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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Karate-Konkurrenz im Kampf um Goldmedaille chancenlos

03.08.2019

Bockhorn /Turin In Turin war es heiß, die Außentemperaturen ließen die Wettkampf-Sporthalle zu einer Sauna werden. Und dann war die Liste der europäischen Gegner lang, so dass es für alle Teilnehmer ein anstrengender Tag bevorstehen würde. Das waren die Rahmenbedingungen, denen sich Jörg Auffarth vom JV Bockhorn bei den European Masters Games in Turin im Karate stellen musste.

Am Ende reiste er nach einem phänomenalen Erfolg mit der Gold-Medaille im Gepäck wieder nach Hause und die Anstrengungen der langen Vorbereitung und des Wettkampfes waren wie weggeblasen.

Multisport-Event

Wie weggeblasen wurden auch Auffarths Gegner. Zwar galt der Bockhorner als Favorit bei den Herren-Ü-50 in der Disziplin Kata (festgelegte Bewegungsabläufe), dennoch hatte niemand damit gerechnet, dass er mit so großem Abstand sich den Titel ein zweites Mal, nach Nizza vor vier Jahren, holte.

Die European Masters Games werden alle vier Jahre von der International Masters Games Association (IMGA), einer Unterorganisation des IOC für Athleten jenseits der 35 Jahre äußerst professionell durchgeführt. Bei Europas größtem Mulisport-Event starteten in Turin an insgesamt neun Tagen vom 27. Juli bis 4. August fast 8000 Sportler aus beinahe allen europäischen Ländern in den unterschiedlichsten Sportarten, wie Leichtathletik, Radfahren, Rudern und Handball.

Die Karate-Wettbewerbe fanden etwas außerhalb von Turin statt und die Athleten wurden mithilfe eines eigens eingerichteten Shuttles zur Sportstätte gebracht. Bereits in der Vorrunde traf Auffarth auf einen starken Gegner, den italienischen Meister in seiner Altersklasse. Das bedeutete, dass Auffarth, wenn er gewinnen will, schon jetzt mit einer hohen Kata starten und das Niveau dann über den Tag gegen die weiteren Gegner halten musste.

In jeder Runde ist eine weitere neue Kata zu zeigen. Der Italiener fand allerdings trotz technischer Stärke nicht richtig in den Wettkampf und unterlag Auffarth mit 0:5 deutlich. Der Ausdruck und die mentale Stärke des Friesländers waren nicht zu schlagen und steigerten sich von Runde zu Runde, die im brasilianischen K.o.-System mit Trostrunde ausgekämpft wurden.

Sicher und fehlerfrei

Jeweils fünf Kampfrichter bewerteten das Können auch in den weiteren Zwischenrunden immer einstimmig mit den „Traumwertungen“ (Auffarth) von 5:0 – auch im Halbfinale. Dort zeigte Auffarth seine stärkste Kata völlig sicher und fehlerfrei mit dem Namen „Unsu“. Wieder hatte sein Gegner somit das Nachsehen, der Bockhorner zog ins Finale ein.

Gegen den den ersten deutschen Gegner, Dirk Schumann vom PSV Dortmund, ging Auffarth volles Risiko und zeigte die äußerst schwierige Kata „Gangaku“, die einen hohen Anspruch an das Gleichgewicht hat, da hier viele kräftige Techniken auf einem Bein in Kombination mit Drehungen gemacht werden. Auch die Unterschiede zwischen langsamen und explosiven Techniken machen den besonderen Reiz aus. Ein Wackeln würde das Ende bedeuten.

Stolzer Trainer

Dennoch überzeugte er mit einer starken und fehlerfreien Darbietung, erhielt nochmals eine 5:0-Wertung und durfte sich auf dem Siegerpodest zur Deutschen Nationalhymne seine Goldmedaille abholen. Auch Auffarths Trainer Moritz Roth vom JV Bockhorn, der ihn akribisch auf die hohe Meisterschaft vorbereitet hatte, war Stolz auf seinen Schützling. Zeigt es doch, dass auch er sein Handwerkszeug der Trainerarbeit gelernt und mit dem richtigen Fokus und Auge umgesetzt hat.

In zwei Jahren finden die nächsten Masters Games auf Weltebene, die World Masters Games, in Japan statt. Ob Jörg Auffarth auch dort teilnehmen wird? Lange nachdenken muss er über diese Frage nicht – die Antwort kommt schnell und eindeutig: „Ja!“

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