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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Wenn Heidi Klum ein Pausenbrot mehr schmiert

22.09.2014

Neuenburg Mütter mit (nur) einer Tochter kann man nicht ernstnehmen. Und wenn Heidi Klum einen neuen (jüngeren) Verehrer hat, braucht sie morgens bloß ein Pausenbrot mehr zu schmieren. So jedenfalls die Einschätzung von Kabarettistin Lisa Feller (38), die auf Einladung des SPD-Ortsvereins den mittlerweile 30. Kleinkunstabend im Vereinshaus Neuenburg bestritt.

Jede Pointe ein Treffer

Aus Schlafzimmer, Kinderzimmer und Kindertagesstätte berichtete die zweifache Mutter (von zwei Söhnen) über Schlafentzug und Hormone, über Tupperdosen und Apfelschnitze auf Spielplätzen. Was sich in der Aufzählung betulich anhört, glich in ihrem lebendigen und zugewandten Schnellsprech-Auftritt aber eher einem im Kinderzimmer platzierten Maschinengewehrstand, aus dem jede Pointe ein Treffer war. „Der Teufel trägt Pampers“, so der Titel des Solo-Programms.

Sie sparte mit nicht dem groben Panier, wenn Burburry-Beate oder Bioland-Birte als Mütter-Archetypen auf dem Spielplatz ihr Fett wegbekamen. Oder über Körperarbeit nach der Schwangerschaft: „Viel Kopfstand, damit die Brüste mal wieder in eine andere Richtung hängen.“

Pantomimisch und hintersinnig ging sie die Männer an. Der Ehemann, der sich durch einen überzähligen Kochtopf, der nicht in die Spülmaschine passt, herausgefordert fühlt, wird statt Superman zu „Spülmaschinen-Man“, den sie selbst darstellt, und selbst den blinkenden Glorienschein des technikfixierten Mannes kann das Publikum förmlich sehen. „Spülmaschinen-Manns“ Dilemma: Der Topf passt nach zwei Stunden des Umräumens in die Maschine, dafür ist das Nudelsieb über. „Das musst du eben mit der Hand abspülen.“ Großartig auch der an Erkältung leidende Ehemann: „Abends wusste ich, es ist ernst. Ich durfte die Fernbedienung halten.“

Ihre Reise durch den Alltag des Kinderkriegens und Erziehung ging weiter zum Babysittercasting. Eine der Bewerberinnen ist am ganzen Körper tätowiert. „Aber wie soll sie den Kindern erklären, dass sie die Wände nicht vollmalen sollen?“ Noch mal Schwangerschaft: „Man fühlt sich ja nach einer Entbindung wie eine Dose Knack und Back“, weiß sie pantomimisch zu verdeutlichen. Schließlich der Kindergeburtstag mit einem enttäuschten Kind: Warum es den Hund nicht bekommen hat, den es sich gewünscht hat. „Ein Hund macht so viel Arbeit. Aber wir haben ja Pappi (lange Pause) – den kann man auch knuddeln.“

Heinrich Meyer, der den 30. Kleinkunstabend des SPD-Ortsvereins organisierte, hatte wieder einmal eine große Künstlerin ins kleine Zetel verpflichtet. Überwiegend Frauen hätten die Karten geordert (und wie sich zeigte, auch ein jüngeres Publikum). „Ich schätze mal, dass wir nicht so gut wegkommen“, hatte er bei der Begrüßung für die Männer gemutmaßt. Dem kann man nicht zustimmen.

Knetskulptur

Was Lisa Keller skizzierte, war der ganz normale Beziehungs- und Familienalltag. Nur viel pointierter und unterhaltsamer. Großer Applaus, zwei Zugaben. Und es gab auch das obligatorische Gastgeschenk der Zeteler, eine Knetskulptur. Lisa Feller: „Und genau da hab ich den Mund kaum zu gekriegt, denn nach der Show hab ich eine kleine Knet-Lisa-Pampers-Statue geschenkt bekommen“, beschreibt die Künstlerin ihre Eindrücke vom Auftritt in Neuenburg. Der Knet-Künstler ist übrigens Enrico Malotti oder Heinrich Meyer.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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