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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Vareler glauben viel zu spät an sich selbst

18.03.2019

Altjührden Wenn der direkte Wiederabstieg in die Handball-Oberliga noch vermieden werden soll, muss endlich ein Ruck durch die Mannschaft der SG VTB/Altjührden gehen. Der Klassenerhalt in der dritten Liga kann nur gelingen, wenn jeder Spieler voll mitzieht, im Spiel und auch im Training.

Die 22:28-Niederlage gegen den Tabellendritten GWD Minden II am Sonnabend in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden wäre vermeidbar gewesen, wenn alle Vareler von der ersten Sekunde an ihre Chance geglaubt hätten. Viel zu spät – erst in Halbzeit zwei – erwachte die Mannschaft von SG-Trainer Christian Schmalz.

Beim 16:18 (43.), 17:19 (46.) und 18:20 (48.) war man in Schlagdistanz, musste die Gäste vor 582 Zuschauern dann aber doch immer wieder wegziehen lassen. „Wir machen nicht die entscheidenden Tore und haben selbst beste Chancen nicht genutzt“, ärgerte sich Schmalz nach Spielschluss.

Nach vier Niederlagen in Folge hatte man den Gastgebern das fehlende Selbstvertrauen von Beginn an deutlich angemerkt. Auch wenn sich die Vareler im Training auf die offensive Deckung der Gäste intensiv eingestellt hatten, kamen sie damit in der Anfangsphase gar nicht zurecht. Lukas Brötje auf der Mittelposition wirkte überfordert.

Schon nach sechs Minuten zog Schmalz die Reißleine, nahm eine Auszeit und ordnete die Mannschaft neu. Doch auch mit Dennis Summa auf der Spielmacherposition konnte die SG nicht an die bärenstarken Auftritte vor eigenem Publikum gegen Krefeld und die SGSH Dragons anknüpfen. „Der eine oder andere hat zu viele Fehler gemacht“, betonte Schmalz.

In der Offensive fehlte den Gastgebern die Bewegung. Minden hatte leichtes Spiel, die Vareler Angreifer auszuschalten. Mitte der ersten Hälfte kündigte sich ein Debakel an, als Mindens bester Torschütze Lukas Kister (7 Treffer) auf 10:2 für die Mannschaft von Trainer Moritz Schäpsmeier erhöhte (15.).

Glück hatte die Hausherren, dass Torwart Levin Stasch einen guten Tag erwischte und schon in Halbzeit eins sieben Würfe der Mindener Reserve entschärfte. Doch auch Stasch konnte die deutliche 15:8-Pausenführung der Gäste nicht verhindern.

In Durchgang zwei sahen die Fans dann eine andere Vareler Mannschaft. Die Gastgeber spielten jetzt mutiger. Mit Unterstützung der Fans und einem starken Stasch holte die SG Tor um Tor auf. Nach dem Treffer von Patryk Abram stand es noch 14:17 (40.). Die Zuschauer spürten, dass vielleicht noch etwas gegen die junge Mindener Mannschaft gehen könnte. Als Summa, Jonas Rohde und Kevin Langer anschließend jeweils auf zwei Tore verkürzen konnten, waren die Gastgeber in Schlagdistanz. Doch erneut individuelle Fehler machte die Aufholjagd schließlich zunichte. Minden hingegen zog das Spiel wieder an und gewann am Ende auch verdient.

„Insgesamt bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Vor allem in der ersten Hälfte hat unsere sehr starke Abwehr dem Gegner keine Chance zur Entfaltung gegeben“, lobte Schäpsmeier seine Spieler. „Fangfehler und Passfehler. Bei dem einen oder anderen war das auch eine Kraftfrage. Das schlägt sich irgendwann nieder. Es geht aber weiter“, bilanzierte indes Varels Coach Schmalz.

Statistik

Dritte Liga West

SG VTB/Altjührden - GWD Minden II 22:28 (8:15) SG VTB/Altjührden Stasch (15 Paraden), Seefeldt – Brötje, Janssen 4, Langer 2, Summa 3/2, Söndergaard 3, Thünemann, Straten (n.e.), Danielsen, Abram 3, Rohde 7.

GWD Minden II Paske, Grabenstein - Kunisch 1, Jungmann 3, Nowatzki 4, Kister 7, Rodenkirchen 1, Strakeljahn 4, Gertges 7/5, Huckauf, Nolting 1, Kuehlcke.

Strafminuten 6 SG VTB – 10 GWD II.

Siebenmeter 2/2 SG VTB – 5/5 GWD II.

Zuschauer 582.

Schiedsrichter Maik Bolus und Sven Foitzik (Lübeck).

Stationen 0:4 (8.), 2:6 (9.), 2:10 (15.), 5:10 (21.), 7:12 (25.), 8:15 (Hz.) – 11:16 (35.), 14:18 (40.), 16:18 (43.), 18:20 (48.), 18:23 (50.), 21:24 (55.), 22:25 (58.). 22:28 (Endstand).

Nächstes Spiel MTV Großenheidorn - SG VTB/Altjührden (Sonnabend, 19.30 Uhr).

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