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Mehr als 200 Tote nach Explosionen in Sri Lanka
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Aktualisiert vor 36 Minuten.

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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Wenn Aliens in Jericho einfallen

14.01.2012

JEVER „Sehr geehrter Herr Schröder, (…) Sie sind sauber. Ich bin es auch. Aber von Männern wie uns gibt es nicht mehr viele. Und deshalb müssen wir uns verbünden. (…) In Jericho sind seltsame Dinge geschehen. (…) Die Menschen dort verändern sich. (…) Sie werden ersetzt durch identische Kopien.“

Mit diesem schrägen Brief an den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder über eine Invasion von Aliens im kleinen ostfriesischen Dorf Jericho packt Jan Brandt (38) nicht nur die Leser seines Romans; auch bei den etwa 120 Besuchern seiner vom Mariengymnasium Jever veranstalteten Lesung in der Schulbibliothek am Donnerstagabend stellt sich sofort amüsierte Konzentration und Neugier auf das fiktive Dorf Jericho und seine Bewohner ein – zumal der Autor durchaus mit Selbstironie beim Vorlesen des Briefs auch die original verspiegelte Alien-Abwehrbrille trägt.

Buch mit 926 Seiten

Auf 926 Seiten breitet Brandt in seinem Roman „Gegen die Welt“ eine ziemlich gnadenlose Anatomie eines fiktiven ostfriesischen Dorfs aus. Dorfidylle? Fehlanzeige. Ihn interessiert, was hinter der Fassade lauert. Sein „Held“ Daniel Kuper ist nur einer in einer ganzen Galerie von Figuren. Er, Sohn einer Drogistenfamilie, schmächtig, verschlossen und fantasiebegabt, ist es, der „gegen die Welt“ lebt. Und so wird die große Konstante seines Lebens das Scheitern. Immer mehr wird er für Seltsames im Dorf verantwortlich gemacht und in die Rolle des Außenseiters gedrängt.

Viele Geschichten

Bei dieser Fülle der Geschichten in der Geschichte kann Jan Brandt auch locker das Publikum mal fragen, wie es denn weiter gehen soll, mit einer Liebesgeschichte oder einer Heavy-Metal-Geschichte. Da die Jeveraner sich für Heavy Metal entscheiden, hat er auch die entsprechenden Klangbeispiele aus Jericho dabei.

Geradezu gefeiert wurde Brandts erster Roman, an dem er zehn Jahre („gefühlt 20 Jahre“) gearbeitet hat. Die Literaturkritik zog Vergleiche von Uwe Johnson über Thomas Mann bis hin zu Dostojewski.

Spezial: Weitere Berichte zur Literatur im Nordwesten Der Roman war für den Deutschen Buchpreis 2011 nominiert und hat es sogar auf die so genannte „Short List“ – also auf einen der vorderen Plätze – geschafft. Seitdem ist Brandts ostfriesisches Heimatdorf Ihrhove ein Ort der großen Literatur, für die sich der Auto eigenen Angaben zufolge schon in seiner Kindheit interessiert hat (siehe neben stehendes Interview).

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