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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Hier wird es schlüpfrig

23.10.2017

Varel Bevor sich im Tivoli der Vorhang hebt und die Premiere von „Warst Du mi ok Morgen fröh noch leev hebben?“ beginnt, dröhnt der Chart-Hit „Don’t be so shy“ (zu dt.: „Sei nicht so schüchtern“) aus den Lautsprechern. Passender könnte ein Song zu diesem Stück wohl kaum sein, denn hier geht es schlüpfrig zu: Peitschen werden geschwungen, Strapse präsentiert und von Treue hält hier auch kaum einer was.

Karten beim Gemeinnützigen Gewinnen

Die NWZ verlost für die Vorstellung am Dienstag, 24. Oktober, 20 Uhr, 10 mal 2 Karten. Wer die Tickets gewinnen will, muss an diesem Montag, 23. Oktober, 11 Uhr, unter Tel. 04451/ 99882511 anrufen.

Wer kein Glück beim Gewinnspiel hat, oder einfach zu einer anderen Vorstellung kommen möchte, kann bei Heike Wessels unter Tel. 04451/84138 Karten vorbestellen.

Neben der Vorstellung am Dienstag, 24. Oktober, 20 Uhr, sind noch acht weitere Termine geplant: 27.10., 29.10., 31.10., 03.11., 05.11., 10.11. und 12.11. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Eine zusätzliche Vorstellung um 15.30 Uhr findet am 29. Oktober statt.

Worum gehts es? Timm (Jan Fels) hat auf seiner Hochzeit mit Karin (Kerstin Resesky) seine beiden Chefs, Alfred (Harald Kaminski) und Hein (Peter Egenhoff), dazu eingeladen, es sich während seiner Flitterwochen für ein paar tage in seinem Haus bequem zu machen. Was die beiden nicht wissen: Beide haben eine Affäre mit der Frau des anderen und wollen beide Timms Haus als Ort für einen Seitensprung nutzen – nur kommen Timm und Karin eher als geplant aus ihren Flitterwochen zurück.

Alle drei Paare sind also gleichzeitig im Haus – und noch weiß niemand von den Affären der Chefs und ihrer Frauen Siegrid und Irmgard (Christine Meyer und Heike Wessels). Nachdem Timm und Karin aber dahinter kommen, tun sie alles dafür, dass das jeweils andere Paar nichts von dem Verhältnis erfährt, schließlich könnte für Timm eine Beteiligung an der Firma herausspringen. Irgendwo dazwischen hantiert auch noch Hausmeister und Schluckspecht Otto (Wilfried Päper) an den Wasserrohren im Haus herum.

Was folgt ist ein großes Chaos: Besonders Timm scheint mehrere Male kurz vor dem Nervenzusammenbruch zu stehen und starrt nur apathisch in die Luft oder dreht völlig durch, rennt kreuz und quer durchs Haus und verbringt manchmal kaum mehr als ein paar Sekunden im Raum. Jan Fels verausgabt sich dabei so sehr in seiner Rolle, dass ihm der Schweiß auf der Stirn steht.

Das Ensemble von „Warst du mi ok Morgen fröh noch leev hebben?“. BILD: Niederdeutsche Bühne Varel

Mehr als 30 Leute bringen das Stück auf die Bühne

Die Komödie „Warst Du mi ok Morgen fröh noch leev hebben?“ stammt aus der Feder von Brian Clemens und Dennis Spooner. Ins Plattdeutsche wurde sie übersetzt von Gerd Meier. Regie führte bei der Inszenierung der Niederdeutschen Bühne Varel Anke Hempel. Unterstützt wurde sie von Nicole Heeren. Der Job der Suffleuse kam Karin Reinefeld zu. Als Schauspieler auf der Bühne standen Jan Fels, Kerstin Resesky, Harald Kaminski, Christine Meyer, Peter Egenhoff, Heike Wessels und Wilfried Päper.

Hinter den Kulissen trugen außerdem noch viele andere Mitglieder der Bühne zum Gelingen des Stücks bei: Egon Loop lieferte den Entwurf für das Bühnenbild. Gebaut und aufgestellt wurde die Bühne schließlich von Andreas Frerichs, Dirk Brumund, Wolfgang Stammer, Jens Uwe Meyer, Hugo Engberts, Eckhard Müller-Wehlau und Gerd Onken. Für die Farbe am Bühnenbild sorgte Birthe Schulz, Marga Nößer zeigte sich zusammen mit dem Ensemble für die Kostüme zuständig. In der Maske machten Mona Lühring, Helga von Eßen, Nicole Beyer, Annika Veith und Beate Butt die Schauspieler fertig für die Bühne. Die Technik um Licht und Ton lagen in der Verantwortung von Arne Laßen, Tammo Padeken, Andre Jodanow und Lea Butt. Für Requisiten sorgten Karin Iden und Michael Schulz; die Inspizienz lag bei Caroline Theilen und Nicole Heeren.

Es ist ein schnelles Stück, das Tempo fängt hoch an und steigert sich im Verlauf des Stücks immer weiter. Kaum ist die eine Tür zu, fliegt eine andere schon wieder auf. Hochgehalten wird das Tempo auch durch die Drehtür. Hier tauchen die Schauspieler schonmal gleichzeitig auf und wieder ab.

Für reichlich Lacher sorgte Peter Egenhoff beim Publikum: Zwar kommt Hein beim Anblick von Strümpfen und Strapsen an seiner Irmgard völlig über seine Frau hinweg und darüber hinaus mächtig in Fahrt – hat dann aber offenbar doch ein Problem mit seiner Manneskraft. Irmgard löst es, indem sie ihm mit beiden Händen fest an den Hintern greift und ihm erklärt wie „leev“ sie ihn doch hat. Als dann Hein – nur bekleidet mit einer Mickey-Maus-Unterhose – vor lauter Männlichkeit kaum noch gehen kann, hält sich das Publikum vor Lachen nur mit Mühe auf den Stühlen.

Überhaupt versteht es das gesamte Ensemble, die Figuren herrlich überzeichnet zu spielen. Was am Ende bleibt, ist ein überaus unterhaltsamer, plattdeutscher Theaterabend.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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