zu den polnischen Gedenkorten der Verfolgung und Ermordung jüdischer Mitmenschen durch das nationalsozialistische Regime geplant. Die konkreten Reisedaten stehen jedoch noch nicht fest.

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