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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Oberliga: Vareler Handballer stehen vor schweren Zeiten

15.04.2020

Altjührden Das abrupte Ende am grünen Tisch passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zum bis dahin ohnehin schon äußerst verkorksten Verlauf der Spielzeit 2019/ 2020 für die ambitionierten Oberliga-Handballer der SG VTB/Altjührden. Kurz vor den Osterfeiertagen und damit sechs Spieltage vor Schluss in der vierthöchsten Liga haben die Mitglieder des Präsidiums des Handball-Verband Niedersachsen (HVN) aufgrund der Corona-Pandemie einstimmig den sofortigen Abbruch der laufenden Saison beschlossen.

Vor ungewissen Wochen

„Es war zu erwarten, dass es in diesen Zeiten keine sportliche Lösung geben wird. Wir verfolgen ja auch alle die Nachrichten, und alles andere als ein Abbruch macht aus unserer Sicht auch keinen Sinn,“ erklärt Varels Sportlicher Leiter Christoph Deters mit Blick auf das auch von ihm schon vor Wochen prognostizierte vorzeitige Saisonende. Zugleich sieht er ungewisse Wochen auf die SG VTB/Altjührden zukommen: „Wir sind gerade dabei zu schauen, was die aktuelle Situation für die Zukunft bedeutet.“

Saisonziel früh verpasst

Rückblick: Von ihrem ursprünglichen Saisonziel, ganz oben an der Tabellenspitze der Nordsee-Staffel um den Wiederaufstieg in die Dritte Liga mitzuspielen, hatten sich die Vareler – nicht nur aufgrund von Verletzungspech – praktisch schon kurz vor der Winterpause verabschieden müssen. Dann warf Mitte Januar nach der Derby-Heimpleite gegen Schlusslicht Elsflether TB auch noch Trainer Christian Schmalz entnervt die Brocken hin. Zwar konnten die SG-Verantwortlichen in Andreas Szwalkiewicz und Dennis Graeve bereits Anfang Februar ein Trainerduo vom Liga-Rivalen HSG Schwanewede/Neuenkirchen loseisen. Doch war die Verunsicherung in der Mannschaft weiter spürbar.

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Unmittelbar nach dem ersten Sieg unter neuer Führung am 11. März wurde die Saison dann wegen der sich immer stärker ausbreitenden Corona-Pandemie zunächst unterbrochen. Auch das für den 4./5. April in Hamburg angesetzte Finalturnier im Deutschen Amateurpokal, bei dem die qualifizierten Vareler auf einen versöhnlichen Saisonabschluss gehofft hatten, fiel der Corona-Krise zum Opfer und wurde abgesagt. Ob es einen Nachholtermin geben wird, steht noch in den Sternen. Und nun wurde der Spielbetrieb für diese Saison, die das SG-Team damit auf dem vierten Tabellenplatz beendet, gänzlich eingestellt.

Damit geht Frieslands klassenhöchstes Männer-Handballteam – wie viele andere Clubs auch – schweren Zeiten entgegen. „Ob wir in diesem Jahr überhaupt noch mal Handball vor Zuschauern spielen können, ist zum Beispiel meiner Meinung nach sehr fraglich“, erklärt Deters. Im negativen Fall würde bei den Varelern ein großer Posten an stets fest eingeplanten Einnahmen wegbrechen. Zudem ist es durchaus möglich, dass von der Corona-Krise ebenfalls betroffene Sponsoren in Sachen Zuwendungen an die SG deutlich kürzer treten oder gar ganz abspringen.

Neun Spieler mit Vertrag

Derweil haben sich die Vareler Spieler in den vergangenen Wochen individuell fit gehalten haben. Aktuell stehen in Lukas Kalafut, Kai Schildknecht, Jonas Rohde, Aydrian Dröge, Patryk Abram, Michael Schröder, Kevin Langer und Fynn Menne acht Spieler aus dem aktuellen Kader auch für die neue Saison 2020/2021 unter Vertrag. Zudem wurde in Markus Zindler (Elsflether TB) Anfang März ein erster Zugang präsentiert. Danach gerieten aufgrund der Corona-Krise auch die Vertragsverhandlungen ins Stocken.

„Wir suchen momentan auch intensiv Gespräche mit der Mannschaft über das weitere Vorgehen“, erläutert Deters: „Es ist alles in allem aktuell eine sehr stressige Zeit – aber ich möchte versuchen, positiv zu bleiben.“

Saisonabbruch

In einer Telefonkonferenz haben sich die Mitglieder des Präsidiums des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) kurz vor Ostern auf einen Abbruch der Saison 2019/2020 verständigt. „Es wird keine Absteiger geben. Die Aufsteiger werden über die Quotientenregelung ermittelt“, erklärte Präsident Stefan Hüdepohl. Zur Ermittlung der Tabellenstände wird dabei ein Quotient aus den erspielten Pluspunkten und der Anzahl der bis zum Saisonabbruch absolvierten Pflichtspiele gebildet. „Bei gleichem Quotienten ziehen wir für die Wertung den direkten Vergleich heran“, erläuterte Hüdepohl. Die Quotientenregelung gelte unter den Mitgliedern des Präsidiums als „fairste Regelung“.

Dennoch sind Härtefalle nicht ausgeschlossen. So hat in der Oberliga Nordsee der gleichauf mit Spitzenreiter ATSV Habenhausen platzierte Zweite TV Cloppenburg (beide 33:7 Punkte) nur einmal gegen diesen gespielt. Die 27:33-Pleite in Bremen könnte die Aufstiegsfrage entschieden haben. Wobei sich der TVC inzwischen einen Rechtsbeistand genommen hat und noch auf eine gütliche Einigung (sprich zwei Aufsteiger) hofft.

In Sachen Derby-Gegner gibt es Stand Dienstag indes für die SG VTB/Altjührden in der neuen Oberliga-Saison Zuwachs. So bekommen es die Vareler dann nicht nur mit den verbliebenen Ligarivalen TV Cloppenburg, HSG Delmenhorst, TSG Hatten-Sandkrug und Elsflether TB zu tun, sondern auch mit Verbandsliga-Aufsteiger TvdH Oldenburg, der vom ehemaligen SG-Trainer Ivo Warnecke gecoacht wird.

Die Entscheidung des Saisonabbruchs gilt für alle Spielklassen des Handball-Verbandes Niedersachsen. Das HVN-Präsidium empfahl den selbstständigen Regionen zugleich, genauso vorzugehen. Dieser Empfehlung sind die Verantwortlichen der Handballregion Ems-Jade dann auch gefolgt und haben den Punktspielbetrieb auf Regionsebene für die Saison 2019/2020 ebenfalls beendet. Es gibt daher sowohl im hiesigen Senioren- als auch im Jugendbereich keine offiziellen Meister und Staffelsieger. Es wird aber auch keine Absteiger in den Seniorenligen geben. Für den Aufstieg im Seniorenbereich in den einzelnen Klassen gilt – wie beim HVN – die Quotientenregelung.

In den Jugend-Spielklassen ist unterdessen die Relegation zunächst auf die Zeit nach den Sommerferien verschoben worden. Den Modus sowie die Staffeleinteilungen und -größen für die Qualifikation und neue Saison werde man schnellstmöglich bekanntgeben, heißt es von HVN-Seite.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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