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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Vom guten Geist der Literaturtage

12.06.2017

Horumersiel Bevor das Freundschaftsspiel zum Schlachtfest ausartete, pfiff der Schiri ab: Mit 9:1 hat die 1. Herren der SG Wangerland-Tettens die Autoren-Nationalmannschaft „Autonama“ aus Berlin am Samstag besiegt.

7:2, diesen Endstand hatte Andreas Reiberg, einer der Organisatoren der 4. Horumersieler Literaturtage, vorausgesagt – und lag knapp daneben. Autoren, Zuschauern und den beiden Mannschaften selbst machte das Fußballspiel viel Spaß. Und Michael Hellbusch vom Orga-Team konnte am Abend bei der Abschlussveranstaltung der 4. Horumersieler Literaturtage auch wieder lächeln – er hatte sich beim Kicken für die Autoren den Knöchel vertreten.

Reiberg, Hellbusch und Erhard Ahlrichs zogen ein sehr zufriedenes Resümee der 4. Literaturtage: „Es werden immer mehr Autoren und Teilnehmer“, freute sich Hellbusch. Nur die Einheimischen machen sich etwas rar – die Teilnehmer an den Workshops der Literaturtage kommen meist von außerhalb.

Sehr schön sei jedoch die Zusammenarbeit mit der Jugendpflege Wangerland: Die bot einen Workshop mit Poetry-Slamerin Annika Blanke an. Und so standen Laura Wichmann, Stefan Feddermann und Tabea Dörfel am Abend auf der Bühne des Haus des Gastes und trugen ihren Teamtext „Morgen wird alles ganz anders“ vor.

Es geht darin um Träume, um Wünsche – und um die Realität, die oft ganz anders ist als erhofft. „Erwarte viel vom Leben, aber warte nicht zu lang“, texten die Jugendlichen.

Melancholisch die Texte, die im Workshop „Dem Wind entgegen“ entstanden sind: Freiheit und Einsamkeit, Himmel, See und Unendlichkeit und viele Tränen behandeln sie.

Spannend und leicht nervenaufreibend die Gemeinschafts-Kurzgeschichte, die Ergebnis des experimentellen Schreibens mit Claudia Schneider ist: Sie handelt von zwei Kindern, die auf der Luftmatratze abtreiben – und einem Finanzbeamten, der sich am Ende doch zur Rettung durchringt. „Mit gutem Testat“, so der Schlusssatz.

„Das ist der Geist der Literaturtage: Viele unterschiedliche Menschen kommen zusammen und irgendwie fügt sich alles“, freute sich Moderatorin Britta Eden.

Nicht nur Texte, sondern auch Flaschenpost ist bei den Literaturtagen entstanden: Judith Hermann und Karin Mennen hatten den Workshop-Teilnehmern als Aufgabe gegeben, über eine fiktive Reise zu schreiben. „Ich hatte ein Wort, doch es ist mir entfallen“, lautet der Text in einer Flasche.

Als Zugabe und Überraschung las Tanja Langer ihre Geschichte „Die Rache des Seewiefkens“ vor – ein Resümee der drei Literaturtage: Die Geschichte handelt vom „Seemännchen“, das sein Seewiefken, das von den Minsern festgesetzt wurde, sehr vermisst und sich auf die Suche nach ihm macht. Als die beiden sich wiederfinden, ist ihre Freude so groß, dass ihre Liebesleidenschaft eine Sturmflut entfacht – eine neue Deutung der Seewiefken-Geschichte.

Riesen-Dank zollte das Orga-Trio Natascha Hohnstein von der Bücherinsel Horumersiel: „Die Buchhandlung ist voll mit Büchern zu den Literaturtagen“, sagte Britta Eden. Und auch für André Dehmel, Hausmeister im Haus des Gastes, gab es viel Lob – und ein Buch dafür, dass er alles möglich gemacht hat.

Ach ja: Und bei den 5. Literaturtagen 2019 soll es auch ein Rückspiel der „Autonoma“ gegen eine Wangerland-Auswahl geben.

Melanie Hanz
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965311

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