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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Theater: Hier herrschen Recht und Ordnung

29.01.2018

Varel Die Beamten des „Lüttstadtreviers“ in Varel sind immer im Dienst – auch wenn sie eigentlich gerade im Theater sind. Da mussten sich die Besucher der Premiere auf eine spontane Polizeikontrolle einstellen: Mehr als ein Dutzend uniformierter Beamter durchleuchtete die Sitzreihen mit Taschenlampen, suchte mit Plüschspürhunden nach Drogen und Sprengstoff und einzelne Theaterbesucher wurden mittels Teppichklopfer auf verdächtige Gegenstände abgeklopft. Nach so einem Auftakt waren dem Ensemble des neuesten Stücks der Niederdeutschen Bühne Varel die ersten Lacher sicher.

„Lüttstadtrevier“ geht noch neun Mal auf Ganovenjagd

Weitere Vorstellungen von „Lüttstadtrevier“ im Tivoli, Windallee 21, gibt es immer um 20 Uhr am Dienstag, 30. Januar, Freitag, 2. Februar, Sonntag, 4. Februar, Dienstag, 6. Februar, Freitag, 9. Februar, Sonntag, 11. Februar, Freitag, 16. Februar und Sonntag, 18. Februar. Am Sonntag, 4. Februar, gibt es außerdem eine Nachmittagsvorstellung um 15.30 Uhr. Karten bei Tabula Magica, Neue Straße 6, Tel. 04451/9617919.

Geschrieben hat das Stück Marion Zomerland. Regie führt Elke Theesfeld mit Hilfe von Heike Wessels, die zugleich Souffleuse ist. Die musikalische Leitung hat Christel Spitzer inne, die Inspizienz übernimmt Daniela Buer.

In dem Stück spielen insgesamt 19 Darsteller mit – die meisten in mehreren Rollen. Auf der Bühne stehen Gitta Laßen, Günter Brüntje, Imke Schuer, Marlis Speckels, Christine Meyer, Annika Veith, Christel Spitzer, Guido Franz, Hilke Zahn, Michael Schulz, Juliane Eberhardt, Lea Butt, Lutz Bode, Saskia Lürßen, Sophia Künz, Wolfgang Grützmacher, Felix Schulz, Janik Schnittger und Wolfgang Stammer.

Hinter den Kulissen haben außerdem Egon Loop (Entwurf Bühnenbild), Andreas Frerichs, Dirk Brumund, Jens Uwe Meyer, Hugo Engberts, Eckhard Müller-Wehlau und Johann Onken (Aufbau Bühnenbild), Birthe Schulz (Malerarbeiten), Mona Lühring, Helga von Eßen, Nicole Beyer, Beate Butt (Maske), Arne Laßen, Tammo Padeken, André Jodanow und Julian Beyer (Licht und Ton) mitgewirkt.

Die Verantwortlichen beim Theater haben für die Inszenierung hoch gepokert: Nicht nur, dass das Ensemble mit 19 Schauspielern dieses Mal ziemlich groß ist – so groß, dass beim Abschlussapplaus die Beteiligten nur mit Mühe alle gleichzeitig nebeneinander auf die Bühne im Tivoli passten. Der überwiegende Teil hat auch noch mehr als eine Rolle. Manche stehen gar mit drei verschiedenen Rollen auf der Bühne. Dazu kommt, dass im Lüttstadtrevier nicht nur geschnackt, sondern auch viel gesungen wird.

Unter der Leitung von Christel Spitzer wurden die plattdeutschen Lieder zu Melodien bekannter Hits wie „Ein Bett im Kornfeld“, „Des-pacito“ und „99 Luftballons“ einstudiert – und das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen, auch wenn es die Stimmen der Darsteller auf der Bühne nicht immer leicht gegen die Musik aus den Lautsprechern hatten. Der Stimmung im Saal tat das keinen Abbruch: Die Zuschauer klatschten fleißig im Takt mit.

Aber worum geht es in „Lüttstadtrevier“? Gezeigt werden Szenen aus dem Revieralltag – ob es nun um gestohlene Äpfel, vermisste Goldhamster oder Schwarzfahren geht. Es sind viele kleine Geschichten, die in einzelnen Episoden erzählt werden. Besonders der Fall von Bernie, der, obwohl eher Muttersöhnchen, beim Ladendiebstahl erwischt wird und deshalb eine Nacht in der Zelle verbringen muss, sorgte für Lacher und ordentlich Applaus, als der Bernie verkörpernde Jannik Schnittger mit den Händen an den Gitterstäben zu Heintjes „Mama“ singt.

Insgesamt ist „Lüttstadtrevier“ eine unterhaltsame Inszenierung der Niederdeutschen Bühne, die natürlich vor allem mit seinen humorvollen Interpretationen bekannter Hits punktet – egal ob „Intobreken lohnt sich nich in Varel“ oder „Goode Nacht, Knackis“. Und allen Langfingern in der Stadt sei gesagt: „Bi ons gevt dat keen Pardon“, denn das Lüttstadtrevier sorgt hier „vöör Recht un Ordnung“.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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