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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Von Kartenspiel bis Schmuck und Kleider

12.12.2016

Jever Anne Knobloch hat es auf den Punkt gebracht: „Im jeverschen Schloss ist einfach für jeden etwas dabei.“ Sie selbst war eine von vielen Besuchern zum Tag der offenen Tür im Schlossmuseum Jever.

Von Kaffeesatzlesen über weihnachtliches Basteln für Kinder bis hin zu einer Tee­zeremonie gab es am Sonntag wieder ein buntes Programm für die ganze Familie. Auch die vorläufigen Ergebnisse des Projekts „Starke Frauen – mutige Mädchen“ konnten sich die Gäste anschauen.

Wie berichtet, hatte das Schlossmuseum Mädchen von sechs bis 18 Jahren zur Entdeckungstour durchs Schloss eingeladen. Eine Gruppe hat dann ein Schlosskartenspiel selbst erfunden. Darin geht es um vier wichtige Frauen: Cäcilie von Schweden, Katharina II., auch Katharina die Große genannt, die deutsche Malerin Therese von der Vring und natürlich Fräulein Maria aus Jever. Wie das Spiel geht – das haben die Mädchen allen Interessierten selbst erklärt.

Schmuck und Kleider

Eine zweite Gruppe hatte mit der Goldschmiedin Ursula Lücke in der Goldschmiede Körffer in Jever eigenen Schmuck herstellt. Eine dritte Gruppe hat Kleidung in Mini-Format selbst genäht. Beide Gruppen hatten sich natürlich reichlich Anregungen von Dingen aus Metall und Stoff aus dem Schlossmuseum geholt. „Das hat viel Spaß gemacht“, sagen Paula und Leonie, die Kleider genäht und bemalt haben. „Am Anfang war es gar nicht so leicht, sich etwas auszudenken – aber es hat geklappt.“

Über andere Projekte aus dem Schloss erzählten die Schüler Constantin, Bela, Nujiyan und Jasmin. Constantin las eine Geschichte über den Geburtstag von Ratte Remmer vor, die er mit seinen Mitschülern geschrieben hatte.

Die anderen drei beschäftigten sich mit der Frage „Was würdest Du mitnehmen, wenn du auf der Flucht wärst?“ Jasmin wählte zwei Schalen mit eingravierten Gebeten auf arabisch von ihrer Oma. „Es heißt: Wenn ein Baby schreit, soll man Wasser hin­eingießen, hineinpusten und das Wasser dann über den Kopf des Babys schütten“, sagt Jasmin. „Dann hört das Kind auf zu schreien.“

Die zehnjährige Nujiyan würde dagegen einen Teddy mitnehmen. „Darin sind heilige Kugeln, sie bringen Glück und Gesundheit“, erklärt sie. „Die Kugeln stammen aus einer kurdischen Kirche. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben.“ Seinen Ohrring würde Bela mitnehmen – auch der soll ihm Glück bringen. „Den hab ich sogar von meinem eigenen Geld bezahlt“, sagt er.

Blick auf Ausstellungen

Neben den vielen Projekten konnten die Besucher aber auch die normalen Ausstellungen im Schloss anschauen – so wie Anne Knobloch mit ihrer Familie sowie Antje Bussmann. Sie sahen sich alle gemeinsam mit ihren Kindern die alten Spielsachen an, die im Schloss ausgestellt sind. „Hier sehen unsere Kinder auch mal, welche Spielsachen wir früher hatten“, sagt Anne Knobloch. „Nicht nur Technik und Glitzer – das meiste war aus Holz“, meint Antje Bussmann. Beide finden es gut, dass ihre Kinder all das kennen und sind sich einig: „So lernen sie dazu. Deshalb ist das Schloss immer ein Besuch wert.“


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.youtube.com/nwzplay 
Video

Antje Brüggerhoff
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965312

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Schlossmuseum Jever

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