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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Sie bringt Farbe ins Vareler Theater

09.02.2019

Varel Bevor sich im Tivoli der Vorhang für die Schauspieler öffnen kann und die Zuschauer ihren Theaterabend bei der Niederdeutschen Bühne bekommen, braucht es erst eins: ein Bühnenbild. Dafür sind natürlich die Bühnenbauer zuständig. Aber: Ein paar nackte Wände machen noch kein ansprechendes Bühnenbild. Den letzten Schliff verpasst dem nämlich Birthe Schulz. Die 44-Jährige ist die Bühnenmalerin bei der Niederdeutschen Bühne in Varel.

Den Farbpott aufmachen und lospinseln – so einfach ist das leider nicht. Denn: Nicht jede Farbe ist für die Bühne geeignet. „Manche Farben spiegeln sehr stark“, sagt Birthe Schulz. Wenn dann der Beleuchter die Scheinwerfer ausrichtet und feststellt, dass das Licht so stark von den Wänden reflektiert wird, dass das Publikum geblendet wird, war die ganze Arbeit umsonst. „Ich benutze deshalb nur matte Farben, meistens Pastelltöne, nichts Krasses“, erklärt die Malerin. „Außer es ist gewünscht.“

Termine und Tickets

Das Stück „Een Slötel för twee“ wird von der Niederdeutschen Bühne noch sechs Mal aufgeführt. Termine: Sonntag, 10. Februar, 20 Uhr; Freitag, 15. Februar, 20 Uhr; Sonntag, 17. Februar, 15.30 Uhr; Sonntag, 17. Februar, 20 Uhr; Freitag, 22. Februar, 20 Uhr und am Sonntag, 24. Februar, 20 Uhr.

Karten gibt es in Varel bei Tabula Magica und Brillen Wandke, sowie in Bockhorn im Reisebüro Brumund. Außerdem unter Tel. 04451/84138 und bei www.nordwest-ticket.de

Direkt wenn die Bühnenbauer fertig sind, macht sich die Malerin für ein paar Stunden an die Arbeit. Hin und wieder nimmt sie sich extra einen Tag frei. Das ist manchmal auch nötig, denn die Zeit drängt. „Manchmal bleibt nur eine Woche Zeit bis zur Premiere“, sagt die selbstständige Malerin. Bis dahin muss die Farbe trocken sein. Nicht selten bekommen die Schauspieler bei den Proben den einen oder anderen unfreiwilligen Farbtupfer auf ihre Klamotten, weil sie sich irgendwo angelehnt haben.

Hinter dem eng getakteten Zeitplan steht der Umstand, dass die Niederdeutsche Bühne in Varel kein eigenes Theater hat, sondern das Tivoli für die Vorführungen nutzt. Dort finden aber auch noch andere Veranstaltungen statt. Deshalb muss die Bühne immer wieder geräumt werden, bis das fertige Bühnenbild dann tatsächlich steht.

Wie das Bühnenbild aussieht, hängt vor allem davon ab, wo das Stück spielt. Ist es in einer alten Jägerstube, bekommen die Wände eine Holzoptik, spielt es im Wohnzimmer alter Leute, kommt vielleicht eine altmodische Tapete an die Wand. „Den Grobentwurf macht Egon Loop. Er ist mein Mentor“, sagt Birthe Schulz. „Das übrige Bühnenbild baue ich mir gedanklich zusammen. Ich hab’ das alles im Kopf. Aber wenn die Regie sagt: ,Mach’ es so!‘, dann bekommt die Regie es auch so.“

Mittlerweile ist Birthe Schulz seit acht Jahren ehrenamtliche Bühnenmalerin bei der Niederdeutschen Bühne. Über etwas Unterstützung bei der vielen Arbeit würde sie sich freuen. „Wenigstens für die groben Arbeiten. Hilfe ist hier immer herzlich willkommen.“

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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