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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Vareler enttäuschen erneut im Angriff

10.09.2018

Altjührden Nur fünf Feldtore in den ersten 30 Minuten plus zwei verwandelte Siebenmeter sprechen Bände für die schon bei den beiden hohen Auftaktniederlagen sichtbare eklatante Abschlussschwäche der SG VTB/Altjührden. Und so stehen die Handballer des Drittliga-Aufsteigers trotz einer Leistungssteigerung in den zweiten 30 Minuten auch nach dem Kellerduell gegen den bis dahin ebenfalls noch punktlosen VfL Gummersbach II als Schlusslicht der West-Staffel noch immer mit komplett leeren Händen da. Am Ende zogen die Vareler am Samstagabend vor 536 enttäuschten Zuschauern gegen einen durchaus schlagbaren Gegner – den ersten in der noch jungen Saison auf Augenhöhe im Kampf um den Klassenerhalt – mit 20:24 (7:14) den Kürzeren.

Kein Vareler Feldspieler kam dabei auf mehr als zwei Treffer aus dem Spiel heraus. Bester Torschütze war letztlich Patryk Abram (5/3).

„Dabei haben die Jungs gut trainiert, sodasss ich vor der Partie ein sehr gutes Gefühl hatte, dass wir uns diesmal anders präsentieren würden“, sagte SG-Trainer Ivo Warnecke nach der Heimpleite: „Umso mehr bin ich enttäuscht über unser Auftreten im Angriff vor der Pause. Da haben wir es an ganz vielen Dingen vermissen lassen.“

Dabei hatten sich die Hausherren gegen die U 23 des Traditionsclubs aus dem Oberbergischen so viel vorgenommen und wollten vor der nun folgenden schweren Auswärtspartie bei Titelmitfavorit HSG Krefeld vor heimischer Kulisse unbedingt einen Befreiungsschlag landen, um einen kompletten Fehlstart in die neue Saison zu vermeiden. Doch der Schuss ging nach hinten los.

Das fehlende Selbstvertrauen der Vareler im Angriff wurde erstmals beim Stand von 2:3 (8. Minute) sichtbar, als die Gastgeber in doppelter Überzahl den Ball vertändelten und auf der Gegenseite das 2:4 kassierten (10.). Auch danach fanden die Vareler in der Offensive keine Mittel gegen die kompakte Gummersbacher Abwehr.

Immer wieder wurde die Verantwortung im Abschluss auf den Nebenmann abgeschoben und zudem eine schlechte Wurfauswahl getroffen, sodass sich auch VfL-Torhüter Lasse Hasenforther immer wieder mit Paraden auszeichnen konnte. Hinzu kamen technische Fehler wie Stürmerfouls oder Fehlpässe, was zu einem 2:9-Rückstand nach 19 Minuten führte.

Auch weil Gummersbach in Luis Villgrattner (7) einen treffsicheren Rückraumschützen in seinen Reihen hatte. Dieser wird aufseiten der Vareler, denen der zweite Treffer aus dem Spiel heraus erst in der 19. Minute durch den viel zu selten ins Spiel gebrachten Kreisläufer Kai Schildknecht gelingen wollte, derzeit so vermisst. Derweil brachten die Gäste zudem immer wieder Linksaußen Malte Meinhardt (6) in gute Wurfpositionen.

Immerhin bäumten sich die Gastgeber nach dem Seitenwechsel noch einmal auf. Nach dem Startschuss zur Aufholjagd durch den Treffer des ansonsten blassen Rückraum-Linken Thor Söndergaard zum 8:14 (31.) kämpften sich die Friesen, angeführt von Trainer Ivo Warnecke, der sich erstmals in dieser Saison selbst einwechselte, gegen das junge VfL-Team über 11:15 (37.) und 12:17 (42.) wieder auf 15:17 (47.) heran. Daran hatte auch Torwart Patryk Plaszczak mit einigen Paraden seinen Anteil, der schon vor der Pause für den erneut glücklosen Levin Stasch zwischen die Pfosten gerückt war.

Zudem war im Angriff plötzlich mehr Dampf in den Aktionen drin. Als der Gummersbacher Coach die grüne Karte zur Auszeit zog, ballten die SG-Akteure die Fäuste und glaubten – lautstark angefeuert von der Tribüne – plötzlich selbst wieder an die Wende. Doch der so wichtige Anschlusstreffer zum 16:17 sollte nicht fallen, weil Rechtsaußen Teis Danielsen im Kreis abgesprungen war und den Ball noch dazu per Heber auf die Latte beförderte (49.).

Als die Vareler wenig später beim Stand von 16:18 (50.) erneut mehrmals die große Chance ausließen, auf nur noch einen Treffer Rückstand zu verkürzen, nahm das Unheil seinen Lauf. Über 16:21 (53.) setzte sich der VfL auf 18:23 (56.) ab. In der hektischen Schlussphase kam die SG durch einen Doppelpack von Kevin Straten zwar noch einmal auf 20:23 (58.) heran, leistete sich im Angriff aber weiterhin teils haarsträubende Aktionen wie ein Stürmerfoul in doppelter Überzahl oder völlig überhastete Abspiele ins Nirgendwo.

So skandierten die Gummersbacher nach dem Schlusspfiff ausgelassen im Hüpfkreis „Auswärtssieg, Auswärtssieg, hej, hej!“, während sich die Vareler mit hängenden Köpfen und völlig konsterniert von ihren Fans verabschiedeten.

Henning Busch
Lokalsport
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2510

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