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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

13 Trainer führen Vareler Handballer durch Höhen und Tiefen

13.10.2012

Varel Ausgerechnet im brisanten Derby gegen den Wilhelmshavener HV gibt Andrzej Staszewski an diesem Sonnabend (19.30 Uhr, Manfred-Schmidt-Sporthalle) sein Heimdebüt als Trainer bei den Drittliga-Handballern der HSG Varel-Friesland. Der 49-jährige Pole hatte in der Saison 1990/91 unter Nikola Beslac zwar seine erste Saison in Deutschland bei der SG VTB/Altjührden gespielt, war danach aber schnell beim WHV gelandet und dort jahrelang als Spieler und Trainer aktiv.

In der langen, von vielen Höhen, aber auch Tiefen geprägten Geschichte der Vareler Handballer ist Andrzej Staszewski seit den 70er-Jahren der 13. Trainer bei den Friesländern. Rückblick: Unter dem Slowenen Leo Jeras war die SG VTB/Altjührden zunächst in die Oberliga und 1976 in die Regionalliga Nord aufgestiegen – damals die zweithöchste Spielklasse. Unter dem kroatischen Trainer Milorad Reljic waren die Vareler mit Spielern wie Danilo Loncovic, Hartmut „Hacki“ Rabe oder Michael Thierauf zwar als Favorit in die Regionalliga-Saison 1979/80 gestartet, enttäuschten dort jedoch. Folge: Hans Dieter Trosse löste Reljic noch in der Saison als Trainer ab.

Unter Trosse stiegen die Vareler 1981 – angeführt vom Rückraum-Trio Loncovic/Beslac/Rabe – in die Zweite Liga Nord auf. In der Saison 1981/82 folgte jedoch der sofortige Wiederabstieg, den auch der Kroate Nikola Beslac, der Trosse nach der Hinserie abgelöst hatte und fortan als Spielertrainer fungierte, nicht verhindern konnte. In der Saison 1984/85 gelang unter Beslac der Wiederaufstieg in die zweithöchste Spielklasse.

In der 2. Liga konnten sich die Vareler bis 1995 halten – unter den Trainern Bernd Finke, Wolfgang Blase (1991 bis 1993), dem Russen Boreslaw Olejniczak (1993/94) sowie erneut Beslac, der nach seinem Engagement beim Bundesligisten SG Hameln wieder nach Altjührden zurückgekehrt war.

1996 trat der Slowake Peter Kalafut seiner Traineramt bei der SG VTB/Altjührden an. Er führte die Friesländer 1999 aus der Regionalliga Nord wieder in die Zweite Liga, ehe er in der Spielzeit 1999/2000 überraschend seinen Rücktritt bekannt gab. Unter Spasoje „Mane“ Skercevic wurde die Saison zu Ende gespielt, ehe es den Serben schon wieder weiter zog. Das freigewordene Traineramt übernahm für die Saison 2000/01 der Russe Mikail Wassiljew, dem mit Rang drei die erfolgreichste Platzierung der Friesländer in der Zweiten Bundesliga Nord gelang. Dieses Kunststück wiederholten die Altjührdener eine Saison später noch mal unter Spielertrainer Arek Blacha, der von 2001 bis 2005 als Coach Regie führte. Seit 2002 firmierte das Team dabei als HSG Varel.

Auf Blacha folgte in der Saison 2005/06 Peter Kalafut, unter dem die Vareler bis ins Jahr 2011 in der Zweiten Liga spielten, ehe sie – auch bedingt durch die Staffelreform – in die Dritte Liga abstiegen. Kalafut hatte drei Spieltage vor dem Saisonende sein Amt niedergelegt.

Der Neuaufbau unter Trainer Jörg Rademacher verlief in der Weststaffel der 3. Liga äußerst holprig. Als die Erfolge auch zu Beginn der aktuellen Saison ausblieben, warf Rademacher am 23. September zermürbt das Handtuch. Nun versucht Andrzej Staszewski die HSG zurück in die Erfolgspur zu bringen.

„Wir hatten einige gute Trainer“, blickt Enno Ulffers, seit den 70er-Jahren in verantwortlicher Position für die Vareler Handballer aktiv, zurück. „An Niko Beslac und Peter Kalafut hat mir aber besonders imponiert, dass sie viel mit jungen Leuten gemacht und diese exzellent ausgebildet haben. Wer sich quälen wollte, hat bei den beiden wirklich was gelernt.“

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