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Markt: Wenn Gartenabfall zur Kunst wird

14.07.2014

Schortens Schrauben, Münzen, Golfbälle, Zahnräder: Ulrich Büker hat den Dreh buchstäblich heraus und kann aus fast allem einen Kreisel machen. „Das ist gar nicht so schwer“, sagt der Mann aus Paderborn, erklärt etwas von Achsen und Gewichten. Dann macht er eine schnelle Handbewegung und lässt einen Kreisel auf seiner Fingerspitze tanzen. Der Rest ist Physik. In einer Holzschale drehen sich Kreisel so lange, bis sie sich von allein auf den Kopf drehen. Ein anderer Kreisel hört gar nicht mehr auf, sich zu drehen. „Da steckt ein kleiner Motor drin“, verrät Büker.

Der Kreisel-Mann aus Paderborn war einer von etwa 65 Ausstellern beim diesjährigen Kunsthandwerkermarkt im Bürgerhaus Schortens. Organisiert vom Künstlerforum Jever, ist es abermals gelungen, eine bunte Schar an Kunsthandwerkern nach Schortens einzuladen, die in und vor dem Bürgerhaus ihre Objekte präsentieren und zum Kauf anbieten.

So wie Ute Kayser aus dem Großraum Hamburg, die erstmals beim Schortenser Kunsthandwerkermarkt dabei ist und eine Glaskunst präsentiert, die ganz entfernt an die bunte Tiffanyglas-Technik erinnert. Doch ihr Glaspuzzle ist aus ganz besonderem Glas gemacht und verlötet, scheint Licht hindurch, beginnt es zu leuchten. „Jedes Bild ist ein Unikat“, sagt Ute Kayser.

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Unikate sind großes Thema auf dem Kunsthandwerkermarkt – und schon immer gewesen. Sven Hoffmann aus Berlin etwa stellt Gürtelschnallen her, in denen Bilder der Kunden eingearbeitet werden. „Das Baby, die Oma, der Freund, der neue Freund – alles ist möglich“, so der Berliner.

Und dann sind da Jens Bingenheimer und Magdalene Pajonk aus Braunschweig. Die machen – überspitzt ausgedrückt – Gartenabfall zu Kunst. „Wir verarbeiten Holzschnitt aus dem Garten unserer Kunden zu Kerzenleuchtern, Vasen oder gedrechselte Hockern“, so der Holzkünstler. Die Kunden schicken nach Absprache über ihre Vorstellungen ihr Holz per Post an Bingenheimer und Pajonk. Und die machen was draus.

Nützliches, Schönes und einfach nur Erstaunliches gab es in Schortens zu sehen. Rund 3000 Besucher kamen an den beiden Veranstaltungstagen. Viele gingen nicht mit leeren Händen. „Für Schönes ist immer irgendwo Platz im Haus“, sagt Heidrun Schweyda aus Wilhelmshaven und kauft ein Kupferlaterne.


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Oliver Braun Agentur Hanz / Redaktion Jever
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