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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Zwischen Meistertrubel und Kaderfragen

20.04.2018

Altjührden Nach der ausgelassenen Meistersause ist vor dem Spitzenspiel: Unter diesen Vorzeichen treten die Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden nur eine Woche nach dem vorzeitigen Titelcoup (die NWZ berichtete) an diesem Samstag bei der HSG Barnstorf/Diepholz an. Anwurf in der Halle Mühlenkamp in Diepholz ist um 19.30 Uhr.

Spielerstimmen

Helge Janßen (SG-Kapitän): Das hätte vor der Saison wohl keiner gedacht, dass wir gleich im ersten Jahr nach dem Neuanfang den Aufstieg perfekt machen. Ein riesengroßer Dank gilt dem ganzen Team, dem Umfeld und unseren Fans.

Patryk Abram (SG-Linksaußen): Natürlich haben wir erstmal ordentlich gefeiert. Aber wir haben auch noch drei Spiele in dieser Saison, die wir vernünftig zu Ende spielen wollen. Natürlich freue ich mich auf die Dritte Liga. Mal sehen, was für uns dort möglich ist.

Jan-Uwe Behrends (SG-Rechtsaußen): Es hat richtig Spaß gemacht mit dieser geilen Truppe. Darum werde ich auch noch ein Jahr dranhängen. Ich bin gespannt, wie wir uns in der Dritten Liga schlagen. Und besonders freue ich mich natürlich auf das Derby gegen Aurich.

Lange Zeit war das Team des in Varel aufgewachsenen HSG-Trainers Dag Rieken in dieser Saison einer der ärgsten Widersacher der Friesen. Obwohl die Barnstorfer bei der SG im Hinspiel Anfang Dezember sang- und klanglos mit 13:28 untergingen. Doch auch aufgrund von Verletzungen ist die HSG, die zuletzt dreimal in Folge verlor, inzwischen auf den vierten Platz abgerutscht. Vor allem der Ausfall von Torjäger Kamil Chylinski (erst Schulter, dann Kreuzbandriss) konnte nie kompensiert werden.

„Ich denke aber, dass die Barnstorfer noch Wut im Bauch haben und sich für die Hinspielniederlage revanchieren wollen“, sagt SG-Spielertrainer Ivo Warnecke. Andre Seefeldt, Sportlicher Leiter der SG, ergänzt: „Nachdem wir die Meisterschaft sicher haben, kann unsere Mannschaft die letzten drei Spiele genießen, ohne dabei allerdings die nötige Ernsthaftigkeit zu vernachlässigen.“

Derweil wird abseits des Spielfeldes bei den Altjührdenern fleißig weiter an der Zusammenstellung des neuen Kaders gefeilt. „Es wird in der Dritten Liga hammerhart“, gibt sich Seefeldt keinen Illusionen hin: „Wir hoffen alle, dass wir ein vernünftiges Team für diese sehr schwere Aufgabe zusammenstellen können.“ Man müsse sich allerdings darauf einstellen, kommende Saison bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zu fighten: „Diesmal haben wir in der Tabelle 13 Teams hinter uns gelassen, nächste Saison wäre ich heilfroh, wenn es in der Endabrechnung nur drei sind.“

Auch Coach Warnecke ist sich natürlich der großen Herausforderung bewusst: „Bei aller Freude über den Aufstieg habe ich auch ein bisschen Ehrfurcht vor der Dritten Liga. Ich hoffe, dass unser Umfeld es hinbekommt, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft aufstellen können.“ Dafür benötigen die Altjührdener allerdings noch einige spielstarke Spieler. Zumal für einige aktuelle der Sprung leistungsmäßig zu groß sein dürfte, während andere wohl aufhören werden – darunter Routinier Martins Libergs. Auch Warnecke selbst will eigentlich nicht mehr zum Ball greifen, sondern sich mit seinen 38 Jahren nun voll auf das Traineramt konzentrieren.

Zudem droht den Friesen der Verlust ihres erfolgreichsten Torschützen. So hat der nach einem kleinen Formtief zuletzt wieder bärenstarke Oliver Staszewski (163 Saisontreffer) Angebote von diversen Vereinen vorliegen. „Ob es bei der SG für mich weitergeht, kann ich noch nicht sagen“, erklärt der Rückraum-Linke auf Nachfrage: „Ich habe von Beginn an dem Verein gegenüber mit offenen Karten gespielt und werde meine Entscheidung davon abhängig machen, wer mir einen Job im Maschinenbau bieten kann.“

Bisher haben folgende SG-Spieler ihre Verträge verlängert: Kapitän Helge Janßen, Patryk Abram, Kevin Langer, Levin Stasch, Jan-Uwe Behrends, Lasse Thünemann und Kevin Straten. Neu zur Mannschaft stoßen in der Dritten Liga Rückraumspieler Dennis Summa (SG Achim/Baden) und Kreisläufer Kai Schildknecht (VfL Edewecht).

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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