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NWZonline.de Region Friesland Kultur

Sommerkirche: Zuversicht und Lebensfreude in Zeiten größter Not

25.06.2012

HORUMERSIEL „Das erste Mal kam ich vor 50 Jahren an den Jadebusen – damals als junger Soldat zur Deichbefestigung während der Sturmflut 1962.“

Mit diesen Worten stellte sich der Uelzener Künstler Georg Lipinsky anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung im Paul-Gerhardt-Haus in Horumersiel vor, in der 20 seiner Collagen zu dem bekannten Lied „Geh aus, mein Herz“ des gleichnamigen barocken Liederdichters gezeigt werden.

Dass er selbst auch noch die Paul-Gerhard-Schule in Dassel am Rande des Sollings besucht hat, war für den Künstler eine weitere Verbindung zum Ausstellungsort.

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Ausgiebig ging Lipinsky auf die Technik seiner Collagen ein, die zu einem Zyklus von 60 Bildern zum Thema Schöpfung gehören. „Manch einer hält Collagen nur für zusammengeklebte Bilder. Doch für mich steckt ein Denkprozess dahinter.“

Dinge, die ursprünglich nicht zusammengehörten, würden neu zusammengefügt, um ihre je eigene Bedeutung in das Bild zu tragen. „Auch die Texte sind Sinnträger und grafische Elemente zugleich“, so der Künstler in seiner Ansprache.

Zuvor hatte die evangelische Pastorin Sabine Kullik die anwesenden Gäste im Namen der Ökumenischen Sommerkirche Horumersiel/Schillig, die die Ausstellung organisiert hat, begrüßt.

„Das Lied ‚Geh aus, mein Herz‘ gehört mit seinen zuversichtlichen Aussagen zu den beliebtesten Kirchenliedern der Deutschen. Dabei lag der 30-jährige Krieg mit dem unvorstellbaren Leid, das er über Europa gebracht hatte, gerade erst fünf Jahre zurück, als das Lied entstand“, gab sie zu Bedenken.

Pfarrer Lars Bratke von der katholischen Kirche trug im weiteren Verlauf der Eröffnung Gedichte der Barockdichter Martin Opitz, Paul Flemming und Andreas Gryphius vor, die noch einmal das bedrückte Lebensgefühl der von Krieg und Pest gebeutelten Menschen zum Ausdruck brachten. „Diesem stellte Paul Gerhardt mit seinem Lied eine ungeahnte Zuversicht und Lebensfreude gegenüber“, so Bratke. Magdalena Hinrichs an der Orgel umrahmte den Abend mit Vorspielen und Chorälen von Paul Gerhardt.

Die Ausstellung ist noch bis Montag, 16. Juli, jeweils mittwochs von 10 bis 12 Uhr und freitags von 15 bis 17 Uhr zu sehen. Immer montags gibt es um 19 Uhr im Paul-Gerhardt-Haus „Wort und Musik“ und am Donnerstag, 5. und 12 Juli, führen jeweils um 17 Uhr Kinder durch die Ausstellung. Sie endet am 16. Juli um 19 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst.

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