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NWZonline.de Region Friesland Kultur

„Wichtiger Baustein der Stadt“

09.05.2017

Jever Magdalena Schulz (79) und Rosemarie Wasserbäch (65) können sich noch gut daran erinnern, wie es war, als die 1900/1901 gebaute katholische Kirche Jevers abgerissen wurde, um dem Neubau an der Krummellenbogenstraße Platz zu machen. „Da wurden viele Häuser mit abgerissen“, sagt Magdalena Schulz, die damals direkt gegenüber der Baustelle gewohnt hat.

Wirklich schön gefunden habe damals keiner den kubischen Neubau, erinnern sich beide. Doch für die Architektur der „neuen“ Kirche St. Marien gab es am Sonntag beim Festgottesdienst zum 50. Kirchweih-Jubiläum viel Lob: „Als ich die Kirche vor vielen Jahren zum ersten Mal betreten habe, habe ich mich gleich wohlgefühlt“, sagte etwa Pastor Rüdiger Möllenberg von der ev.-luth. Gemeinde Jevers.

Er erinnerte aber auch an die Querelen, die es einst zwischen Katholiken und Protestanten gab: Weil der Turm der alten Marien-Kirche deutlich höher war als der lutherische Glockenturm, erhöhte die evangelische Gemeinde auch ihren Turm. „Und das kam uns bei der Sanierung vor wenigen Jahren teuer zu stehen“, sagte Möllenberg.

Als Zeichen der heutigen Verbundenheit zwischen den Konfessionen überreichte Möllenberg seinem katholischen Amtsbruder Pfarrer Walter Albers ein Marienglöckchen. Denn die Mutter Jesu, aber auch Jevers legendäre Herrscherin „waren weder katholisch noch evangelisch und sind Patroninnen der Stadt“.

Bürgermeister Jan Edo Albers würdigte die katholische Gemeinde als wichtigen Baustein der Stadt: Unter anderem kam aus St. Marien die Initiative, Jever zur „Fair-Trade-Stadt“ zu machen. Die Gemeinde selbst darf sich bereits mit dem Siegel „faire Gemeinde“ schmücken.

Weihbischof Wilfried Theising, der mit der Gemeinde den Festgottesdienst feierte und anschließend auch zu Kaffee und Kuchen im Karlshof blieb, ermutigte Jevers Katholiken, die Kirche weiter mit Leben zu füllen und sie vor allem offen zu halten für alle Menschen.

„Der Mensch braucht Räume wie diesen, um seine Beziehung zu Gott zu pflegen“, betonte Theising. Mit Blick aufs Evangelium vom „Guten Hirten“ (Johannes 10,1-10) sagte er: „Ich will ja nicht sagen, dass die Kirche aussieht wie ein Stall. Aber jede Kirche ist auch als Stall vorstellbar – ein Raum, in dem die Menschen Unterschlupf suchen, zusammenfinden und geschützt sind.“ Und genau das sei Anliegen beim Bau der Kirche 1966/67 gewesen. „Doch der Bau ist kein Selbstzweck: Ihr müsst mit dem Hirten den Stall verlassen, vor die Tür und in die Welt gehen“, mahnte der Bischof.

Untermalt wurde der Festgottesdienst vom Kirchenchor um Olga Ils-Makarkin. Das Projekt „Verwandlung“, bei dem Künstler Anno Weihs aus alten Kruzifixen etwas Neues schafft, verzögert sich indes: Der Künstler holt die abgegebenen Kreuze jetzt ab, um in den kommenden Wochen damit zu arbeiten, berichtete Diakon Klaus Elfert.


Video unter   www.youtube.com/nwzplay 
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Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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