Jever/Friesland - Eltern werden und Eltern sein, beides ist manchmal gar nicht so leicht oder wirft zumindest einige Fragen auf. Wie gut ist es dann, wenn es ein Angebot gibt, bei dem Paare oder Alleinstehende mit Kinderwunsch, werdende Eltern oder Familien alle Informationen auf einen Schlag einsehen können? Das dachten sich auch der Kreislandfrauenverband Friesland-Wilhelmshaven. Kurzerhand holten sie sich die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises und die Hebammenzentrale Friesland ins Boot. Das war vor gut einem Jahr. Gemeinsam können sie nun stolz verkünden: Die Broschüre „Eltern werden. Eltern sein. Hilfsangebote und Kontakte für junge Familien“ wird in den kommenden Tagen unter anderem bei Frauenärzten, Kinderärzten, Landfrauen, Gleichstellungsbeauftragten, den Einwohnermeldeämtern oder den Elterngeldstellen im gesamten Landkreis Friesland ausgelegt.
Bereicherung für Landkreis
Dass die Broschüre eine Bereicherung für den Landkreis ist, macht Heike Langediers, Vorsitzende des Kreislandfrauenvereins, deutlich. So sei beispielsweise die Versorgung durch Hebammen in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden. „Frauen müssen sich schon frühzeitig um eine Hebamme kümmern. Darauf wird in der Broschüre unter anderem immer wieder hingewiesen“, so die Vorsitzende. Ein weiteres Problem: Viele Geburtskliniken im Landkreis wurden geschlossen. „Auch deshalb sei die Broschüre so wichtig. Denn da gibt es alle Hilfsangebote auf einen Blick.“ Dazu gehören auch Informationen zu Beratungsangeboten für Eltern oder Alleinerziehende bei Partnerschaftskonflikten, bei Fragen über die Erziehung des Kindes, bei Problemen finanzieller Natur oder bei Problemen mit dem Säugling, wie Einschlafschwierigkeiten, Koliken, Schreikindern und vielem mehr.
Gerade im ländlichen Raum sei es unerlässlich, gebündelt über die vielfältigen Hilfsangebote zu informieren, sind sich die Kreislandfrauen sicher. Und von der Projektidee begeistert zeigten sich auch das Gleichstellungsbeauftragen im Landkreis – beteiligt war auch die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Elke Rohlfs-Jacob – und die Hebammenzentrale, maßgeblich auch mit Fenna Wardenburg. Zunächst sei allerdings nur ein Flyer geplant gewesen, erzählt Heike Langediers. Doch als sie merkten, dass die Hilfsangebote im Landkreis Friesland sehr vielfältig sind, entschied man sich für das Erstellen einer Broschüre.
Online abrufbar
Wer keine Broschüre möchte, kann auch den QR-Code auf einer entsprechenden, ebenfalls in wenigen Tagen ausliegenden Postkarte nutzen. So können Interessierte online auf die Broschüre zugreifen. Wer nicht warten möchte, bis die Broschüren und Postkarten in den kommenden Tagen ausgelegt werden, hat außerdem die Möglichkeit, diese schon jetzt auf der Homepage der Kreislandfrauen einzusehen unter www.landfrauen-friesland-wilhelmshaven.de.
