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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Schlosskonzert: Von Bach bis Vuvuzela-Boogie

10.06.2016

Jever Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass es nur gute oder schlechte Musik gibt und keine ernste oder Unterhaltungsmusik, dann hat das Bremer Kaffeehausorchester den beim Eröffnungskonzert im Schloss glanzvoll erbracht. Mit einem Augenzwinkern bedienten sie sich bei allen Musikrichtungen, die es so gibt, und bezauberten die Besucher im voll besetzten Audienzsaal mit einer wirklich bunten Reise durch die Stile der Musik.

Zum ersten Schlosskonzert 2016 platzten Audienzsaal, Vorraum und sogar die Galerie fast aus den Nähten – so viele Gäste wollten das Bremer Kaffeehausorchester hören. Konzert-Organisatorin Christel Ney und Museumsleiterin Prof. Dr. Antje Sander hoffen natürlich, dass auch die beiden folgenden Schlosskonzerte und das Wandelkonzert zum Abschluss so gut besucht sein werden.

Die nächsten Schlosskonzerte

13. Juli, 20 Uhr: Das Ensemble El Galéon 1600 entführt unter dem Titel „Los Temperamentos“ ins Lateinamerika des 15. und 16. Jahrhunderts. Es zeigt anhand verschiedener Werke die Entwicklung der Musik auf beiden Seiten des Ozeans. Auch das Ensemble setzt sich aus Musikern aus der „alten“ und der „neuen“ Welt zusammen.

17. August, 20 Uhr: Hamburger Ratsmusik mit Dirk Hauenschild (Tenor) und der Tanzakademie am Meer.

9. September, 19 Uhr: Zum festlichen Abschluss der Konzertreihe gibt es das „Wandelkonzert“: Die Gäste erwartet Musik verschiedener Epochen und Stile.

Karten für die Schlosskonzerte gibt es im Vorverkauf im Schlossmuseum für 18 Euro, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre haben freien Eintritt. Karten fürs Wandelkonzert kosten inklusive Büfett und Getränken für Erwachsene 62 Euro, für Schüler/Studenten 16 Euro, für Kinder bis zehn Jahre 10 Euro. Infos: Tel. 04461/969 35 33.

Wie vielfältig sie sind, zeigten die fünf Musiker, als sie direkt nach Johann Sebastian Bachs „Arioso“ Deep Purples „Smoke on the Water“ anstimmten. Dem alten Johann Sebastian hätte das möglicherweise gut gefallen. Gleich mit mehreren Stücken – „Penny Lane“, „Michelle“ und „Come together“ – erwiesen sie auch den Beatles ihre Referenz. Und von Duke Ellington über Verdis „La donna e mobile“ – „Da dürfen Sie gerne mitsingen“ – bis zu Georg Kreislers „Liebesleid“ und dem Schmachtstück „Greensleeves“ reichte ihr Spektrum.

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Besonderer Liebling der fünf Musiker ist wohl Gustav Maria Bachpelz. Der hat nicht nur so etwas Schönes geschrieben wie „Irish Coffe“, sondern auch den „Vuvuzela Boogie“ und ein Stück für Trillerpfeife, das natürlich in Erwartung kommender Fußballereignisse nicht fehlen darf. Auch wenn Constantin Dorsch an der Vuvuzela Begeisterungsstürme hervorrief, darf man doch hoffen, dass dieses Instrument zur EM in Frankreich nicht wieder in Mode kommt.

Locker, mit viel Swing, Humor und großer Spielfreude verwandelten die fünf Musiker, die inzwischen seit 26 Jahren miteinander musizieren mit Violine, Saxophon, Violoncello, Kontrabass und Klavier, den Audienzsaal in ein musikalisches Kaffeehaus und machten Lust auf die weiteren Schlosskonzerte dieses Sommers.


Mehr Infos unter   www.schlossmuseum.de 
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