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Weihnachtszeit Landfrauen verraten ihre besten Backrezepte

Anna-Sophie Palmer

Jeverland - In der Vorweihnachtszeit gehört das Backen von Keksen, Weihnachtsstollen oder Lebkuchenhäusern traditionell in fast jede Familie. Gemeinsam mit den Kindern wird Teig gerührt, abgeschmeckt, werden Förmchen ausgestochen und Teig ausgerollt. Dann kommt alles in den Ofen und es heißt warten, bis die Küche nach weihnachtlichen Gewürzen duftet.

Die   hat in so manche Küche der Landfrauen im Jeverland geblickt und sich dabei die besten Weihnachtsrezepte abgeschaut: Iddem Müller, Landfrau in Hohenkirchen, empfiehlt Vanillekipferl. „Früher habe ich auch Lebkuchenhäuser mit meinen Kindern gebacken, das mache ich aber heute nicht mehr“, sagt Müller. Das sei aufwendig gewesen und – „mir ist auch mal ein Lebkuchenhaus zusammengebrochen“, erzählt sie.

Die Kipferl hingegen sind recht leicht zu backen und kosten etwa eine Stunde Arbeit: Zuerst muss die Butter ins Mehl geschnitten werden, dann muss der Mürbteig geknetet werden und 30 Minuten ruhen.

Aus dem Teig sollten fingerdicke Stränge gerollt und in drei Zentimeter lange Stücke geschnitten werden. Dann müssen Stränge zwischen den Handflächen zu Würstchen gerieben und zu kleineren Kipferln gebogen werden.

Die Kipferl sollten auf Backtrennpapier in der zweiten Schiene des Backofens 15 bis 20 Minuten bei 140 bis 150 Grad hell backen gelassen werden. Der Ofen sollte zuvor vorgeheizt sein.


Achtsam sein

Dabei sollte immer jemand bei den Kipferl stehen bleiben, denn sie brennen rasch an. Mit Hilfe des Backtrennpapiers müssen die Kipferl vom Blech genommen werden. Danach kurz abkühlen, denn wenn sie noch heiß sind, brechen sie schnell durch.

In 100 Gramm Staubzucker und zwei Päckchen Vanillezucker müssen die Kipferl gewälzt werden. Wenn geschälte Mandeln oder Haselnüsse statt der Walnüsse verwendet wurden, müssen 220 Gramm Butter hinzugegeben werden.

Marianne Oetken, Landfrau in Schortens, backt in der Vorweihnachtszeit am liebsten Husarenplätzchen, das sind Kekse mit einem Loch, in die Mitte kommt Marmelade. „Für die Plätzchen brauche ich nicht viel Zeit einplanen, denn das Rezept ist leicht und schnell gemacht“, sagt Marianne Oetken.

Mit ihrem Kind backt Ellen Kromminga-Jabben, Vorsitzende der Kreisarbeitsgemeinschaft der Landfrauenvereine Friesland-Wilhelmshaven am liebsten Haferflockenplätzchen: „Das ist unser Lieblingsrezept und wir backen es jedes Jahr aufs neue“, erzählte sie.

Rezept ist Tradition

Zunächst muss die Butter erhitzt werden, damit die Haferflocken dazugegeben werden können. Die Butter muss mit den Flocken vermengt werden. Das Gemisch auf Handwärme abkühlen lassen, sagt Kromminga-Jabben. Eier, Zucker, Mehl und Backpulver verrühren und mit dem Haferflockengemisch mischen. Auf das Backblech kleine Häufchen in Größe eines Teelöffels machen und bei 170 Grad 20 Minuten backen lassen.

Haferflockenplätzchen sind auch bei Anita Eden, Landfrau aus Hooksiel, in der Vorweihnachtszeit immer gerne gesehen. „Es ist ein schnelles, leichtes und sehr altes Rezept. Diese Plätzchen hat schon meine Großmutter gebacken. Meine Eltern backten es und jetzt tue ich das. Es ist sozusagen eine Familientradition, die hoffentlich nie enden wird,“ sagt Anita Eden.

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