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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Varel bejubelt Sensationssieg in Hölle des Nordens

04.02.2019

Altjührden Die Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden hat ihrem Namen als Hölle des Nordens alle Ehre gemacht. 630 Handballfans peitschten am Samstagabend die SG VTB/Altjührden zum sensationellen 24:22-Heimsieg gegen Drittliga-Spitzenreiter HSG Krefeld. „Wahnsinn! Das ist Wahnsinn! Da kann man mal sehen, was alles geht“, freute sich Varels Sportlicher Leiter Christoph Deters. Der Sieg wurde durch die erneute Knieverletzung von Torjäger Lukas Kalafut allerdings ein wenig getrübt.

Die Mannschaft von SG-Trainer Christian Schmalz knüpfte nahtlos an die starken Leistungen vor der Winterpause an, als man noch unter der Regie von Co-Trainer Ralf Koring zuerst ein 28:28 beim aktuellen Dritten Leichlinger TV und dann einen bärenstarken 33:25-Heimerfolg gegen den Zweiten SGSH Dragons feierte. Nun bereitete die kompakte 6:0-Abwehr dem Spitzenreiter aus der Samt- und Seidenstadt von Beginn an große Probleme.

Statistik

3. Liga West

SG VTB/Altjührden - HSG Krefeld 24:22 (10:10) SG VTB/Altjührden Stasch (15Paraden, davon 1 Siebenmeter), Seefeldt (6/1), Plaszczak – Schildknecht 3, Brötje 1, Janßen 1, Summa 1, Söndergaard 4, Behrends 3, Abram 6/2, Rohde 5.

HSG Krefeld Jäger, Keutmann – Schiffmann 1, Wöstmann 1, Görden 1, Roosna 5, Vonnahme, Gentes 1, Kuhfuss, Liesebach 1, Hansen4, Zimmermann 3, Ciupinski, Brueren 6/3, Jagieniak.

Siebenmeter 2/2 SG VTB – 5/3 HSG.

Strafminuten 10 SG VTB – 6 HSG.

Rote Karte Dennis Summa (SG VTB/30.) wegen Unsportlichkeit durch Kopftreffer bei Freiwurf.

Schiedsrichter Sascha Siebert/Jan Welke (Bergneustadt).

Zuschauer 630.

Stationen 0:1 (7.), 2:1 (11.), 4:3 (15.), 5:4 (20.), 9:7 (27.), 10:10 (Hz.) – 12:10 (33.), 14:11 (37.), 16:13 (42.), 18:18 (48.), 20:20 (51.), 24.20 (56.), 24:22 (Endstand).

Nächstes Spiel TuS Volmetal - SG VTB/Altjührden (Sonnabend, 19.45 Uhr).

Zudem erwischte SG-Keeper Levin Stasch einen Sahnetag und brachte die zweitbeste Offensive der Liga zur Verzweiflung. Den ersten und einzigen Rückstand zum 0:1 nach sieben Minuten konnte er allerdings auch nicht verhindern. Schmalz und Koring hatten ihre Mannschaft glänzend auf die Gäste von Trainer Ronny Rogawska eingestellt. In einer Partie auf Augenhöhe konnte sich keine Mannschaft absetzen.

Mitte der ersten Hälfte dann der Schock für Varel, als Torjäger Lukas Kalafut nach einem Sprung im Angriff zusammensackte und mit einer erneuten Knieverletzung ausgewechselt werden musste. An diesem Montag soll eine MRT-Aufnahme Klarheit über Art und Schwere der Verletzung bringen.

Doch die SG schüttelte sich kurz und war anschließend sofort wieder konzentriert bei der Sache. Vor allem Jonas Rohde fasste sich immer wieder ein Herz und war mit seinen Würfen überaus erfolgreich. Alle fünf Treffer erzielte er in Halbzeit eins.

Nach dem Ablauf der ersten 30 Spielminuten (10:10) hatte das Schiedsrichtergespann Sascha Siebert und Jan Welke aus Bergneustadt seinen Auftritt, als Varels Spielgestalter Dennis Summa mit einem direkt geworfenen Freiwurf Henrik Schiffmann mitten ins Gesicht traf. Der Krefelder fiel wie ein Baum um und blieb benommen am Boden liegen. Nach kurzer Beratung schickten Siebert/Welke den Vareler mit einer Roten Karte vorzeitig unter die Dusche. Die Referees hatten allerdings übersehen, dass Schiffmann beim Freiwurf hochgesprungen war und somit der Platzverweis unberechtigt war.

Ohne Kalafut und Summa gab es zu Beginn der zweiten Hälfte eigentlich keine Hoffnung mehr für die Gastgeber. Doch Stasch (15 Paraden, darunter ein Siebenmeter) lief nach Wiederanpfiff zur Höchstform auf, als er gleich drei Krefelder Würfe in Folge entschärfte und das Publikum damit in Ekstase versetzte. Zweimal Thor Söndergaard und Kai Schildknecht schraubten das Ergebnis auf 14:11 hoch (37.).

Krefeld ließ sich aber nicht abschütteln und kam immer wieder heran. Per Siebenmeter konnte Kevin Brueren nach 50 Minuten zum 20:20 ausgleichen. Der kurz zuvor eingewechselte Andre Seefeldt im SG-Kasten war chancenlos. Doch auch vom erneuten Ausgleich der Krefelder ließen sich die Gastgeber nicht beirren.

Patryk Abram zweimal per Siebenmeter und per Tempogegenstoß zur 23:20-Führung ließ die altehrwürdige Pfeilerhalle förmlich erbeben. Zugleich steigerte sich auch Routinier Seefeldt zwischen den Pfosten in einen Rausch und hielt Ball um Ball. Als Söndergaard sogar das 24:20 markierte, schien der Drops gelutscht. Doch nach einer Auszeit setzte HSG-Coach Ronny Rogawska mit einer offenen Manndeckung alles auf eine Karte. Aber mehr als zwei Gegentreffer ließen die Gastgeber nicht zu. Die Vareler Fans feierten ihr Team anschließend mit Standing Ovations.

Durch diesen Sieg verließ die SG VTB/Altjührden nach langer Zeit erstmals wieder die Abstiegsränge. Beste Torschützen waren auf Vareler Seite Abram und bei Krefeld Brueren mit jeweils sechs Treffern.

„Nach 17 Siegen in Folge kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen. Wir wussten, was uns in dieser Halle erwartet. Glückwunsch zum verdienten Sieg“, sagte Rogawska. „Mir fehlen die Worte und die Stimme. Das war eine ganz starke Teamleistung. Alle waren ganz bei der Sache. Jeder hat sich für den anderen aufgeopfert“, betonte Schmalz. „Altjührden ist immer etwas ganz Besonderes. Ich bin ganz besonders stolz, dass ich hier als Trainer auf der Bank sitzen darf.“

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