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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Serie: Vor Misthaufen und Obstbäumen

06.04.2017

Sandelermöns „Neues aus Büttenwarder“, wegen zu geringer Einschaltungsquote aus dem ARD-Abendprogramm gestrichen, ist in NDR zu einer Kultsendung geworden. Die Wiederaufnahme geschah nur durch eine Aktion von Jan Fedder – das erzählte Autor Norbert Eberlein im Dörphus Sandelermöns. Der Hauptdarsteller vom Großstadtrevier hatte den Programmdirektor bei einer Veranstaltung mit dem Reim konfrontiert: „Struve, Struve alter Mörder, gib mir zurück mein Büttenwarder“.

Am Dienstagabend erfuhren die vielen Besucher im Dorfbürgerhaus Sandelermöns bei „Lütt und Lütt“ so einiges von Büttenwarder und dem urkomischen Hof, der mit dem Dorfkrug die Szenen beherrscht. Im Dorfbürgerhaus waren aus der Serie Valentin Holch (Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft), Autor Norbert Eberlein und die Redakteurin Diana Schulte-Kellinghaus zu Gast. Der Dorfbürgerverein gehörte zu den 35 Ausgewählten der Aktion „Wir bei Euch - Wünsch Dir Deinen NDR“.

Ganz im Stil von Büttenwarder hatten die Sandelermönser den Vorplatz ihres Dörphus verwandelt und Trecker und Moped, wenn auch nicht in Rot, positioniert. „Das Dorf Sandelermöns passt als Büttenwarder nahezu so, wie die Faust aufs Auge“, sagte Diana Schulte-Kellinghaus. Die Serie um die norddeutschen Originale Kurt Brakelmann (Jan Fedder) und Arthur „Adsche“ Tönnsen (Peter Heinrich Brix), ist auch für die nächsten sechs Folgen gesichert.

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Gedreht wird im Sommer in Grönwohld im Kreis Stormarn in der Gaststätte, in der Adsche und Brakelmann „Lütt und Lütt“ alkoholfrei trinken und mit den anderen Dorfbewohnern über Gott und die Welt schnacken. Nur sieben Kilometer weiter in Granderheide bei Trittau, ist die Bauernhof-Kulisse, wo Kurt Brakelmann lebt und dessen Bewohner kürzlich verstarb. Das alte Backsteingebäude ist ein in die Jahre gekommener Bauernhof, idyllisch umgeben von verwachsenen Obstbäumen und seinen Büttenwarder-charakteristischen windschiefen Holztoren.

Dabei weiß man oft gar nicht genau, was von alldem Büttenwarder ist und was nicht. Requisite sind der vom Regen durchtränkte Misthaufen, wacklige Holzstühle und der kleine Gartentisch, der staubige Fernseher, der an der Scheunenwand lehnt und auch der Kühlschrank und die Hühner.

Echt sind dagegen die alte Walze, das verwitterte Kaninchengitter und die rostige Pumpe. „Viel verändern dürfen wir an dem Gebäude nicht, sonst bricht es uns zusammen“, sagte Schulte-Kellinghaus schmunzelnd.

Jährlich an fünf Tagen in sechs Wochen dreht die Crew für sechs Folgen und kommt pro Drehtag auf vier bis sieben Minuten Sendezeit. Etwa 35 bis 45 Leute arbeiten am Set, Mitarbeiter der Maske und Garderobe, Regie, Technik und Statisten.

Zwei Ampeln stehen während der Drehszenen auf Rot, kein Autogeräusch soll die Büttenwarder-Idylle stören. „Für die Dreharbeiten verfolgt das Produktionsteam die Wettervorhersage. Wenn klar ist, dass es regnen wird, versuchen wir, auf eine Innenraumszene umzuplanen“, erklärt Produktionsleiter Valentin Holch.

Im Mittelpunkt der Geschichten: Brakelmann und „Adsche“, die immer wieder erfolglos versuchen, ein Geschäft aufzuziehen – Pleite, wie immer. Die beiden verkörpern Originale, die es leider nur noch viel zu selten gibt. Sie sind knatschig, störrisch, rührend und liebevoll und verstehen die Kunst, mit wenigen Worten viel zu sagen. „Die Natur und wie das alles blüht. Das ist doch wunderbar“, oder: „Ist es nicht wieder herrlich heute?“ – Und das war auch der Abend in Sandelermöns, über den in der nächsten Woche auf der NDR-Homepage berichtet wird.

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