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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Über die Kunst des Unsinns

11.02.2019

Varel Was wäre passiert, wenn einst ein Indianer durch Friesland spaziert und dabei auf einen besoffenen Bauern getroffen wäre? Unsinn wie dieser ist der Stoff, aus dem die großartigen Geschichten sind, die am Freitagabend im „Spijöök“ erzählt wurden. Die Aktionskunstgruppe „Menschenmüll“ hatte zu einem Rezitationsabend ins Kuriositätenmuseum eingeladen.

Zwischen all den skurrilen Ausstellungsgegenständen aus der friesischen Seemannswelt waren zahlreiche Stühle und Biertischbänke aufgestellt sowie eine kleine Bühne aufgebaut. Die Sitzplätze waren schnell belegt und wer zu spät kam, mussten sich mit einem der Stehplätze begnügen. Künstler Iko Chmielewski begrüßte die zahlreichen Gäste und wies darauf hin, dass man gerne auch das überteuerte Bier kaufen könne.

Nun betraten die Menschenmüller als „seemännisch bewandertes Personal“ die Bühne, um zu singen und zu rezitieren. Neben selbsterdachten Werken hörten die Besucher auch Bekannteres, was aus älteren Büchern vorgelesen wurde. Das Publikum erfuhr etwas über die Geschichte der Friesischen Freiheit, hörte Lieder vom dunklen Schiff am Horizont, die Erzählung über einen Seemann, der in verschiedenen Häfen verschiedene Frauen hatte oder das Lied vom Ei vom Lande und lauschte dem Gedicht vom Friesengewächs. Zwischen den Wortbeiträgen erklang immer wieder Musik, mal von einer Mundharmonika, mal von Instrumenten aus aller Welt des Trios „DrumPanDoo“ sowie von der „2-Menschen-Spijöök-Band“. Auch mutige Sänger gab es, die sich nach nur einer Probe im Toilettentrakt auf die Bühne wagten und das La-La-La-La-Lied vortrugen. Seemannslieder schmetterte der Chor „Halbe Lunge Dangastermoor“ und bei dem Wunschlied „Wenn ich einmal reich wär’“, stimmte das Publikum verständlicherweise mit ein. Neben Iko zählten Jörn, Kalle, Gerald, Achim, Hartmut, Elke, Muck und Panne zu den Akteuren dieses Kleinkunstabends.

Mit viel Beifall dankten die Zuschauer den Künstlern, die darauf hinwiesen, nur für zwei Stunden Gage zu erhalten und nun Feierabend machen zu wollen. Daraufhin nutzten einige Mutige aus dem Publikum die Gelegenheit, ebenfalls auf der Bühne Lieder und Gedichte vorzutragen. So gab es einen humorvollen und kurzweiligen, aber sehr langen Abend im Kuriositätenmuseum „Spijöök“.

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