Obenstrohe - „Endlich wieder raus an die frische Luft“, freute sich Silvia Fehners. Sie war eine der Teilnehmerinnen beim Silvesterlauf des TuS Obenstrohe. Coronabedingt war aus dem Lauf zum Abschluss des vergangenen Jahres ein Osterlauf geworden. Bei strahlendem Sonnenschein starteten die gut 200 Teilnehmer nun am Karsamstag zeitversetzt zu den Läufen. Je nach eigener Motivation konnte eine fünf oder eine zehn Kilometer lange Strecke über Straßen, Wirtschafts- und Waldwege absolviert werden. Die bis zwölfjährigen Nachwuchs-Athleten liefen eine große Runde auf dem Sportplatz.
Herrliche Frühlingssonne
„Ich laufe ja am liebsten bei Regen“, scherzte Silke Sauerwald: „Da hat man permanente Erfrischung.“ Die blieb aus – trotzdem gab sie auch bei herrlichstem Frühlingswetter am sonnigen Osterwochenende ihr Bestes. Obwohl das nicht nötig war, denn beim Silvesterlauf zählt nur der Spaß und die Freude am Sport. Bei diesem offenen Freizeitlauf konnte jedermann mitmachen – hier ging es nicht um Bestleistungen, sondern um das gesundheitlich-sportliche Vergnügen.
So auch bei Pascal Wedeken aus Zetel, der auf der längeren Strecke als Erster ins Ziel kam. Der 32-Jährige, der inzwischen in Osnabrück lebt und für den LC Delmenhorst startet, hatte sich eine Zeit unter 36 Minuten vorgenommen, bog unterwegs aber mehrmals falsch ab und verpasste dieses Ziel.
Dennoch holte er die Oldenburger Fynn-Luca Wolf und Korbinian Germer, die Zweiter und Dritter wurden, wieder ein. Wedeken nahm’s gelassen. „Sehr schön“ fand er die Schleife durch den Wald trotz Ehrenrunde. Offiziell vermessen ist die dank Autobahn-Überquerungen überraschend höhenmeterreiche Strecke ohnehin nicht. Bei vielen maß die GPS-Uhr etwa 9,7 Kilometer – manch einer ignorierte daraufhin die Ziellinie und machte per Extrarunde um den Sportplatz die zehn Kilometer voll.
Auf der kürzeren Fünf-Kilometer-Distanz verlor Lokalmatador Matthias Schütte aus Varel das Duell um den Sieg mit seinem Namensvetter Matthias Kögel, beide blieben deutlich unter 18 Minuten. Etwas mehr vom Lauf hatten die letzten, die nach etwa 30 Minuten wieder im Ziel waren und sich mit bereitgestellten Getränken stärken konnten.
Endlich wieder laufen
Zur Sicherheit der Teilnehmer begleitete die DRK-Bereitschaft Varel mit neun Sanitätern in vier Fahrzeugen die Sportler. Besonders dankte das Organisationsteam den Sponsoren. Ohne sie gäbe es den Silvesterlauf nicht.
Auf eine Siegerehrung verzichteten die Organisatoren um Dierk Nattke wegen der Corona-Pandemie noch. Die Hauptsache war, endlich mal wieder den Lauf durchzuführen. Auch auf die Ergebnisse mussten die Finisher warten, krankheitsbedingt verzögert sich das Auslesen der Zeitdaten um mehrere Tage. Doch das störte kaum jemanden. Die meisten stoppten ihre Zeit ohnehin selbst – außerdem stand das Lauf-Erlebnis über dem Ergebnis.
