Wangerland - Das Landvolk Niedersachsen will das ehrenamtliche Engagement des Berufsnachwuchses im landwirtschaftlichen Bereich künftig stärker fördern. Dazu hat der Landesbauernverband das Landvolk-Stipendium ins Leben gerufen. „Ich freue mich, dass wir mit diesem Stipendium jährlich bis zu drei junge Menschen fördern können“, sagte Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies. Einer der Glücklichen: Reemt Schemering aus dem Wangerland. Er hat gemeinsam mit Karoline Vorlop aus dem Landkreis Wolfenbüttel erfolgreich die Weiterbildung „Studienkurs Niedersachsen“ abgeschlossen und sich für ehrenamtliches Engagement qualifiziert. Nun dürfen sie sich über eine Förderung von jeweils 1.000 Euro freuen, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.
Auf der Bühne
„Mit diesem Stipendium fördert das Landvolk engagierte junge Landwirtinnen und Landwirte, die sich für ein aktuelles oder späteres Ehrenamt rund um die Landwirtschaft fit machen wollen“, erklärte Berndt Tietjen, Leiter des Studienkurses Niedersachsen und Geschäftsführer der Akademie Junglandwirte Niedersachsen. Gemeinsam mit Christine Kolle, Geschäftsführerin der Junglandwirte Niedersachsen, hat er die beiden Stipendiaten aus dem 20. Studienkurs 2023/24 ausgewählt.
Reemt Schemering konnte das Handwerkszeug aus dem Studienkurs inklusive der zwei Tage Medientraining bereits parallel zum laufenden Kurs praktisch einsetzen - und zwar im Januar im Rahmen der Bauernproteste bei der Kundgebung in Bremen auf der Bühne. „Gemeinsam mit unserem Kursleiter habe ich an meiner Rede gefeilt“, sagte der Junglandwirt. „Im Studienkurs habe ich sehr viel gelernt und mitgenommen. Mit jedem Auftritt gewinne ich mehr Sicherheit“, zieht der 26-Jährige Bilanz, der gemeinsam mit seinem Bruder den Familienbetrieb in Groß Strückhausen mit 300 Milchkühen plus weiblicher Nachtzucht bewirtschaftet. Auch der Austausch mit den Studienkurskolleginnen und -kollegen empfand er als intensiv und bereichernd.
Öffentlichkeitsarbeit
Als frisch gewähltes Vorstandsmitglied beim Kreislandvolk Friesland möchte Schemering sich insbesondere in der Öffentlichkeitsarbeit engagieren. Er ist auf den Geschmack gekommen und wird künftig auf dem eigenen Betrieb bei Hoffesten der Öffentlichkeit erklären, wie moderne Landwirtschaft funktioniert.
