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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Zum Tod Von Karl Alfred Wolken: Mit „Schnapsinsel“ Wangerooge ein Denkmal gesetzt

09.07.2020

Wangerooge /Rom Trauer um den Wangerooger Schriftsteller Karl Alfred Wolken: Er ist am 2. Juli im Alter von 90 Jahren in Rom gestorben. Beigesetzt wird er fern seiner Insel-Heimat im Florenz, teilte die Familie mit.

Hauptsächlich in den 60er und 70er Jahren war Wolken eine bekannte Figur der deutschen Nachkriegsliteratur. In den vergangenen Jahren ist es um den Poeten von der Insel still geworden. Er ist als Verfasser von Lyrik – vorwiegend Balladen – und Prosa – vorwiegend Erzählungen – hervorgetreten.

Wolken, geboren am 26. August 1929, lebte bis 1943 auf Wangerooge, sein Elternhaus steht an der Kapitän-Wittenberg-Straße und befindet sich im Familienbesitz. Er besuchte danach Schulen im Harz und in Süddeutschland und wurde noch zur Wehrmacht eingezogen. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft absolvierte der Sohn eines Schmieds eine Tischlerlehre und arbeitete von 1949 bis 1959 in Süddeutschland.

1960 brachte er seinen ersten Roman heraus: „Die Schnapsinsel“. Es liegt nahe, wo Wolken seine Inspiration gefunden hat. „Die Welt wird mit allen Sinnen erfasst… es wird tüchtig geliebt, kräftig gegessen und getrunken, gewaltig gefeiert und ebenso gearbeitet“, heißt es im Klappentext des Romans. Wolken malt in der Schnapsinsel wunderbar lebendige Bilder vom Leben auf Wangerooge. Beim Lesen entstehen Filme im Kopf, man hört innerlich die Geräusche des Inseldorfs.

1962 erhält der Wangerooger ein Stipendium in der Villa Massimo in Rom. Das Stipendium gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen Deutschlands für herausragende Künstler u. a. in der Literatur. Die Stipendiaten werden zu einjährigen Studienaufenthalten eingeladen. In Rom lernt Wolken auch seine Frau Elisabeth, geborene Gericke kennen, die von 1965 bis 1993 Leiterin der Deutschen Akademie in der Villa Massimo war. 1975 erhielt er den Georg-Mackensen Literaturpreis.

Wolken gehörte außerdem zu den Autoren der Gruppe 47, die jungen Schriftstellern eine Plattform zur Erneuerung der deutschen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg bot und zu einer einflussreichen Institution im Kulturbetrieb der jungen Bundesrepublik avancierte. Die Treffen der Gruppe 47 wurden von bedeutende zeitgenössische Autoren und Literaturkritikern beeinflusst.

Wolken war Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller und des deutschen P.E.N.-Zentrums.


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