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NWZonline.de Region Friesland

Lecker wie selten

21.10.2013

Das dürfte Freunde des Jever Pilseners freuen: Trotz schlechter Ernte hat das Brauhaus Hopfen, Gerste und Malz in ausreichender Menge und Qualität eingekauft, um auch im gerade begonnenen Braujahr genug Gerstensaft produzieren zu können. „Der neue Jahrgang ist hervorragend – finden wir“, betonte Brauerei-Betriebsleiter Wolfgang Janssen bei der 323. Bierpobe im frisch renovierten Schalander des Brauhauses. Beim Jever Pilsener seien keine Geschmacksunterschiede herauszuschmecken, dafür sorgten die Braumeister mit ihrer Kunst. Um seine Rede beenden zu können, musste Janssen eine Lese-Brille gereicht bekommen – wahrscheinlich war er aber nur geblendet von der holden Weiblichkeit, die diesmal die Bierprobe dominierte. „Männer sind heute nur schmückendes Beiwerk“, betonte Noch-Bürgermeisterin Angela Dankwardt in ihrer Rede als neue Rumormeisterin.

Nachdem 2012 eine rein männliche Prüfungskommission den neuen Sud verkostet hatte, war die Bierprobe diesmal reine Frauensache: Jana Eckhoff, Gitta Heitmann, Renate Huckfeld, Anja Müller, Ute Posern, Marianne Rasenack, Renate Reck, Käthe Schüdzig, Imke Wemken, Manuela Wilhelm, Beate Zielke und Vorsitzende Elke Vredenborg hatten sich im Anton-Günther-Saal in Klausur begeben, um den neuen Sud zu probieren. „Das war kein Kaffeekränzchen“, wusste Brauhaus-Geschäftsführer Michael Reitze. Und Wolfgang Janssen zog den Hut vor den Damen: Das 50-Liter-Fass war am Ende der Probe komplett geleert. Möglicherweise lag das aber auch an Mike Müller von der Stadtverwaltung, der die Prüfungskommission gemeinsam mit Thomas Habben vom Brauhaus betreute. Nach Müllers Version habe er allerdings zusehen müssen, dass er auch noch ein Schlückchen Bier abbekam.

Etwas nervös waren die Brauhaus-Vertreter dennoch: Denn nur, wenn die Prüfungskommission es genehmigt, darf das Bier in den Verkauf gehen. „Vor Gericht, auf hoher See und vor einer weiblichen Prüfungskommission ist man in Gottes Hand“, bangte Wolfgang Janssen um das Urteil – unbegründet, wie sich herausstellte. Denn das Bier hat den Damen geschmeckt. Ihr Urteil: „Das Jever Pils geprüft von 13 Frauen. Dem Urteil kann man(n) voll vertrauen. Trotz friesisch-herb ist Jever eine Sie – blumig-blond und so lecker wie noch nie.“

Aber nicht nur der Bier-Jahrgang 2013/14 ist weiblich, auch der neue Rumormeister, der traditionell ein Jahr lang für Ordnung sorgen soll, ist eine Frau: Angela Dankwardt (ovales Bild) bekam von Rolf Claußen, Bürgermeister Wittmunds, den Rumorhammer als Zeichen der Würde überreicht. „Das garantiert mit einen weiteren Auftritt in Jever“, dankte die scheidende Bürgermeisterin für die Ehre. Sie regte an, dass die Fahne des Harlingerlands, die neben der Fahne von Jever und der Brauerei über dem Brauhaus weht, bis Jahresende am Mast bleibt. Claußen hatte nach seiner Ernennung im vergangenen Jahr die grün-goldene Brauerei-Fahne vor dem Wittmunder Rathaus aufgezogen. „In Jever wäre die Fahne spätestens am dritten Tag eingeholt worden“, scherzte Dankwardt. Prompt kam vom Grünen-Ratsmitglied Bernhard Schwanzar der Zwischenruf „vom Heimatverein“ – und sorgte für Gelächter.

Für Rolf Claußen war das Hissen der Brauereifahne ein Zeichen der regionalen Verbundenheit zwischen dem Harlingerland und dem Jeverland – er habe dennoch viel Kritik gehört. „Wenn etwas Regionalität hat, dann das Jever Pilsener – und wenn es einen berauschenden Nebeneffekt hat, sollten wir das genießen“, betonte er. Er rief zu mehr Zusammenarbeit auf. „Wir sind alle gefordert“, betonte Wittmunds Bürgermeister mit Blick auf die neue EU-Förderperiode, bei der Regionen im Vordergrund stehen. Er sei zuversichtlich, dass das zu schaffen sei, meinte er angesichts der bereits bestehenden interkommunalen Zusammenarbeit im Jade-Weser-Park, am Jade-Weser-Port, bei Industrie- und Handelskammern sowie Jade-Bay.


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