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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Wenn Karate zum Tanz wird

02.08.2017

Bockhorn /Zetel /Berlin Kampfsport ist eine Kunst. Die Bewegungen, das Timing, die Anmut – es hat etwas von einem Tanz. Das dachte sich auch Christoph Hagel, renommierter Produzent und Dirigent aus Berlin. Er ist der Erfinder von „Flying Bach“, „Breakin’ Mozart“ und „Beethoven! The Next Level“. Sein aktuelles Projekt heißt „Blackbelt Artists“: Künstler mit dem schwarzen Gürtel. Und diese Künstler sind vier Karateka vom Judo-Verein Bockhorn. Sie werden in der aufwendig produzierten Show des Echo-Klassik-Preisträgers Christoph Hagel bei der Internationalen Gartenausstellung im September in Berlin auftreten.

Neues Crossover-Genre

Jörg und Silke Auffarth aus Zetel, Malin Nebel aus Bockhorn und Moritz Roth aus Varel trainieren seit Monaten dafür, aus ihrem Kampfsport eine Tanz-Choreografie zu machen. Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für den großen Auftritt mit einem Live-Orchester vor Tausenden Zuschauern in Berlin. Die Karateka präsentieren ihre Show zur Kantate Carmina Burana von Carl Orff, Christoph Hagel dirigiert das Orchester. Die Aufführungen sind am 16. und 17. September auf der Freilichtbühne in Berlin-Marzahn.

Die „Blackbelt Artists“ zeigen ein völlig neues Crossover-Genre „Karate und Klassik“, das so noch nie zu sehen war. Die friesische Karategruppe wird gemeinsam mit anderen Karateka und professionellen Tänzern aus den Bereichen Ballett, Break Dance und Hip Hop, den Berliner Symphonikern, dem Ernst Senff Chor und Opernsängern eine neue tänzerische Fassung der Carmina Burana aufführen.

„Mit den Blackbelt Artists ging es durch viele Hochs und Tiefs. Viele gute Athleten haben aufgegeben, weil das Training sehr fordernd und zeitaufwendig ist, und vor allem in Berlin stattgefunden hat. Doch nun ist die Premiere zum Greifen nah und wir konnten aus dem JV Bockhorn tolle Sportler rekrutieren, die sich für diese Sache begeistern“, sagt Jörg Auffarth .

Seine Truppe sind erfahrene Karateka, die in den Landeskadern und teilweise als Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft im Bundeskader trainieren oder trainiert haben. Die Liste der nationalen und internationalen Titel der Kampfsportler ist lang. Neben der Anleitung und Inspiration von Hagel standen den Ensemble-Mitgliedern auch der ehemalige Solo-Tänzer des Staats-Ballett Berlin, Martin Buczko, und die Theater-Regisseurin Mechthild Hörsch mit Rat und Tat zur Seite. Jörg Auffarth war ebenfalls an vielen Wochenenden in Berlin, um zu proben und die Choreografien zu entwickeln.

Mitunter wurden die Videos von den Tänzen auch per Internet an alle Teilnehmer verteilt, damit sich jeder zu Hause auf die nächsten gemeinsamen Treffen vorbereiten kann.

Von Anfang an wurde das Projekt „Blackbelt Artists“ vom Deutschen Karateverband unterstützt, der ebenfalls die einmalige Chance sehe, Karate in einem neuen Umfeld vor großem Publikum zu präsentieren, so Auffarth – zumal Karate bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo zwar olympisch ist, aber noch weiter für die dauerhafte Aufnahme der Sportart gekämpft werden müsse.

Letzte Proben in Berlin

Ab Anfang September gehen die Proben mit allen Beteiligten los. Jeden Abend bis zur Aufführung treffen sich alle Musiker und Tänzer zum gemeinsamen Proben von 16 bis 22 Uhr in Berlin. „Das wird anstrengend, und tagsüber müssen wir noch Änderungen einarbeiten und trainieren. Außerdem kennen wir die Musik momentan nur vom Band. Live sieht das wahrscheinlich ganz anders aus“, sagt Jörg Auffarth.

Nach der Aufführung soll für die „Blackbelt Artists“ noch nicht Schluss sein. Christoph Hagel hat schon viele Anfragen zum Thema Karate und Klassik bekommen. Es sind weitere Show-Auftritte mit verschiedenen Choreografien und sogar eine eigene Show geplant. Doch dafür benötigt die Gruppe mehr Karateka, die neben den perfekten sportlichen Fertigkeiten auch musikalisches Verständnis haben. Dazu kommt Disziplin, Kondition und vor allem Leidenschaft. Auffarth weiß: „Das ist nicht einfach zu finden.“

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
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