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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Töpfermarkt In Varel: Wie Keramik das Leben bereichern kann

02.09.2019

Varel Eigentlich ist es ganz einfach: Wer sich mit schönen Dingen umgibt, hat im Leben vieles, worüber er sich freuen kann. „Die Dinge, die um einen herum sind, gehen eine Rückkopplung mit dem eigenen Leben ein. Das macht was mit einem, wenn man schöne Dinge um sich hat“, sagt Peter Bruckhuisen. In seiner Werkstatt in Waldbröl in Nordrhein-Westfalen stellt er Alltagskeramik in hellen, freundlichen Farben her – Krüge, Tassen, Teller, Knoblauchreiben und Eierbecher. Er war einer von vielen Händlern, die ihre Keramik am Wochenende beim Töpfermarkt auf dem Vareler Schlossplatz angeboten haben.

Am Nerv der Zeit

„Ich möchte, dass meine Gebrauchskeramik in den Alltag der Leute einzieht, dass morgens die Sonne aufgeht, wenn meine Arbeiten auf dem Frühstückstisch stehen.“ Deswegen nutze er die sanften, pastellschimmernden Farben Hellblau, Rosa, Mintgrün und ein zartes Orange. Die meiste Zeit des Tages verbringt er in seinem Atelier. „Wenn sich die Scheibe dreht, bin ich eins mit dem Universum. Dann brauche ich nichts anderes mehr“, sagt Peter Bruckhuisen. Eigentlich ist er Kachelofenbauer, doch mit seiner Keramikwerkstatt hat er jetzt seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. „Am liebsten würde ich den ganzen Tag in der Werkstatt sitzen“, sagt er – doch irgendwo muss ja auch das Geld herkommen.

Also ist er an den Wochenenden auf Märkten dabei. „Und es tut gut, mit den Kunden ins Gespräch zu kommen, zu hören, was sie interessiert und was sie brauchen. Denn man kann nicht nur träumen, man muss hellwach sein und schauen, wo der Nerv der Zeit ist. Man kann nicht heute so Keramik machen wie vor dreißig Jahren.“

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Moderne und abwechslungsreiche Keramik gab es beim Vareler Töpfermarkt nicht nur für die Küche, sondern auch für den Garten, von ausgefallenen Vogeltränken bis zu immerblühenden Blumen aus Keramik. Die Blumen hat Petra Bottke in ihrem Keramikatelier in Loxstedt geschaffen. Ein paar Meter weiter bot Folkert Grahlmann aus Clausthal-Zellerfeld Keramik für den Garten an – hergestellt aber hat er sie nicht selbst. „Das macht meine Frau“, sagte der gebürtige Jeveraner. „Sie ist in der Werkstatt und ich fahre an den Wochenenden zu Märkten.“ Türme, Kugeln, Vogeltränken und Windspiele gehören zum Repertoire seiner Frau Andrea Grahlmann.

Jahrtausende alte Steine

Zum Töpfermarkt gehören jedes Mal auch ausgewählte Stände, die nichts mit Keramik zu tun haben. Einen davon hatte in diesem Jahr Melanie Wilken aus Schleswig-Holstein. Die gelernte Edelsteinschleiferin hatte selbst geschliffene Schmuckstücke aus besonderen Steinen mit zum Markt gebracht und brachte den Besuchern an ihrem Stand die Faszination für Mineralien näher – vom Achat über den Bergkristall bis zum Rosenquarz.

„Ich mache den Leuten gerne bewusst, wie viel Zeit und Arbeit in den Schmuckstücken steckt“, sagt Melanie Wilken. Die Steine bezieht sie von Händlern aus der ganzen Welt – dabei achte sie aber darauf, dass sie ohne Kinderarbeit und zu fairen Bedingungen gefördert wurden. Und wer daran glaube, könne auch die Energiewellen spüren, die die Steine aussenden. „Steine können einen positiven Einfluss auf den haben, der sie bei sich trägt.“ Allein das Erlebnis, die glatt geschliffene Oberfläche zu fühlen, könne einen beruhigenden Effekt haben, ebenso wie der Gedanke daran, dass die Steine Tausende Jahre alt sind.

Gesucht und gefunden

Viele Vareler und auch Urlaubsgäste schlenderten am Sonntag über den Töpfermarkt auf dem Schlossplatz. Etwas weniger los war am Samstag, da war es wohl einfach zu heiß. Einige Besucher ließen sich von den Angeboten der Händler inspirieren, andere gingen zielstrebiger vor. So wie Nicole Ihl. Die Varelerin suchte den Stand von Dulli Engel aus Schleswig-Hostein auf. Die Kunsthandwerkerin fertigt Vasen, Schalen und Becher für den täglichen Gebrauch. „Ich bin hier, um mir einen neuen Becher zu kaufen“, sagte Nicole Ihl, und sie hat auch schnell einen beigen, bauchigen Kaffeebecher mit kleinen Fischen darauf gefunden. Perfekt für den Morgenkaffee, findet Nicole Ihl: „Im vergangenen Jahr habe ich hier auch schon eine meiner Lieblingstassen gekauft.“


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Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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