Langeoog - Einsatz für die Seenotretter am Freitagabend: Bei ablaufendem Wasser und kräftigem Ostwind mit sechs bis sieben Beaufort (ungefähr 50 km/h) war eine Segelyacht zwischen Langeoog und Bensersiel etwa 1,5 Seemeilen (rund 2,7 km) vom Hafen Langeoog entfernt im Watt aufgelaufen. Der zweiköpfigen Besatzung gelang es nicht, die Segelyacht wieder flott zu machen. Der starke Wind drückte sie immer weiter auf die Sandbank. Kurz vor 19 Uhr setzten die Segler über Funk dann einen Notruf ab.
„Um die Yacht überhaupt noch freischleppen zu können, war aufgrund der Ebbe größte Eile geboten“, erklärte Antke Reemts von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Samstag. Weiter sagte sie: „Bei starkem Wind und entsprechendem Seegang bestand für die Segler die Gefahr, dass ihr Sportboot nach dem Gezeitenwechsel mit dem auflaufenden Wasser leck schlagen würde.“
Hinzu kam ein weiteres Problem: Das Seenotrettungsboot „Secretarius“ der Station Langeoog konnte mit einem Tiefgang von nur knapp einem Meter nicht mehr nah genug an die Segelyacht herankommen, um eine Schleppleine zu übergeben. Die Lösung: Die Seenotretter schossen mit einem Leinenschußgerät zunächst eine Wurfleine zum Havaristen hinüber. An dieser zogen die Segler die Schleppleine dann an Bord. „Trotz des bereits sehr weit abgelaufenen Wassers gelang es Vormann Sven Klette und seiner Crew, mit ihrer 380 PS starken Secretarius die Segelyacht frei zu schleppen“, berichtete Antke Reemts. Die Segelyacht habe die Fahrt zum nächsten Hafen aus eigener Kraft fortsetzen können.
