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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Wilde Jever-Party mit Quatro-Antrieb

17.09.2012

Jever Mensch, Suzi, was haste Dich gut gehalten: „Die Glycerine Queen“, die 1973 in der Hoch-Zeit des Glam-Rock neben Bands wie Sweet, Slade, Gary Glitter und T-Rex für einige wenige Jahre mit ihrem One-two-three-Volldampfrock die Hitparaden stürmte, hat den Brauereihof zum Höhepunkt der Jever-Party am späten Samstagabend buchstäblich in Quatro-Phonie erdröhnen lassen.

Indie Pop und Voc’n’Roll

Nachdem zunächst das jüngere Publikum die aus Süd­deutschland stammende Indiepop-Band Jupiter Jones („Entweder geht diese scheußliche Tapete – oder ich“) abgefeiert hat, stürmten The Baseballs die Bühne und begeisterten mit ihrer wilden Rockabilly-Musik Jung und Alt gleichermaßen. Die vor einigen Jahren in Berlin gegründete Band führt – wie sie sagen – mit ihrem Voc’n’Roll „gute Songs ihrer wahren Bestimmung zu“. Die Baseballs, allesamt Elvis-Fans, schnappen sich bevorzugt aktuelle Hits von Lady Gaga, Rhianna oder Robbie Williams und machen richtigen Rock’n’Roll daraus – Hüftschwung inklusive. Da die Jungs auch ganz passabel aussehen, waren vor allem die Mädchen aus dem Häuschen und quittierten das Konzert der Boy-Band mit ekstatischem Gekreische.

Auf der seit Wochen ausverkauften Fete auf dem Brauhof hatten 5200 Besucher ih­ren Spaß, das Musikprogramm war wie bei den vorangegangenen Veranstaltungen wieder eine gute Mischung. Zwischen den Auftritten und nach den Livekonzerten beschallte Morgenmän Franky von Radio ffn vom Jever Party-Turm aus das Partyvolk noch bis spät in die Nacht.

Die etwas Älteren kamen vor allem wegen Suzi Quatro. Die kleine Rock-Lady, inzwischen 62 Jahre alt, machte ihrem Hit „The wild one“ alle Ehre, trat in schwarzer, enger Leder-Kombi auf, rockte am Bass und mit ihrer Band richtig ab. Herbe Smasher wie „48 Crash“ oder „Devil Gate Drive“ passten gut zum Bier-Thema des Party-Abends. Seichte Schmuser wie „Stumblin’ in“ oder „If you can’t give me love“ waren dann eher etwas für die Saft-und Wasser-Trinker.

Und dann natürlich „Can The Can“, der Suzi-Quatro-Hit überhaupt. Rock wie gutes Dosenbier. Mit der Nummer erschien sie 1973 erstmals auf der Bildfläche, dann in der „Bravo“ und in Ilya Richters „Disco“. Zum Megahit setzt sich Suzi Quatro auf der Jever-Bühne zu ihrem Drummer ans Schlagzeug und kloppt den markanten Rhythmus auf die Felle, schnappt sich den Bass und jetzt hat die wilde Jever-Party endgültig ihren Quatro-Antrieb. Es dröhnt und rockt, dass es nur so eine Freude ist. Und viele, die nur zwei drei Hits der kleinen Wilden aus England kannten, wundern sich, was sie an Musik doch so alles wiedererkennen.

Glam-Rock der Eltern

Auch bei Vertretern der „Generation Klingelton“ kommt die Quatro-Phonie gut an: „Das ist zwar Musik meiner Eltern“, sagt Lea (18) aus Schortens, die mit Freunden auf der Party ist, „aber die Rock-Oma da oben find ich ganz cool. . .“

Rock-Oma? Frechheit. Abwarten, ob Rhianna oder Lady Gaga in 40 Jahren noch auf der Bühne stehen.

Nun ist erstmal Party-Pause. Frühestens 2014 wird es wohl die nächste Jever-Party geben. Dann bitte mit Blondie. Das passt schon vom Namen nach gut zum Jever-Bier.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwzonline.de/nwztv 
Bilder unter   www..nwzonline.de/fotos-friesland 
Oliver Braun
Agentur Hanz
Redaktion Jever
Tel:
04461 965313

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