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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Bestnoten im Sattel und am Schreibtisch

07.01.2017

Dangast Im Sattel ihres Parade-Pferdes Tinkerbell ist Greta Funke-Ligthart Erfolge gewohnt. Bei Springturnieren der schweren Klasse S reitet sie von Sieg zu Sieg. Bestnoten und eine Medaille heimste die 29-Jährige aus Dangast aber auch am Schreibtisch ein. Ihre Meisterprüfung zur Pferdewirtschafterin im Teilbereich Reitausbildung absolvierte Greta Funke-Ligthart jetzt mit Auszeichnung. Für ihre besonderen Leitungen wurde sie mit der Stensbeck-Plakette in Silber geehrt.

Seit 2011 ist die sportliche Frau selbstständig. Damals hat sie den elterlichen Reiterhof übernommen. Dort ist sie auf- und von Klein auf in den Betrieb hineingewachsen „Ab der 8. Klasse wusste ich, dass ich zurück auf den Hof wollte“, sagt Greta Funke Ligthart.

Direkt nach dem Abitur 2006 absolvierte sie auf einem Hof in Oberneuland ihre Ausbildung zur Pferdewirtin. Anschließend arbeitete sie neun Monate in einem Stall in Australien. „Auslandserfahrungen sind immer gut“, dachte sie sich damals. Danach ging es zurück nach Dangast: „Das hatte ich immer vor, denn ich fühle mich nirgends so wohl, wie im eigenen Stall.“

Zwölf Wochen besuchte Greta Funke Ligthart die Meisterschule. Ein Spagat, denn zu Hause ließ sie ihre Arbeit zurück – Reitunterricht geben, Zuchtpferde ausbilden, Tiere versorgen, Buchhaltung machen. Das funktionierte nur mit Unterstützung ihrer Mutter Petra Funke und Jana Peltzus.

Plakette in Silber

Frisch gebackene Pferdewirte Fachrichtung Klassische Reitausbildung werden traditionell mit der Stensbeck-Plakette in Bronze geehrt. Die Stensbeck-Plakette in Silber gibt es für herausragende Pferdewirtschaftsmeister-Prüfungen. In Gold wird sie nur selten vergeben.

Bei der Prüfung muss ein Gesamtergebnis von mindestens 3,0 oder besser erzielt worden sein. Das Ergebnis im Teil I der Meisterprüfung muss mindestens 2,3 und die Prüfungsleistung „Projekt“ im Teil I mindestens 2,0 sein. Die Verleihung der Plakette findet einmal im Jahr statt. BILD: Olaf Ulbrich

Die ausgebildete Pferdewirtschafterin im Teilbereich Zucht und Haltung sorgte dafür, dass auf dem Hof alles wie gewohnt ablief. „Ein Jahr, nachdem ich sie eingestellt und eingearbeitet hatte, wusste ich: Nun kann ich sie hier auch alleine lassen“, lobt Greta Funke Ligthart die 24-Jährige: „Und die Kinder, die zu uns kommen, um zu reiten, lieben sie.“

Der praktische Teil der Prüfung fand im nordrhein-westfälischen Warendorf statt. Dort musste sie reiten. Kein Problem. Oder doch? Mit Tinkerbell schaffte sie die Aufgaben im M-Springen leicht. „Vor der Dressur hatte ich aber Bammel“, gibt Greta Funke-Ligthart zu. Da sie kein Dressurpferd besitzt, bekam sie eines gestellt. „Die Generalprobe ging in die Hose“, sagt sie. Mutter Petra Funke wusste aber Rat. Sie organisierte einen Ersatz, brachte es in die Schule – „Dann hat es geklappt“, sagt sie.

Es folgte die Theorie in Münster: Buchhaltung, Betriebswirtschaftslehre und Mitarbeiterführung. Dieser Teil ist für Meisterschüler aller Berufe gleich. Das erlernte Wissen setzte Greta Funke-Ligthart gleich um. Ihr Konzept für den Schulbetrieb auf einem Reiterhof, eine Hausarbeit für die Prüfung, verbesserte sie kurzum – mit Erfolg.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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