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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Literaturförderung in Friesland: Landschreiber widmen sich Umwelt

09.11.2020

Wiarden /Groß Holum Soeben ist die 8. Runde des Landschreiber-Wettbewerbs zu Ende gegangen. Diesmal ging es um das Rahmenthema „Sprache & Umwelt“. Wer dieses Mal zu den Ausgezeichneten zählt, wird noch vor Jahresende von der Jury, der neben Klaus Siewert als Vorsitzendem auch der in Stedesdorf lebende Michael Hüttenberger angehört, bekannt gegeben.

Der Landschreiber-Wettbewerb ist ein internationaler Sprach- und Literaturpreis, der von dem im Wangerland lebenden Sprachwissenschaftler Klaus Siewert 2012 erdacht wurde. Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs werden jeweils zu einem Schreibaufenthalt in der Autorenresidenz „Klaus-Störtebeker-Haus“ nach Groß Holum/Harlingerland eingeladen.

Der Wettbewerb will zu Reflexion über Sprache und ihre literarische Transformation anregen. Reflexion und Transformation sind dabei auf ein zeitgenössisch relevantes Thema gerichtet. „Der literarische Prozess soll Wesensmerkmale sowie Grenzen und Möglichkeiten von Sprache bewusst machen und eine daraus resultierende besondere literarische Kultur schaffen“, erklärt Sprachwissenschaftler Klaus Siewert.

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9. Wettbewerb

Der 9. Landschreiber-Wettbewerb ist ausgeschrieben. Das Thema: „Sprache & Politiker“. Jede(r) kann mitmachen. Einsendungen sind ab sofort möglich, Einsendeschluss ist der 31. Juli 2021.

Mehr Infos unter www.landschreiber-wettbewerb.de

das Meer

Einer der Texte zum Thema „Sprache & Umwelt“ des 8. Landschreiber-Wettbewerbs führt ans Meer und mitten in die aktuelle Plastikdebatte. Christina Schößler aus Münster, Gewinnerin des Landschreiber-Wettbewerbs 2016, hat den hier erstmals veröffentlichten Text geschrieben:

Das Meer Das Meer. Es will nicht mehr fressen. Schaum und Schuttstoßen ihm giftig auf von seiner zärtlichen Zunge.

Es schaukelt und scheppert sein Plastikpuls, die Mikrozirkulation aus Müll.

Rhythmisch speit es geworfene Gedankenlosigkeiten aus Glas und Garn und gottlosem Gerümpel, Brocken von unverweslich Wesenlosem verlassen sein welliges Maul.

Das Meer. Es will nicht mehr fressen. Doch wir füttern es weiter, speisen ihm ein die schädlichen Schwärme. Wir stopfen ihm die gewaltige Brust, die doch zur großen Atmung berufen uns nährt, die stöhnt und schaukelt,

gefräßige Löcher aus Öl verfinstern ihr blaues Blut von edlem Geschlecht.

Das Meer. Es will nicht mehr fressen. Schrott und Schuld und Scham wirft es uns zurück vor die Füße.

Es schäumt und schäumt ein schaurig-schönes Schauspiel aus Wut und Warnung und Wehmut.

Das Meer. Es will nicht mehr fressen. Es röchelt und rieselt. Hörst du im Rauschen sein rasselndes Gebein

hörst du… ?

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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