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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Nach WM nichts Neues auf Taktik-Tafel

02.02.2019

Altjührden /Elsfleth Ganz Deutschland fieberte zuletzt mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der Heim-WM mit. Am Ende langte es für den vierten Platz, den nur wenige dem Team vorab zugetraut hätten. Die Begeisterung in den Sporthallen war riesig. Aber gab es auch Neuerungen, die das moderne Handballspiel verändert haben? Die beiden Trainer Christian Schmalz (SG VTB/Altjührden) und Ulrich Adami (Elsflether TB) haben genau hingeschaut.

Fragwürdige Variante

„Eigentlich gab es nichts spektakulär Neues“, sagt Schmalz. Auffällig sei gewesen, dass fast alle Mannschaften in Unterzahl den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler tauschten. So richtig viel abgewinnen kann er dieser Variante allerdings nicht. „Da bin ich eher Old-School. Aber anscheinend belegt die Statistik, dass sich diese Variante auszeichnet, sonst würde es ja keiner machen“, erläutert Schmalz.

Auch Adami hat so seine Bedenken. „Ich sehe da keinen Vorteil drin“, meint er. Schließlich hätte es der Gegner ja leicht, bei einem Ballgewinn ein einfaches Tor zu werfen. „Ich würde das machen, wenn wir kurz vor Schluss knapp zurückliegen. Aber sonst nicht.“

Bei den Friesländern, die an diesem Samstagabend um 19.30 Uhr erstmals unter der Regie von Schmalz den Spitzenreiter HSG Krefeld im Abstiegskampf zu Gast haben, steht diese Variante trotzdem jede Woche auf dem Trainingsplan. „Wenn man es macht, muss es auch gut trainiert sein. Das Timing muss stimmen, wer sich zu welchem Zeitpunkt wieder für den Torwart auswechseln lässt“, sagt Schmalz.

In der 3. Liga spiele jedes Team mit dieser Variante, allerdings nur sporadisch. In der Verbandsliga, in der der ETB auf Punktejagd geht, sieht das anders aus. Dass ein Torwart seinen Arbeitsbereich für einen weiteren Feldspieler verlässt, ist die Ausnahme.

Ansonsten sei aufgefallen, dass die Schiedsrichter sehr kleinlich gepfiffen hätten, sagen die Trainer. Bei Schmalz traf diese Linie nur bedingt auf Gegenliebe. „Die Gesundheit der Spieler geht immer vor. Das Schubsen in der Luft ist gefährlich und muss geahndet werden. Teilweise waren die ausgesprochenen Strafen aber lächerlich. Manchmal haben sich Verteidiger und Angreifer gegenseitig angeschaut und gefragt: Was war das denn jetzt?“ Der Ansatz, die Spieler zu schützen, sei gut gewesen. Es sei aber nicht gut gewesen, was herausgekommen ist.

Clevere Spielweise

Einig waren sich die beiden Trainer in ihrer Begeisterung für das neue Weltmeisterteam aus Dänemark. „Die haben eine tolle Mannschaft und waren allen Gegnern hoch überlegen“, sagt Adami. Mit Dänemarks Variante, drei Rechtshänder im Rückraum aufzustellen, sei keiner klar gekommen. Auch das dänische Tempospiel beeindruckte die Trainer. „Im Endspiel gegen Norwegen haben sie das nahezu perfektioniert“, sagt Schmalz.

Auf das eigene Spiel habe die WM aber nur wenig Auswirkungen. „Sicherlich hat man sich ein paar Anreize holen können. Aber im Großen und Ganzen unterscheiden sich die Spielweisen nicht“, meint Schmalz. Adami nimmt immerhin mit: „Die Deutschen haben gezeigt, wie man mit Kampfgeist begeistern kann.“ Aber diese Eigenschaft hat der ETB ohnehin schon.

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