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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Boast-Busters auf Nachwuchssuche

11.04.2013

Schortens Fast 58 Quadratmeter misst ein Squash-Court. Ein abgeschlossener Raum, in dem zwei Spieler mit einem Schläger gegeneinander einen Ball gegen die Wand spielen – mit dem Ziel, einen Punkt zu erreichen. Dieser wird gegeben, wenn ein Spieler es nicht schafft, den von der Wand abprallenden Ball zu erreichen, bevor er zum zweiten Mal den Boden berührt. Eine Mannschaft umfasst vier Personen, die entsprechend ihres Ranges gegen den Spieler aus der gegnerischen Mannschaft in drei Gewinnsätzen spielen.

Geburtsstunde miterlebt

Das seit 1930 existierende Spiel gehört zu einem der intensivsten Rückschlag-Sportarten der Welt, welches Geschwindigkeit, Präzision und Disziplin miteinander vereint. Knapp vierzig Jahre später erreichte das damals populäre Spiel erstmals Deutschland. Seit 1989 gibt es in der Schortenser „Fitness World“ Squash auch in Friesland. Mathias Urban erlebte den Sport von der Geburtsstunde an mit. Heute ist er der Präsident des Niedersächsischen Squash-Verbandes (SVN) und engagiert sich als Jugendtrainer bei den Boast-Busters Jeverland, dessen sportliches Zuhause die „Fitness World“ ist. Zum Verein zählen derzeit 27 aktive Sportler, darunter zwei Männermannschaften.

Nach zwei sehr erfolgreichen Spielzeiten in der Jugend-Oberliga Niedersachsen und der Nominierung zur Sportlerwahl 2011 in Friesland durch den Kreissportbund und die NWZ  steht der Verein nun jedoch vor einem Umbruch im Jugendbereich, da einige Spieler in der neuen Saison bereits im Herrenbereich starten müssen. Besonders stolz ist man derzeit auf den 17-jährigen Tim Schulte, der vor einem Monat Niedersachsenmeister in der Altersklasse U 19 wurde.

Der Standort Schortens gehört zu einer der fünf festen Größen der Squashjugend in ganz Niedersachsen. Seit einigen Monaten haben drei Jungen im Alter von sieben bis neun Jahren das Squashspiel für sich entdeckt. Tjark Thoben, Tom und Bruder Jan Matzeschke sind über eine Aktion des Ferienpasses zum Spiel mit dem Racket gekommen. „Mir gefällt die Geschwindigkeit und das Rennen zum Ball“, nennt Tjark Thoben die Vorzüge des Spiels. „Am meisten Spaß machen Spiele gegen unseren Trainer.“ Ob es zu der Teilnahme in der Jugend-Oberliga reicht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen und bleibt eine Entscheidung von Mathias Urban, der dabei auch die Eltern mit einbeziehen möchte.

Neben den drei Jungen haben auch drei Mädchen die Ferienpass-Aktion genutzt, um mal etwas Neues auszuprobieren. Jetzt spielen sie regelmäßig – sehr zur Freude von Mathias Urban: „In Deutschland ist Squash nur eine Randsportart, deshalb freut es uns besonders, auch Mädchen für den Sport begeistern zu können.“ Eine eigene Liga für Frauen gibt es aber nicht. „Frauen spielen immer vereinzelt in den Männermannschaften mit“, erklärt Urban. Erst am Karfreitag hatten die Boast-Busters – wie berichtet – ein Ranglistenturnier veranstaltet, bei dem sich die ehemalige Deutsche Meisterin Katharina Witt gegen die männliche Konkurrenz durchsetzte.

Hoffen auf Olympia

Die Probleme im Nachwuchsbereich beim Squash sind laut Urban vor allem durch die mittlerweile breite Anzahl an angebotenen Sportarten zustande gekommen. So ließ der Boom der 90er-Jahre immer mehr nach. Wirkliche Gründe dafür findet Urban nicht: „Komischerweise kennt jeder Amerikaner Squash.“ Bereits vor einem Jahr sollte das Spiel im Court olympisch werden, konnte sich jedoch nicht gegen Karate durchsetzen. Nun probiert es der Weltverband mit einer Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020.

Mehr Popularität versucht der in Schortens sesshafte Verein deshalb durch eine Kooperation mit dem Ferienpass zu erlangen. Auch in Zukunft erhofft man sich dadurch eine erhöhte Aktivität. Mit der Gründung einer neuen und sehr jungen Jugendmannschaft soll ein erster Schritt getan werden, um Squash langfristig in Friesland zu sichern. Interessierte erhalten nähere Informationen bei Mathias Urban unter Telefon  0151/19648446. Trainiert wird freitags von 17.45 bis 18.45 Uhr.

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