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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Hundertjährigen-Treff: Vier Frauen im dreistelligen Alter

27.11.2013

Zetel „Es ist das erste Mal, dass es so etwas bei uns gibt.“ Das hat am Montag Maria Bockhorst-Wimberg gesagt, Einrichtungsleiterin des St.-Martins-Heims des Diakonischen Werks Zetel. Gleich drei Hundertjährige wohnen derzeit in dem Heim, Anna Koch, Hertha Schröder und Gerda Stoll – sowie zudem Herta Petersen mit 101 Jahren. Die vier Frauen wurden am Montagnachmittag anlässlich eines musikalischen Nachmittags gemeinsam geehrt.

Auf Geburtstag gewartet

Seine guten Wünsche überbrachte Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann. Zwei der geehrten Frauen hatte er erst kürzlich getroffen, jeweils auf dem Zeteler Markt: Hertha Schröder hatte er zur Eröffnung des Markts zum Grünkohlessen im Hankenhof begrüßt, Anna Koch als älteste Teilnehmerin beim Seniorennachmittag (die NWZ  berichtete). Für Hertha Schröder sei er ein junger Kerl, wie sie ihm gegenüber einmal gesagt hatte. So bedankte er sich bei allen vier geehrten Frauen dafür, dass er als junger Kerl – Jahrgang 1951 – an dem Nachmittag dabei sein durfte.

Jüngste unter den vier Frauen ist Gerda Stoll, sie hatte am Sonntag Geburtstag. „Darauf haben wir das ganze Jahr gewartet“, erklärte Maria Bockhorst-Wimberg, schließlich sollte es eine offizielle Feier für alle über 100 Jahren geben. Gerda Stoll stammt gebürtig aus Pommern und ist zu Kriegszeiten auf der Flucht mit Pferd und Wagen in der Zeteler Marsch gelandet. Sie lebte viele Jahre in Bockhorn, bevor sie vor gut einem Jahr ins Heim umzog. Wie schon jahrzehntelang zuvor liest sie auch im Heim noch stets die Nordwest-Zeitung.

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„Heute wäre ich eine Französin“, sagt Hertha Schröder auf die Frage nach ihrer Herkunft. Sie wurde im April 1913 im Elsass, in Straßburg, geboren. Da ihr Vater Offizier war, ist sie als Kind mit der Familie viel herumgekommen. Langeweile kennt sie nicht – auch nicht jetzt im Heim, wie sie sagt. Sie liest viele Bücher. „Man muss sich selber einen Rahmen schaffen“, meint sie.

Anna Klein, geboren im März 1913, ist gebürtig aus dem Ammerland, aus Vreschen-Bokel. Sie lebte unter anderem zehn Jahre in Oldenburg, bevor sie nach Neuenburg kam. Im St.-Martins-Heim in Zetel hilft sie jetzt gerne mit, schält Kartoffeln, backt Kuchen oder spielt auch gerne Bingo. „Ich habe noch keine Langeweile gehabt“, erklärt auch sie. „Ich kann mich hier beschäftigen.“

Umzug im Heim geplant

Die Älteste in der Runde der Frauen, Herta Petersen, wurde November 1912 in Wilhelmshaven geboren. Sie ist erst vor drei Wochen ins St.-Martins-Heim gekommen. Nach ihren Aussagen gibt es im hohen Alter „mal bessere, mal weniger gute Tage.“ Dabei bedauert sie vor allem, dass ihre Augen nachlassen und sie nicht mehr richtig lesen kann. Aber sie möchte sogar noch umziehen. Derzeit bewohnt sie ein Doppelzimmer im Heim, künftig möchte sie in einem Einzelzimmer wohnen.

Den musikalischen Nachmittag gestalteten nebst den Sängern des Heimchors auch Kinder des Kindergartens Regenbogenfisch. Sie trugen Ständchen und zwei Herbstlieder vor. Die ältesten unter ihnen waren gerade mal sechs Jahre alt – 94 beziehungsweise 95 Jahre jünger als die Frauen, zu deren Ehren sie sangen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Anke Wöbken Varel / Redaktion Friesland
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