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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Wo stand dieses Vareler Gehöft?

13.07.2019

Varel /Oldenburg Manchmal fügt es sich im Leben, dass einem etwas ins Auge fällt, das einen nicht mehr loslässt. So beschreibt Kunstsammler Kurt Müller-Meinhard aus Oldenburg das Gefühl, wenn er ein Gemälde entdeckt, das ihn anspricht. Und das spontane Gefühl hat er häufiger gehabt: Seit den 1970er Jahren sammelt er Kunstwerke – mehr als 280 Gemälde und noch mehr andere Kunstobjekte hat er so zusammengetragen.

Dass so eine Sammlung viel Platz braucht, ist klar. Daher hat er gut 100 Stücke aus seiner Sammlung der Nikolai-Kirchengemeinde geschenkt, als er aus seinem Haus im Jahr 2016 ausgezogen ist. Und diese gesammelten Werke sollen nun in einer Kunstauktion am Samstag, 10. August, neue Besitzer finden.

Hinweise über das Bild

der Vareler Künstlerin Olga Potthast von Minden (1896–1942) mit dem rätselhaften Gehöft nimmt die Vareler Redaktion des „Gemeinnützigen“ unter Telefon 04451/99882500 entgegen oder per E-Mail an: red.varel@nwzmedien.de.

Ein Blickfang der gespendeten Sammlung ist das Gemälde von Olga Potthast von Minden, die in Varel und Umgebung zu den bekanntesten Künstlern zählt. Das Bild ist noch vor dem Ersten Weltkrieg, um 1910 entstanden.

Es zeigt ein niederdeutsches Gehöft in der Nähe von Varel. Vergleichbare Gemälde der am 1942 in Varel verstorbenen Malerin sind in der Vergangenheit immer mal wieder aufgetaucht, heute jedoch selten, so Dröge. Die sehr wirklichkeitsnahe Darstellung mit dem Titel „Viehstall in Friesland“ zeigt ein einfaches Gehöft in Varel vor einem aufziehenden Gewitter.

Wo genau das Fachwerkhaus stand, ist man sich aber noch nicht einig. Daher hofft die Kirchengemeinde nun auf Kunstinteressierte, die wissen, wo sich das Gehöft befindet oder befunden haben könnte. Das Vareler Gehöft ist dabei nicht das einzige Gemälde in der Auktion mit regionalem Bezug. Ein weiteres Gemälde aus Müller-Meinhards Sammlung zeigt die Huder Wassermühle (etwa 1920 entstanden).

„Wir sind überaus dankbar für die Schenkung und sind gespannt eine Auktion im Gemeindesaal der Nikolai-Kirche machen zu können“, sagt Pastor der Kirchengemeinde Andreas Thibaut. Drei Jahre haben die Vorbereitungen gedauert, denn die Stücke mussten alle geschätzt werden, so Thibaut.

Die Auktion an der Nikolai-Kirche

Die Kunstauktion findet am Samstag, 10. August, im Gemeindesaal an der Nikolai-Kirche an der Hundsmühler Straße 111 statt.

Anschauen kann man sich die Werke an diesem Tag bereits ab 13 Uhr. Dann ist es möglich, Kontaktdaten zu hinterlegen.

Die Auktion beginnt direkt im Anschluss der Besichtigung gegen 14.30 Uhr.

Wer Fragen zu den verschiedenen Gemälden und Objekten hat, kann sich bereits im Vorhinein bei Kurt Dröge unter Telefon  0441/5 04 04 09 melden und sich informieren.

Bei den Stücken handelt es sich um Druckgraphiken, Gemälde, Skulpturen, kunstgewerbliche Objekte (Keramik, Metall, Glas). Von den eingangs erwähnten 100 Stück sind etwa 80 übrig, da einige bereits in anderen Auktionshäusern versteigert wurden.

Was für Werke werden auf der Auktion versteigert? Das weiß der Oldenburger Kurt Dröge, der die Auktion mitorganisiert. Er ist Kulturhistoriker. „Es handelt sich um moderne, zeitgenössische Kunst aus dem 20. Jahrhundert.“

Dem ein oder anderen dürften auch die Künstler bekannt vorkommen – denn es sind auch Werke von Oldenburgern dabei. „Zu den älteren gehören unter anderem Bernhard Winter und Norbert Marten. Aber auch jüngere zeitgenössische Künstler sind vertreten, wie Reinhard Pfennig und Hartmut Berlinicke“, sagt der Kulturhistoriker.

Weitere Druckgraphiken sind von bekannten modernen Künstlern, wie Paul Flora, A. Paul Weber oder Tamara Lempicka. Preistechnisch liegen die Druckgraphiken bei 20 bis 40 Euro (allesamt mit hochwertiger Rahmung versehen, laut Dröge). Die Gemälde gehen bis in den unteren dreistelligen Bereich. Zu den wertvolleren zählt auch eins von einer bekannten Vareler Künstlerin.

Mit der Spende der Gemälde knüpft Müller-Meinhard an die Anfänge seiner Kunstsammlung an. „Mein erster Kontakt mit Kunst war mit jungen, unbekannten Oldenburger Künstlergruppen. Denen habe ich geholfen einen Ort zu finden, wo sie ausstellen können“, erzählt der 86-Jährige.

Jetzt, wo er einen Teil gespendet hat, will er wieder etwas Gutes tun. Auf Wunsch des Stifters wird ein Teil des Erlöses auch in die Neugestaltung eines Jugendraumes neben dem Gemeindesaal verwendet werden. Außerdem sollen die „Altarwand veredelt“ und der Gemeindesaal renoviert werden, gab Pastor Thibaut bekannt.

Nathalie Langer Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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