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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Naturschutz In Cleverns: Nach 70 Jahren wird Schulwald verjüngt

26.03.2020

Cleverns Es ist ein natürlicher Abenteuerspielplatz für die Clevernser Kinder: Das Wäldchen am Ende des heutigen Sportplatzes hinter der Turnhalle ist ein ehemaliger Schulwald. 1952 regte der damalige Lehrer Grützmacher – von seinen Schülern wurde er „Kräuterbauch“ genannt – die Anlage des Wäldchens an. Mit dabei waren damals die beiden Clevernser Johann Saathoff und Gerold Janßen – sie besuchten die 8. Klasse der Volksschule und erinnern sich noch gut daran.

Lehrer Herbert Grützmacher war ein echter Naturfreund. „Und er war seiner Zeit weit voraus“, sagt Hinrich Melchers. Mit den Schülerinnen und Schülern des 7. und 8. Schuljahres pflanzte er Buchen, Eichen, Birken und andere Bäume als Mischwald.

Revierförster Gerd Rieniets – ein gebürtiger Sandeler – erlaubte Grützmacher, aufgeschlagene Bäume aus dem Upjeverschen Forst zu holen. Mit Spaten und Eimern lief die Klasse von Cleverns in den Wald und grub die Bäume aus dem Waldstück zwischen Addernhausen und Rahrdum aus. Heute sind aus den zierlichen Schößlingen ordentliche hohe Bäume geworden.

„Im praktischen Unterricht und Einsatz förderte der Lehrer bei uns das Verständnis für die Natur“, erzählen Janßen, Saathoff und Melchers. Die Anlage des Schulwalds war praktischer Biologie-Unterricht – damals allerdings Naturkunde genannt. „Grützmacher lehrte uns auch, dass wir Schulkinder die Natur genießen und Freude an Naturbeobachtungen entwickeln. Dabei dachte er sicherlich noch nicht an das heute so aktuelle Thema, sich verstärkt für den Erhalt der Umwelt einsetzen“, sagt Hinni Melchers.

Den Schulwald erhalten, das will auch Philipp Berens, Umweltbeauftragter der Stadt Jever. Er hat bei einer Ortsbesichtigung im vergangenen Herbst festgestellt, dass es nach fast 70 Jahren an der Zeit ist, den Bestand des Wäldchens aufzuforsten. Denn viele Bäume und das Buschwerk waren vertrocknet und das Kleinod geriet in Gefahr zu verkümmern.

Bereits im Februar ließ Berens einiges aus dem Altbestand abholzen. „Es gibt heute die Stiftung Zukunft Wald, die das Anlegen eines Schulwaldes mit Kindern und der Schule fördert“, erzählt er. Und: „Da sind die Clevernser der Zeit voraus gewesen.“

Am Montag begannen Mitarbeiter des jeverschen Bauhofs mit der Neuanpflanzung. „Wir rechnen damit, dass wir in fünf Jahren hier bis zu fünf Meter hohe Bäume stehen haben“, erläuterte Berens. Die neuen Bäume und Sträucher werden indes nicht so, wie es früher üblich war, in Reihen gepflanzt. Sie werden wild verteilt. „So wie es in der Natur eben ist“, sagt Berens.

„Die stärksten werden sich durchsetzen und wir hoffen, dass in den nächsten Jahren die Kinder die Anpflanzung nicht beschädigen und zertreten.“

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