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NWZonline.de Region Friesland Kultur

50 Jahre Stadtkirche: Wahrhaft überirdische Gefühle

02.06.2014

Jever Nach einem verheerenden Brand wurde vor 50 Jahren die neu erbaute jeversche Stadtkirche ihrer Bestimmung übergeben. Dieses Jubiläum wurde am Sonnabend mit einem Konzert der Stadtkantorei Jever, den Solisten Dorothea Winkel (Sopran), Frauke Becker (Sopran), Hilke Andersen (Alt), Wolfgang Klose (Tenor) sowie Werner Kraus (Bass-Bariton) und dem Ensemble Concertino Jever unter Leitung von Klaus Wedel gefeiert.

Das Konzert war geprägt durch Werke, die Lobpreis, Freude und Dankbarkeit thematisieren, und begann mit zwei Werken von Henry Purcell (1659 bis 1695): „Te Deum“ und „Jubilate“. Beide Werke beginnen mit strahlendem Trompetenklang, dem ein gleichberechtigter Wechselgesang zwischen Chor und Solisten mit Orchesterbegleitung folgt. Der häufige Wechsel von Chor und Solisten ist sehr reizvoll, wobei das etwas Herbe und Ungeglättete in Purcells Musik deutlich wird.

Chor und Solisten wurden dieser Aufgabe gerecht, wobei der Bass-Bariton manchmal etwas zu dominierend hervorstach.

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Als nächstes wurde Johann Sebastian Bachs (1685 bis 1750) Konzert d-moll für Oboe, Violine, Orchester und Basso continuo musiziert. Dieses Konzert stellt große Anforderungen an die Solo-Oboe und -Violine, und es war für Stefanie Buttjes-Schweikhard sicher nicht einfach, kurzfristig den Part der Solo-Violine zu übernehmen. So kam es, dass Oboe und Geige nicht ganz ausgewogen klangen und das reizvolle Wechselspiel zwischen Oboe (Anja Schmiel) und Violine, das dieses Konzert in besonderer Weise auszeichnet, etwas eingeschränkt war. Das Orchester begleitete einfühlsam.

Als krönender Abschluss des Konzerts kam das Himmelfahrts-Oratorium von Bach zur Aufführung. Neben dem Himmelfahrtsgeschehen sind auch in diesem Werk Lob, Preis, Dank, Freude aber auch Hoffnung Thema – und so passte es hervorragend zu dem Jubiläumskonzert.

Die tragenden Instrumente sind hier die Bläser, was vielleicht das Aufsteigen in den Himmel, in die Helligkeit besonders gut untermalt und nachfühlen lässt. Der Kontrast zwischen Bass-Bariton und Flöten in dem Rezitativ „ Ach Jesu ist dein Abschied schon so nah“ zeigt einerseits die Klage (Bass-Bariton) und andererseits die Hoffnung (Flöten) auf das Wiedersehen.

Besonders eindrucksvoll ist die letzte Arie: „Jesu, deine Gnadenblicke“, in der Sopranstimme, Flöte und Oboe wahrhaft ein überirdisches Empfinden auslösen. Sopran (Dorothea Winkel), Flöte (Angela Dohmen und Oboe (Anja Schmiel) ist dieser Part hervorragend gelungen.

Solisten, Chor und Orchester konnten dem Zuhörer die besondere Stimmung und Aussage dieses Bach’schen Werkes überzeugend vermitteln.

Kreiskantor Klaus Wedel, dem Leiter des Konzerts sei besonders dafür gedankt, dass er für seine Aufführungen immer wieder Werke der Kirchenmusik aussucht, die nicht allgemein bekannt sind und so dem Zuhörer Neues und Anregendes zu Gehör bringt.


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