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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Handball: Nach Fan-Brief spielt sich Varel in Rausch

24.12.2018

Altjührden Ein schöneres vorweihnachtliches Geschenk hätten sich die 707 Handballfans am Sonnabend in Altjührden gar nicht wünschen können. Mit 33:25 Toren fegte die SG VTB/Altjührden die SGSH Dragons aus Schalksmühle förmlich aus der Manfred-Schmidt-Sporthalle und holte zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Der Drittletzte der dritten Liga spielte sich vom Anpfiff weg in einen Rausch und ließ dem Tabellenzweiten nicht den Hauch einer Chance. Damit hatten selbst die kühnsten Optimisten vor dem Anpfiff nicht gerechnet.

Handball

3. Liga West

SG VTB/Altjührden - SGSH Dragons 33:25 (19:14)

SG VTB/Altjührden Stasch (17 Paraden), Plaszczak (2), Seefeldt – Schildknecht 1, Brötje, Janssen 2, Kalafut 7, Langer 1, Summa 8/1, Söndergaard, Thünemann, Straten, Danielsen 1, Abram 9, Rhode 4. 

SGSH Dragons Vukas, Plessers – Jorajuria 4/1, Diehl 3, Sackmann 1, Ruskov, Luciano 4, Merhar 1, Schetters 2, Hecker 3, Prior 1, Bruening 6/5.

Siebenmeter 1/1 SG VTB – 6/6 Dragons 6/6.

Strafminuten 8 SG VTB – 4 Dragons.

Schiedsrichter Julian Lauenroth und Arne Surrow (Lübeck/Kiel).

Zuschauer 707.

Stationen 3:3 (5.), 8:5 (12.), 11:7 (15.), 14:11 (19.), 18:11 (26.), 19:14 (Hz.) – 20:16 (34.), 24:17 (39.), 26:18 (44.), 28:18 (48.), 29:20 (51.), 31:23 (57.), 33:25 (Endstand).

Nächstes Spiel VfL Gummersbach II - SG VTB/Altjührden (Sonntag, 27. Januar, 17 Uhr).

„Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen. Das war eine der verdientesten Niederlagen in dieser Saison“, zollte Dragons-Trainer Stefan Neff den Varelern um Interimstrainer Ralf Koring seinen großen Respekt.

Vor den Augen ihres kommenden Trainers Christian Schmalz waren die Gastgeber von Beginn an voll da. Gegen die zweitbeste Abwehr der Liga mit dem hünenhaften Mittelblock Todor Ruskov und Dominic Luciano zeigten die Vareler keinen Respekt. SG-Torjäger Lukas Kalafut macht es seinen Mitspielern in der zweiten Minute gleich zweimal mit seinen Toren vor, wie man eine der cleversten Defensiven vernascht. Varels immer besser werdender Spielmacher Dennis Summa wollte dem nicht nachstehen und traf zu Beginn ebenfalls zweimal. Nach neun Minuten führten die Gastgeber mit 6:4.

Das Koring-Team war gegenüber vorherigen Heimspielen nicht wiederzuerkennen. Was sich schon beim 28:28 beim Dritten Leichlinger TV vor einer Woche andeutet hatte, setzte sich gegen die Drachen aus Schalksmühle fort. Endlich zeigte die SG auch vor dem Heimpublikum die lang ersehnte Zielstrebigkeit im Angriff. Auf jede taktische Finesse von Dragons-Trainer Neff wussten die Gastgeber eine schlauere Antwort.

Als die Schalksmühler es mit einer offensiven Deckung gegen Kalafut versuchten, nutzte SG-Linksaußen Patryk Abram – mit neun Treffern bester Schütze – den freien Raum und langte viermal in Folge hin. Nach seinem fünften Treffer per Kempa-Trick zum 13:9 (17.) stand die Manfred-Schmidt-Halle Kopf. Abram, Kalafut und Summa schraubten das Ergebnis nach 22 Minuten auf 16:11 hoch.

Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Dragons-Spieler Ruskov hatte SG-Kapitän Helge Janßen dann seinen Auftritt. Erst erhöhte er in unnachahmlicher Manier vom Kreis auf 17:11, um dann beim Angriff der Dragons den Gästen den Ball zu klauen und per Weitwurf vom eigenen Kreis ins leere Tor das 18:11 zu markieren. „Das war beeindruckend. Der SG ist einfach alles gelungen. Innenpfosten rein, Unterkante Latte rein“, schüttelte Neff noch nach Spielschluss ungläubig den Kopf.

Der erste Fehlwurf der Gastgeber datierte aus der 27. Minute, als Summa mit einem Flachwurf knapp das Ziel verfehlte. Zur Pause führte die SG VTB/Altjührden mehr als verdient mit 19:14.

Nun ja, auch in einigen Spielen zuvor hatte Varel nach 30 Minuten vorn gelegen, um am Ende doch noch klar zu verlieren. Doch das Bangen bei den Zuschauern war nur von kurzer Dauer, zumal es nun SG-Keeper Levin Stasch seinen Vorderleuten nachmachte und sich ebenfalls in einen Rausch spielte. Mit 14 Paraden allein in Halbzeit zwei zog er den Gästen, die ohne die drei Top-Angreifer David Bleckmann (Kahnbeinbruch), Lukas Hüller (Nasenbruch) und Christopher Klasmann (Achillessehnenreizung) angereist waren, endgültig den Zahn. Im Gegensatz dazu fasste Ante Vukas, ehemaliger kroatischer Junioren-Nationaltorhüter, kaum einen Ball an. Die Vareler schraubten das Ergebnis Tor um Tor hoch. Am Ende stand ein 33:25-Kantersieg.

„Wir haben in den vergangenen Wochen kontinuierlich weitergearbeitet. Die Jungs wollten heute unbedingt. Mein Glückwunsch!“, lobte Koring seine Spieler: „Wer hätte vor der Partie gedacht, dass da so etwas bei rauskommt. Wir haben gute Lösungen in der Abwehr und im Angriff gefunden.“

Am Ende verriet er dann aber einen noch wichtigeren Grund des grandiosen Sieges. „Vor Spielbeginn habe ich der Mannschaft den Brief eines achtjährigen Fans in der Kabine vorgelesen, der uns aufforderte nicht aufzugeben. Er sei weiter dabei – auch wenn wir verlieren“, sagte Koring.

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