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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Handball: Alte Heimstärke wie verschüttet

07.11.2016

Altjührden Emotionslos und ohne Biss haben sich die Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden am Samstagabend in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden bei ihrer 30:35 (12:17)-Niederlage gegen den DHK Flensborg präsentiert. Von der Heimstärke der vergangenen Jahre war nichts zu sehen.

„Einige Spieler sollten ihre Einstellung überprüfen und schnellstens ändern“, brachte es Helge Janßen auf den Punkt. Denn aller kämpferischer Einsatz des SG-Kapitäns brachte diesmal nichts, weil sich seine Mitspieler – mit Ausnahme von Kevin Straten – davon nicht anstecken ließen.

„Die wollen doch gar nicht“, war nur einer von vielen Kommentaren der 378 Zuschauer in Halbzeit eins. Erste Pfiffe gegen das eigene Team gab es schon kurz nach der Pause. Großer Schwachpunkt war die Abwehr der Gastgeber mit zwei Torhütern dahinter, die kaum einmal einen Ball anfassten. Immer deutlicher macht sich auch das Fehlen von Till Schinnerer (jetzt TSG Hatten-Sandkrug) bemerkbar, der in den vergangenen Jahren zusammen mit Helge Janßen einen kaum zu überwindenden Mittelblock bildete.

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Die Flensborger hatten kaum Mühe, ihre 35 Tore zu erzielen. Im Deckungsverband der Vareler klafften teilweise riesige Lücken. Selbst mit einigen Standwürfen aus zehn Metern waren die Gäste erfolgreich. „Wir haben das Spiel in der Abwehr verloren“, bilanzierte SG-Trainer Andrzej Staszewski.

Doch auch in der Offensive präsentierten die Gastgeber nicht gerade sehenswerte Angriffszüge. Kombinationsspiel – Fehlanzeige. Mit dem Führungstor per Kempa-Trick nach Zuspiel von Oliver Staszewski sorgte Max Wiedenmann bereits in der 1. Minute für den Höhepunkt des Vareler Angriffspiels. Anschließend tauchte der SG-Linksaußen wie viele seiner Mitspieler unter. In den ersten zehn Minuten konnte das Staszewski-Team zwar die Partie noch offen gestalten, dann aber zogen die Gäste innerhalb von nur fünf Minuten auf 10:6 davon.

Bezeichnend für die Angriffsleistung der Gastgeber waren zwei Szenen kurz vor dem Seitenwechsel. Zuerst traf Marek Mikeci nur den Pfosten, Sekunden später hämmerte er einen Siebenmeter weit übers Tor.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde es nicht besser. Flensborg agierte im Angriff kompromisslos. Ole Zakrzewski (6 Tore), Jeppe Bruhn (8/4) und Marc Blockus (5) fackelten nicht lange, um die sich bietenden Chancen in Tore umzumünzen. Mitte der zweiten Hälfte hatte die SG noch einmal eine kleine Chance, dem Spiel vielleicht noch eine Wende zu geben. Nach dem 19:23 durch Oliver Staszewski (44.) schickte das Schiedsrichter-Gespann Jürgen Aniol und Holger Gillmann in Malte Jessen und Bruhn gleich zwei Flensborger fast zeitgleich mit Zwei-Minuten-Strafen auf die Bank. Straten verkürzte auf 20:23, doch selbst in doppelter Unterzahl erzielten die Gäste zwei Tore und ließen sich von ihrem Siegeszug nicht mehr abbringen.

„Ich bin froh, dass wir gewinnen konnten. Wir wussten, dass es hier nicht einfach werden würde. Der Sieg ist verdient. Nach dem schwierigen Auftaktprogramm spielen wir uns langsam ins Mittelfeld der Tabelle“, freute sich DHK-Coach Matthias Hahn.

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