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NWZonline.de Region

Bärenstarke Vareler stürzen Spitzenreiter

15.02.2016

Altjührden „Wahnsinn. Das war ein Kampf ohne Ende“, jubelte Andrej Staszewski, Trainer des Handball-Drittligisten HSG Varel-Friesland, nach dem fast sensationellen 28:26-Sieg gegen Tabellenführer VfL Fredenbeck. Doch nicht nur der HSG-Coach war von der Leistung seines Teams tief beeindruckt, sondern auch die 581 Zuschauer – mit Ausnahme des VfL-Anhangs – in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden trauten am Sonnabendabend kaum ihren Augen: Ihre Mannschaft dominierte die Partie und stürzte den Spitzenreiter.

Noch vor dem Spiel rechnete kaum ein Fan mit einem Sieg der HSG. Auf den Zuschauerrängen wurde fast nur über die Höhe der Niederlage spekuliert, zumal die Vareler zuletzt bei der deutlichen 25:33-Pleite bei Schalksmühle-Halver enttäuscht hatten. Doch in eigener Halle mit den Fans als achten Mann im Rücken war das Staszewski-Team nicht wiederzuerkennen.

Viereinhalb Minuten vor dem Ende bahnte sich ein echter Handball-Krimi an. Nach dem 24:24-Ausgleich der Gäste durch Zdenek Polásek und einer Zeitstrafe für HSG-Youngster Tom Wiedenmann schien Fredenbeck obenauf. Doch in Unterzahl brachte HSG-Linksaußen Max Wiedenmann die Gastgeber erneut in Führung. Jetzt hielt es keinen der Vareler Fans mehr auf den Bänken: Jede gelungene Aktion wurde lautstark bejubelt.

Vor allem Marek Mikeci und Max Wiedenmann nahmen das Zepter in der Offensive in Hand. Innerhalb einer Minute erhöhten beide die HSG-Führung auf 27:24. Selbst eine offene Manndeckung der Gäste konnte den Siegeszug der Vareler nicht mehr stoppen. Als erneut Mikeci in der Schlussminute zum 28:25 einnetzte, war der Drops endgültig gelutscht. Der Jubel der Spieler und Fans kannte anschließend keine Grenzen mehr.

Die in der Woche einstudierte Taktik hatte sich bei den Gastgebern fest im Kopf eingebrannt. Die Vareler waren von der ersten Spielsekunde an voll da. Mit einer offensiven 5:1-Deckung brachte die HSG den Spielrhythmus der Gäste von Beginn vollkommen durcheinander. Abwechselnd störten Till Schinnerer und Gadda Xhafolli die Kreise von VfL-Spielmacher Lars Kratzenberg geschickt. Zudem beschäftigte die Vareler Abwehr permanent den Gäste-Kreisläufer Fabian Schulte-Berthold. Erfolgreiche Anspiele an den Kreis funktionierten bei den Fredenbeckern kaum. „Das haben meine Spieler nicht erkannt“, ärgerte sich VfL-Trainer Andreas Ott nach der Partie.

Jürgen Steinscherer, Top-Torjäger der Liga, war bei der Vareler Defensive ebenfalls abgemeldet. Seine drei Treffer erzielte er vom Siebenmeterpunkt. Mit seinem vierten Strafwurf scheiterte er an HSG-Keeper Hendrik Legler, der zusammen mit Levin Stasch eine starke Vorstellung im Vareler Kasten bot.

In den ersten 30 Minuten präsentierte sich Varels Malvin Patzack in überragender Verfassung. Der HSG-Shooter traf fast, wie er wollte. Sechs seiner acht Treffer erzielte er in den ersten halben Stunde. Er hatte großen Anteil daran, dass die HSG mit einer knappen 12:11-Führung in die Pause ging.

Im zweiten Spielabschnitt erwischten die Gastgeber einen Blitzstart. Der starke Till Schinnerer („sensationelle Vorstellung“, so Staszewski), sowie je zweimal Mikeci und Patzack schraubten das Ergebnis bis zur 35. Minute auf 17:12 hoch. Bis Mitte der zweiten Hälfte hielten die Vareler den Vorsprung, doch dann machte sich der enorme Kräfteverschleiß bei der HSG bemerkbar. Fredenbeck holte Tor um Tor auf und war nach dem 19:20-Anschlusstreffer von Jonas Buhrfeind (48.) wieder in Schlagdistanz. Als die Fredenbecker nach dem 24:24-Ausgleich drei Bälle einfach wegwarfen, bogen die Vareler auf die Siegerstraße ein. Das Ende ist bekannt.

„Das war Spannung bis zum Schluss. Mit diesem tollen Publikum im Rücken sind wir zu Hause stark. Das war perfekt. Unser Trainer hat uns sehr gut auf Fredenbeck eingestellt“, freute sich Patzack nach dem Spiel.

In diesen Jubel stimmte auch HSG-Trainer Staszewski ein: „Großen Dank an die Fans. Wir haben die Tabelle mit diesem Sieg wieder interessant gemacht. Unsere Abwehr war sensationell. In der Offensive hat Patzack in der ersten und Mikeci in der zweiten Hälfte aufgedreht.“ Und Gästetrainer Ott resümierte: „Glückwunsch an Varel. Meine Mannschaft hat hart gekämpft. Uns hat aber die Cleverness gefehlt.“

Patzack mit acht Treffern, Mikeci (7/2) und Max Wiedenmann (6) waren die treffsichersten Schützen der HSG. Bei den Gästen waren Jonas Vonnahme und Jonas Buhrfeid mit jeweils vier Treffern am erfolgreichsten.

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