• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

SG verpasst Krönung der Aufholjagd

01.10.2018

Altjührden Punkt gewonnen oder Punkt verloren? Am Ende der äußerst umkämpften und in der Schlussphase sehr hektischen Partie in der Altjührdener Manfred-Schmidt-Sporthalle wussten weder die meisten der 572 Zuschauer, noch ein Großteil der Spieler und Verantwortlichen der Drittliga-Handballer der SG VTB/Altjührden, ob sie sich über das 31:31 (14:17) gegen den Northeimer HC freuen oder ärgern sollten.

„Die Frage, ob wir einen Punkt gewonnen oder verloren haben, ist sehr schwierig zu beantworten“, erklärte SG-Trainer Ivo Warnecke: „Nach durchwachsenen ersten 40 Minuten haben wir uns super rangekämpft – auch dank der Zuschauer, die uns viel Kraft gegeben haben. Leider haben wir es dann nicht geschafft, unsere Führung auf drei Treffer auszubauen.“

Statistik

3. Liga West

VTB/Altjührden - Northeimer HC 31:31 (14:17)

VTB/Altjührden Stasch (9 Paraden), Plaszczak (3) - Schildknecht 2, Brötje, Janßen 1, Kalafut 8, Langer 1, Summa 3, Söndergaard 3, Straten 4/3, Danielsen 2, Abram 3, Rohde 4.

Northeimer HC Stammer, Gobrecht, Armgart - Schlüter, Iliopoulos, Krebs 5, Lange 9/2, Seekamp 4, Lutze 2, Hempel, Hoppe 6, Wilken, Gerstmann 3, Dewald, Stöpler 2. 

Siebenmeter 4/3 SG/VTB – 2/2 NHC.

Strafminuten 12 SG/VTB – 10 NHC.

Schiedsrichter Erkan Günay und Simon Krebs (Teutonia Riemke).

Zuschauer 572.

Stationen 2:2 (5.), 4:4 (11.), 7:4 (12.), 8:8 (14.), 9:11 (20.), 11:15 (26.), 13:15 (28.), 14:17 (Hz.) – 15:19 (34.), 17:19 (35.), 19:22 (38.), 22:23 (41.), 23:23 (44.), 25:44 (47.), 28:26 (51.), 29:27 (54.), 30:28 (56.), 31:29 (57.), 31:31.

Nächstes Spiel SG Menden Sauerland Wölfe - SG VTB/Altjührden (Sonnabend, 19 Uhr).

Die Vareler, bei denen Zugang Lukas Kalafut mit 8 Treffern auch in seinem zweiten Spiel seit der Rückkehr vom WHV bester Torschütze war, hatten gut ins Spiel gefunden und führten nach zwölf Minuten mit 7:4. Doch nach dem 8:8 (14.) waren sie lange einem Rückstand hinterhergerannt. Die sehr schnell von Abwehr auf Angriff umschaltenden Gäste aus der Nähe von Göttingen fanden, angeführt vom enorm treffsicheren Rechtsaußen Sören Lange (9/2), immer wieder Lücken in der vor der Pause doch recht löchrigen SG-Deckung.

Auch die schnelle Mitte wurde vom NHC erfolgreich praktiziert. So war der Torjubel bei den Varelern ein ums andere Mal noch nicht ganz verhallt, da wurden sie in der Deckung postwendend auf dem falschen Fuß erwischt. Northeim setzte sich über 11:10 (20.) auf 15:11 (26.) ab.

Schwere Verletzung

Obwohl sich in Tim Gerstmann kurz vor der Pause einer der besten NHC-Rückraumspieler bei einem Foul schwer verletzte und mit Verdacht auf Ellenbogenbruch ausschied (28.), blieben die Gäste auch nach dem Seitenwechsel zunächst am Drücker. Erst nach dem 15:19 (34.) bliesen die Vareler richtig zur Aufholjagd – auch dank Jonas Rohde (4) und Dennis Summa (3), die nun mehr Zug zum Tor entwickelten. Über 17:19 (35.) und 19:22 (38.) kämpften sich die Hausherren durch einen Doppelpack von Summa auf 22:23 heran (41.).

Dann folgte eine Schlüsselszene: Northeims Efthymios Iliopoulos rutschte auf Rückraum rechts ohne Fremdeinwirkung weg und stolperte in Varels Kai Schildknecht hinein, der von den Unparteiischen sehr zum Ärger des SG-Teams und der Zuschauer obendrein noch für zwei Minuten vom Feld geschickt wurde (42.). Eine krasse Fehlentscheidung, welche die Vareler Fans mit lauten Pfiffen und Buh-Rufen quittierten und fortan wie der achte Mann hinter ihrer Mannschaft standen. Durch das SG-Team schien nicht zuletzt dadurch ein weiterer Ruck zu gehen. In der Abwehr wurde noch beherzter zugepackt, zudem steigerte sich Levin Stasch zwischen den Pfosten.

Nach dem 23:23-Ausgleich durch Helge Janßen (44.) sorgte Teis Danielsen mit dem 25:24 (47.) für die erste Führung der Hausherren seit der 14. Minute. Mehrmals lagen die Friesen in der hektischen Schlussphase mit zwei Treffern vorn: Zweimal durch den wurfstarken Kalafut – 28:26 (51.) und 29:27 (54.) – sowie durch Kevin Straten, der den Abpraller seines gehaltenen Siebenmeters im Nachsetzen zum 30:28 versenkte (56.), und letztmalig durch Schildknecht (31:29/57.). Doch verpassten es die Vareler, den Sack tatsächlich zuzumachen.

Im Gegenteil: Das Blatt schien sich sogar noch einmal komplett zu wenden, denn 80 Sekunden vor dem Ende kassierte Patryk Abram eine Zwei-Minuten-Strafe. Den zudem fälligen Siebenmeter verwandelte Northeims Lange sicher zum 31:31.

Wichtige Parade

In Unterzahl leisteten sich die Gastgeber zum Entsetzen der Zuschauer dann einen Fehlpass, doch hielt SG-Torhüter Levin Stasch wenige Sekunden vor dem Abpfiff einen Wurfversuch von Iliopoulos bärenstark aus kürzester Distanz. Die letzte Angriffsaktion der spannenden Begegnung musste in der Schlusssekunde nach einem Neunmeter-Pfiff Kalafut abschließen. Er hatte sich zuvor in der ganzen Partie nur einen einzigen Fehlwurf geleistet. Doch NHC-Keeper Lennart Gobrecht parierte den eigentlich guten Wurf gekonnt im unteren langen Eck. Somit blieb es beim Unentschieden, das die Gäste wie einen Sieg feierten.

Stimmen

Christoph Deters (Sportlicher Leiter SG): Wir verlieren in dieser Liga keine Punkte, sondern wir gewinnen sie. Wenn man bedenkt, dass wir am Ende über eine Minute lang in Unterzahl spielen mussten, dann ist das ein gewonnener Punkt. Wir sind auf dem richtigen Weg, haben aus den letzten beiden Spielen drei Punkte geholt, müssen weiter fokussiert bleiben. Wir haben eine intakte, charakterstarke Truppe, in der nicht nur Lukas enorm wichtig ist. Alle haben wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Carsten Barnkothe (NHC-Trainer): Da wir ab der 50. Minute immer ein, zwei Treffer zurückgelegen haben, können wir mit dem Remis leben. Andererseits, wenn wir unseren letzten Wurf treffen, hätten wir gewonnen. Mit Lukas Kalafut haben die Vareler im Angriff enorm an Durchschlagskraft gewonnen.

Lukas Kalafut (SG-Torjäger): Wenn man die 60 Minuten betrachtet, war das ein ausgeglichenes Spiel. Guckt man nur auf die letzten zehn Minuten, dann war das Momentum auf unserer Seite, und wir hätten eigentlich gewinnen können. Den letzten Wurf musste ich nehmen. Erstens war keine Zeit mehr auf der Uhr, zweitens habe ich davor sehr gut getroffen. Dass der gegnerische Keeper gut reagiert hat, ist Pech. In der ersten Hälfte haben wir gegen die schnelle, richtig gut gespielte erste und zweite Welle der Northeimer nicht gut verteidigt, obwohl wir darauf vorbereitet waren. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann alle gemeinsam besser gemacht.

Levin Stasch (SG-Torwart): Dass ich den letzten Wurf halten konnte, war super wichtig, nachdem ich zwischenzeitlich an einigen Würfen dran war, sie aber leider nicht parieren konnte. Schade, dass es am Ende nicht mehr ganz zum Siegtreffer gereicht hat. Dennoch können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Natürlich hätten wir die Partie früher für uns entscheiden können. Aber unterm Strich war das ein gutes Spiel und vor allem eine geile Stimmung in der Halle.

„Momentan ist mir das Ergebnis ziemlich egal“, bilanzierte indes wenig später NHC-Trainer Carsten Barnkothe, dessen Bruder Dirk „Mucki“ Barnkothe in den 80er-Jahren für die SG VTB/Altjührden aufgelaufen war, ernüchtert. Grund: „Ich habe durch die schwere Verletzung von Tim Gerstmann einen meiner besten Spieler verloren. Das tut richtig weh, zumal wir aktuell durch Verletzungen ohnehin schon zu wenig Rückraumspieler haben.“

Bei seinem Gegenüber Warnecke überwog indes das Positive: „Da wir in der letzten Minute in Unterzahl spielen mussten, sind wir unterm Strich mit dem Punkt zufrieden. Und wer weiß, wie wichtig dieser Punkt in der Endabrechnung noch einmal wird.“

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
Rufen Sie mich an:
04451 9988 2510
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.