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Leben mit dem Asperger Syndrom – Wie Leticia Kittler damit umgeht

14.04.2021

Varel /Zetel /Roffhausen Leticia Kittler, Künstlername: „Litti“, leidet unter dem Asperger Syndrom. Dabei handelt es sich um eine autistische Entwicklungsstörung.

Eines der Hauptkennzeichen der Krankheit ist, dass die Betroffenen schlecht die Gefühle und Emotionen anderer Menschen erkennen.

Litti hat einen IQ von 179. Zum Vergleich: Die Durchschnittliche Intelligenz liegt bei 100, ab 130 gilt jemand bereits als hochbegabt. Bei Menschen mit Asperger Syndrom ist ein hoher IQ nicht selten. „Ich kann mich an alles erinnern, ich vergesse nichts. Das war in der Schule ganz gut, aber eigentlich ist es nur anstrengend“, sagt die 24-Jährige.

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So genau weiß Litti gar nicht, was sie von anderen unterscheidet. „Ich finde mich ganz normal.“ Sie hat nur eine Ahnung.

Zum Beispiel sind ihre Sinne deutlicher ausgeprägt. Alles ist für sie lauter, heller, einfach intensiver. „Ich nehme mehr wahr, und alles gleichzeitig, das ist manchmal zu viel für mich und ich weiß nicht, worauf ich mich konzentrieren soll.“

Auch der Kontakt mit Fremden fällt Litti schwerer als anderen Menschen. „Als ich klein war, habe ich über mehrere Jahre mit niemandem außer meinen Eltern gesprochen“, erinnert sich Litti. Noch heute ist es für sie eine Herausforderung, sich auf Fremde einzustellen. Für ihre Arbeit kommuniziert sie deshalb lieber schriftlich.

Aufgrund ihres Zustandes kann Litti nicht normal arbeiten. Zu fundamental greift die Krankheit in ihre Basisfunktionen ein. „Ich muss aktiv stehen, also mich manchmal aktiv daran erinnern, stehen zu bleiben, sonst kippe ich einfach um.“ Für sie und ihren Freund Christoph Kolodziej war die Diagnose aber eine Erleichterung. „Es ist gut, endlich Gewissheit zu haben“, sagt Kolodziej. „Jetzt versteht er meine Macken etwas besser“, sagt Litti lächelnd.

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Freya Adameck Redakteurin / Redaktion Ostfriesland
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