Sande - Schortens ist auch im vergangenen Jahr wieder gewachsen. Zwar nicht ganz so stark wie noch 2022, aber der Aufwärtstrend ist eindeutig. Die Einwohnerzahl zum Stichtag 30. November 2023 betrug 21.362 Personen, ein Jahr zuvor waren es noch 21.154 gewesen. Bürgermeister Gerhard Böhling freut sich besonders, dass die vor Jahren aufgelegte Prognose der Bertelsmann-Stiftung erneut widerlegt wurde. Diese hatte noch einen bedrohlichen Schrumpfungsprozess vorausgesagt.

Man habe offensichtlich die richtigen Maßnahmen ergriffen, um einer abnehmenden Bevölkerung entgegenzuwirken. Unter anderem zählt Böhling die Ausweisung neuer Baugebiete wie Diekenkamp oder auch in Accum dazu. Insgesamt hat es im vergangenen Jahr 1349 Zuzüge gegeben (2022 waren es 1533), dem gegenüber stehen 1004 Wegzüge (1146 in 2022). Die stärksten Wanderbewegungen verzeichnet Schortens dabei mit Wilhelmshaven (345 Zuzüge, 230 Wegzüge) und mit Jever (148 Zuzüge, 169 Wegzüge). Innerhalb von Schortens sind 783 Menschen umgezogen, etwas mehr als noch ein Jahr zuvor (736). Derzeit leben 1166 Ausländer in Schortens, 2022 waren es 999.

Schortens’ Bevölkerung wächst. Darüber freut sich auch Bürgermeister Gerhard Böhling (Bild).

Schortens’ Bevölkerung wächst. Darüber freut sich auch Bürgermeister Gerhard Böhling (Bild).

In Schortens wurden 2023 allerdings nicht mehr Kinder geboren als zuvor, 143 Mädchen und Jungen wurden neu angemeldet, das ist ein Kind mehr als 2022. Dem gegenüber stehen 304 Sterbefälle (335 im Jahr 2022).

Einen deutlichen Rückgang verzeichnet Schortens im Bausektor. Wurden 2022 noch 113 Bauanträge gestellt, so waren es 2023 nur noch 69. Darüber hinaus gab es allerdings noch 15 Bauvoranfragen. „Die allgemeine Inflation und die Preissteigerung insgesamt, besonders aber die Teuerung beim Bau macht sich bemerkbar“, erklärte Böhling im Jahresgespräch.

Zu Beginn des Jahres 2023 hatte es zudem eine Wohngeldreform gegeben. In diesem Zusammenhang hatte sich der Kreis der Bezugsberechtigten deutlich erhöht. Durchschnittlich gab es 243 „Zahlfälle“ 2023, das entspricht einem Anstieg von 65 Prozent. Es wurden 817 Bescheide erstellt und Zahlungen in Höhe von 1,04 Millionen Euro geleistet (knapp 400.000 Euro im Jahr 2022).