• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Gemischte Gefühle nach Schicksalspiel

10.12.2018

Altjührden Aus dem von den Drittliga-Handballern und Fans der SG VTB/Altjührden erhofften und im Abstiegskampf so dringend benötigten Sieg im Schicksalspiel vor heimischer Kulisse ist nichts geworden. Am Ende mussten die Hausherren im Kellerduell gegen Schlusslicht SG Langenfeld noch froh sein, durch den Ausgleich zum 28:28 (15:13)-Endstand immerhin noch einen Punkt geholt zu haben und am letzten Hinrunden-Spieltag nicht auch noch auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht zu sein. Besonders bitter aber: Bis zur 59. Minute waren die Gastgeber kein einziges Mal in Rückstand geraten.

Statistik

3. Liga West

SG VTB/Altjührden - SG Langenfeld 28:28 (15:13)

SG VTB/Altjührden Stasch, Plaszczak, Seefeldt - Schildknecht 3, Brötje, Janßen 4, Kalafut 6, Langer 2, Summa 7/1, Söndergaard 2, Thünemann, Straten, Danielsen 1, Abram, Rohde 3.

SG Langenfeld Riebau, Thommessen - Heider 2, Jung 5, Wolter, Preissegger 3, Schirweit 2, Korbmacher 6, Eich 4/3, Raschke 2, Meurer 4.

Siebenmeter 1/1 SG VTB – 3/3 Langenfeld.

Strafminuten 6 SG VTB – 4 Langenfeld.

Schiedsrichter Jan-Henrik Kotzur und Patrick Setter (Kiel).

Zuschauer 547.

Stationen 2:1 (4.), 6:3 (10.), 8:3 (12.), 9:4 (13.), 10:6 (19.), 12:9 (22.), 13:12 (27.), 15:13 (Hz.) – 18:14 (35.), 18:18 (39.), 20:18 (41.), 22:19 (45.), 23:22 (49.), 25:25 (53.), 27:28 (59.), 28:28 (Endstand).

Nächstes Spiel Leichlinger TV - SG VTB/Altjührden (Sonnabend, 18 Uhr).

Überhaupt hatten die Vareler, erstmals unter der alleinigen Regie von Interimscoach Ralf Koring, vor 547 Zuschauern gut in das „Vier-Punkte-Spiel“ gefunden und waren zweimal sogar auf fünf Treffer davongezogen – 8:3 (12. Minute) und 9:4 (13.). Das lag vor allem daran, dass Regisseur Dennis Summa sein wohl bestes Spiel für die Friesen machte. Er übernahm oft Verantwortung und nutzte mit viel Zug zum Tor in der SGL-Abwehr die Lücken, die vor allem durch die phasenweise Manndeckung gegen Lukas Kalafut entstanden.

Doch wie so häufig in der bislang enttäuschend verlaufenen Saison schlichen sich nach dem 10:6 (19.) plötzlich immer mehr Fehler und Unzulänglichkeiten ins Angriffsspiel ein, die den Gegner wieder in die Partie zurückbrachten. So konnten die nur mit einem kleinen Kader angereisten Gäste aus dem Rheinland bis zur Pause auf zwei Treffer verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Vareler zwar wieder den besseren Start – 18:14 (35.). Doch auch dieser Vier-Tore-Vorsprung sollte keine Ruhe ins Spiel bringen. Im Gegenteil: Nach drei Gegentreffern binnen 45 Sekunden, bedingt durch vorherige technische Fehler der Hausherren und erfolgreiche Tempogegenstöße des Tabellenletzten, war die Partie plötzlich wieder völlig offen. Und blieb es bis zum Schluss.

Zwar setzte sich Varel vor allem dank einer noch beherzter zupackenden 6:0-Deckung um Abwehrchef Helge Janßen und den stark grippegeschwächten Kai Schildknecht noch einmal auf 22:19 ab (45.). Doch wurde die für ein Abstiegsduell erstaunlich faire Partie immer mehr zu einer Nervenschlacht.

In der hektischen Schlussphase brachte Langenfelds Dominik Jung zunächst das Kunststück fertig, mit einem Wurf von der Mittellinie in Richtung des völlig verwaisten Vareler Gehäuses nur den Pfosten zu treffen und damit den möglichen Ausgleich zum 23:23 zu verpassen (49.).

Nachdem Thor Söndergaard zur umjubelten 27:26-Führung der Vareler (56.) getroffen und der eingewechselte Andre Seefeld aus kürzester Distanz einen Wurf der Gäste pariert hatte, verpassten es die Hausherren im Angriff auf zwei Tore davonzuziehen. So kam es, wie es kommen musste: Beim 27:27 übernahm Summa im Angriff Verantwortung, doch wurde sein Wurf pariert, und per Tempogegenstoß gingen Gäste durch Jung erstmals überhaupt in Führung – 27:28 (59.).

Trainerstimmen

Ralf Koring (SG VTB/Altjührden): Auf die kurze Deckung gegen Lukas waren wir vorbereitet. Wir sind auch gut in die Partie gekommen, hätten allerdings zur Pause auch schon deutlicher mit fünf, sechs Toren führen können. Und wie es dann in unserer Situation so ist, fangen nach dem Seitenwechsel plötzlich die Köpfe der Spieler an zu arbeiten. Da haben wir im Angriff dann die nötige Konzentration vermissen lassen – und das ist ärgerlich.

Markus Becker (SG Langenfeld): Wir konnten vor der Pause glücklich sein, dass wir nur mit zwei Toren hinten lagen. Als wir nach dem Seitenwechsel den Vier-Tore-Rückstand ausgeglichen haben, konnten wir die Partie komplett offen gestalten. Am Ende denke ich war das ein verdientes Remis. Klar hätten wir gerne gewonnen, doch leider ist uns die letzte Aktion weggepfiffen worden – was nicht unbedingt hätte sein müssen.

Immerhin behielt Kapitän Helge Janßen 20 Sekunden vor dem Abpfiff auf Zuspiel von Kalafut vom Kreis die Nerven und rettete dem Tabellenvorletzten mit seinem Ausgleichstreffer einen Punkt. Zwar zappelte der Ball kurz nach einer schnellen Mitte der Langenfelder noch einmal im Vareler Netz. Doch verweigerten die Schiedsrichter dem vermeintlichen Siegtreffer in der Schlusssekunde die Anerkennung. Sie entschieden stattdessen auf einen direkt auszuführenden Freiwurf, der in der Vareler Mauer landete.

Am Ende wussten die Spieler beider Teams nicht so recht, ob sie sich sich nach dem verpassten doppelten Punktgewinn nun über das Remis im Abstiegskampf freuen oder ärgern sollten.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2510
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.