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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Vareler Friedhof etwas Besonderes im Nordwesten

03.07.2007

VAREL Eine kleine, aber hoch interessante Ausstellung „150 Jahre Friedhof Varel“ ist seit vergangenem Sonnabend in der Remise an der Vareler Windmühle eröffnet worden. Der Heimatverein Varel hat in Zusammenarbeit mit Klaus Taddey, dem Verfasser des Heimatheftes Nummer 15 über die Vareler Friedhöfe, und Udo Klün Dokumente und Fotos zusammengetragen und mit einfachen Bordmitteln aufgebaut. Zu sehen der Überblick über die Vareler Friedhofsgeschichte bis zum 29. Juli an den Öffnungstagen der Vareler Windmühle, und zwar mittwochs, sonnabends und sonntags jeweils von 10 bis 12 Uhr.

Nach der Einweihung am 30. Juni 1857 entwickelte sich der Vareler Friedhof an der Oldenburger Straße zu einem besonderen im Nordwesten. Die Planer hatten Weitsicht bewiesen und ein Gelände gewählt, das über Generationen hin erweiterungsfähig war. Um im Herbst nicht im Laubfall zu ersticken, wurden als Bepflanzung nur Nadelgehölze zugelassen. „Botaniker aus allen Teilen Deutschlands bewundern den Friedhof wegen seiner alten und vielfältigen Gehölzflora“, freute sich Hans-Georg Buchtmann, Vorsitzender des Heimatvereins, in seiner Eröffnungsrede. Dem schloss sich auch Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner an. „Dieser parkähnliche Friedhof zählt zu den schönsten im Nordwesten. Mein Dank geht an den Heimatverein für sein großes Engagement“, so Wagner.

Hervorzuheben ist, dass eine große Anzahl von alten Grabstelen aus dem 17. und 18. Jahrhundert vom alten Friedhof an der Hindenburgstraße auf dem Friedhof an der Oldenburger Straße ihren endgültigen Ruheplatz gefunden haben. „Besonders interessant ist eine Stele mit dem Datum 30. Februar 1648. Dieses Datum hat es nie gegeben. Taddey hat nach langen Recherchen auch hierfür eine Lösung gefunden, die in seinem Buch für 8,50 Euro nachzulesen ist“, so Buchtmann.

Der Vareler Friedhof zeichnet sich noch durch weitere Besonderheiten aus. Ihm ist ein Soldaten- und Ehrenfriedhof angegliedert. Zudem steht er Menschen aller Konfessionen und Glaubensrichtungen als letzte Ruhestätte offen. Begraben sind hier unter anderem Karl Storm, der Sohn von Theodor Storm, Olga Potthast von Minden, Franz Radziwill und Hans Schütte.

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