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NWZonline.de Region Friesland

Sandes Jugend mischt mit

15.01.2019

Viel Glück: Sandes Ausrufer Hinrich Janßen rief beim Sander Neujahrsempfang Glück für alle aus: „Glück fürs Tun und Tun mit Geschick. Es gibt keinen Weg zum Glück – der Weg ist das Glück“, gab er den Sandern und ihren Gästen mit.

Mit rund 230 Gästen war das Dorfgemeinschaftshaus in Cäciliengroden sehr gut gefüllt. Bürgermeister Stephan Eiklenborg hatte mit Katharina Ducci (ovales Bild), Tochter seiner Frau Petra Ducci-Eiklenborg, alle Gäste mit Handschlag empfangen. Ducci-Eiklenborg nahm zur gleichen Zeit am Neujahrskonvent der Stadt Wilhelmshaven teil. An Ehrengästen konnte Sandes Bürgermeister neben Reinhard Onnen-Lübben als stellvertretendem Landrat auch die Bürgermeister bzw. Stellvertreter aus Jever, Schortens, Varel und dem Wangerland begrüßen, außerdem hieß er Sandes Ratsmitglieder sowie Prof. Dr. Werner-J. Mayet als Vertreter des Nordwest-Krankenhauses und Sandes Jugendvertreter willkommen.

Denn die Jugendvertreter Marvin Borchers (19), Lukas Becke (17) und Timith Brandes (20) hatte Eiklenborg aufgefordert, die Festrede zu halten. „Ich bin gespannt: Ich habe nichts gelesen, nichts zensiert, sondern gesagt: Ihr dürft sagen, was ihr zu sagen habt“, so Eiklenborg.

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Und das taten die drei – obwohl die Technik streikte und die Präsentation nicht zur Verfügung stand. Die Jugendvertretung Sande besteht aus 15 jungen Leuten – drei sind auch Mitglied des Kreis-Jugendparlaments. Alle zwei Wochen treffen sich die Jugendlichen, dann wird über Ziele und Realisierung beraten. Bei ihrer Gründung 2017 hatte sich die Jugendvertretung zunächst um Feste und um das Säubern von beliebten Treffpunkten von Jugendlichen gekümmert. „Wir haben festgestellt, dass unsere Anliegen ernst genommen wurden – heute wollen wir mehr“, sagte Lukas Becke.

Themen der Jugendvertretung: Die Bedingungen für junge Menschen im Ort sollen besser werden. Wichtig ist eine bessere Berufs-Orientierung. „Es müssen mehr Praktikumsplätze angeboten werden“, forderte Borchers, nur so könnten Jugendliche einen guten Einblick bekommen. Die Jugendvertretung ist zurzeit dabei, eine Übersicht mit Praktikumsplätzen zu erstellen. Weiterhin müsse auch dringend der Nahverkehr besser werden: Die Verbindungen seien gar nicht das Problem, wohl aber das Tarifsystem, das keine Kombitickets für Bahn und Bus erlaubt. Zudem seien Tickets für Schüler der Oberstufe oder für Berufsschüler kaum erschwinglich. Daran müsse sich zügig etwas ändern, forderten die Jugendlichen.

Dass sie nebenbei noch ein Sommerfest organisieren wollen und sich weitere überdachte Bänke wünschen, war da schon fast Nebensache. Ein deutliches Zeichen an die Sander Politik war der Wunsch nach einem Ersatz für den männlichen Sozialpädagogen im Jugendzentrum, der vor kurzem in Ruhestand gegangen ist. Aber die Jugendvertretung ist realistisch: „Schon klar, im Moment ist es eng, aber wenn mal wieder Geld da ist“, hieß es.

Beim Neujahrsempfang 2018 hatten die Besucher 547 Euro ins Sparschwein gesteckt – „das gilt es zu toppen dieses Jahr“, rief der Bürgermeister zu großzügigen Spenden auf. Das Geld vom Neujahrsempfang 2019 fließt in die Sanierung des Salzwiesenpfads Cäciliengroden.

Auch in Sachen Bienengemeinde warb Eiklenborg um noch mehr Einsatz: „Wenn in 1000 Gärten zwei Quadratmeter Bienenweide angelegt werden, haben wir schon 2000 Quadratmeter Blühfläche mehr, die es vorher nicht gab.“ Die „Bienengemeinde Sande“ bemüht sich seit mittlerweile gut zwei Jahren um den Erhalt der Insektenvielfalt. Die nächste große Blühfläche wird in diesem Jahr am Sander See angelegt: 1500 Quadratmeter sind dort vorbereitet. Ein weiteres Biotop wird auf dem alten Sportplatz Neustadtgödens am Ende der Daunstraße entstehen: Die Umweltstiftung Weser-Ems will die Fläche entwickeln, berichtete Eiklenborg.

Mit Blick auf die Debatte in anderen Kommunen Frieslands, die ablehnen, im „Reservat“ leben zu wollen, erinnerte Eiklenborg daran, dass Sande schon seit 2007 Biosphärenreservatsgemeinde ist. „Wir profitieren davon. Und unsere Landwirte haben keine Angst davor, dass ihnen jemand in ihre Flächen reinredet“, sagte er in Richtung Kreislandwirt Hartmut Seetzen. Denn der Kreislandvolkverein lehnt die Ausweitung des Biosphärenreservats Wattenmeer aufs Festland ab.

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