• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Kultur

Vareler Künstler überwinden Mauern

04.07.2019

Varel Eigentlich hatte sich der Kunstraum Varel für seine erste Gemeinschaftsausstellung in diesem Jahr mit dem Titel „Mauern“ einen ganz konkreten Anlass ausgesucht: den 30. Jahrestag des Berliner Mauerfalls in diesem November. Die Arbeiten, die dabei herausgekommen sind, gingen aber soweit über das konkrete Ereignis von 1989 hinaus, dass in der neuen Ausstellung Mauern als „allgemein menschliches und soziales Phänomen“ in den Blick genommen werden sollen, heißt es in der Ankündigung des Kunstraums.

Mauern sollen konkret vor vermeintlichen oder tatsächlichen Gefahren von außen schützen oder – wie bei der Berliner Mauer oder einem Gefängnis – verhindern, dass Menschen nach außen gelangen können. Dieser Gedanke liegt der Arbeit von Dieter Roder mit dem Titel „Guantánamo“ zugrunde.

Um eine weniger offensichtliche Mauer geht es bei Norbert Friebe: Er befasst sich in seiner Arbeit mit einem wirtschaftlichen Ungleichgewicht, dass über Jahrhunderte politischer und ökonomischer Ausgrenzung weiter Teile der Welt verfestigt wurde. Heute wird versucht, diese Mauer wenigstens im Ansatz zu überwinden. Sein Werk „Fair Trade“ prangert Arroganz, Intoleranz und Ignoranz an.

Überhaupt spielen scheinbar unüberwindbare soziale Barrieren eine große Rolle in der Ausstellung. Hein Bohlen hat zu diesem Thema Teile abgerissener Plakate in einen neuen Zusammenhang zusammengefügt. Johannes Hemmen hat zum Thema „Vorurteile“ eine Videoarbeit angefertigt und Anne Mentzen hat sich intensiv mit dem Traum vom sozialen Aufstieg befasst und dazu einen Text verfasst.

Martina Hanfeld möchte mit ihrer Zeichnung zeigen, dass Mauern nicht nur von Menschen errichtet werden, sondern dass es auch in ihren Händen liegt, sie zu sprengen. Helmut Wahmhoff erinnert sich an eine Mauer seiner Kindheit, die zum Treffpunkt mit Gleichaltrigen wurde und zum Brennpunkt von Verhaltensweisen, wie man sie sonst nur bei Erwachsenen kennt.

Als Gast ist bei der Ausstellung außerdem Matthias Langer vertreten. Der Vareler Fotografiekünstler ist gerade erst mit dem Rasteder Kunstpreis ausgezeichnet worden. Im Kunstraum wird seine Fotografie mit dem Titel „Florenz“ gezeigt.

Mit der Ausstellung „Mauern“ setzt der Kunstraum Varel die Tradition seiner im weitesten Sinne politisch ausgerichteten Ausstellungen – wie zuvor „Demokratie“ oder „Revolution“ – fort. Die Ausstellung ist zu sehen vom 5. Juli bis zum 11. August, jeweils samstags und sonntags von 13 Uhr bis 17 Uhr im Zollamt Varel, Am Hafen 1. Die Vernissage findet an diesem Freitag, 5. Juli, um 19 Uhr statt.

Der Eintritt ist frei.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2504
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.