Herr Dehrendorf hat unumwunden recht, aber wie bereits festgestellt, sind Wohnklötze kaum zu stoppen. Zu stoppen wäre aber eine weitere Bodenversiegelung, wie sie im unmittelbaren Randbereich eines außergewöhnlichen Landschaftsschutzgebietes mit Billigung auch des Stadtrats Jever fortgesetzt geschieht. Es sind nicht nur die neuen Baugebiete, die das Moorland stetig dezimieren. Zuvor wurden schon viele weitere Gebiete geopfert, ohne dass eine adäquate Ausgleichsmaßnahme zum Erhalt des mittlerweile so deklarierten Landschaftsschutzgebietes gefordert wurde. Hier ist u. a. auch die Rahrdumer Schweiz zu nennen...
Für eine derartige ökologisch-nachhaltige Ausgleichsmaßnahme steht immer noch das Gebiet um die ehemalige Sportanlage am Schützenhof bereit (...). Der kleine, vielfach unbeachtete Schützenhofbusch könnte endlich aufgewertet werden, wenn er durch eine Verbindung mit Gotteskammerbusch via klimaverträglich bepflanztem Sportplatz zu einer grünen Lunge verbunden werden würde, die der Biodiversität für Mensch, Tier und Pflanze generationsübergreifend dient. Und dies direkt am Rande des LSG Jeversches Moorland, wo sonst?!!
Selbst die ökologisch orientierten Grünen erklären dieses geplante Baugebiet ja zu einem „Leuchtturmprojekt“ , auch wenn es sich letztlich um Projekte vornehmlich finanziell potenter Bauherren handeln wird (...). Den dominant wirtschaftsliberalen Teil der jeverschen Grünen möchte ich daran erinnern, dass wir heute (!!!) 280.000 qkm Wald in unserer Republik dringend aufforsten müssen, um dem bereits entstandenen aktuellen Schaden zu mildern. Ein Paradigmenwechsel ist längst angezeigt, auch in unserem Ultima Thule...
